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Kalabrien: Das Italien, das noch niemand kaputt gemacht hat

Während die Amalfiküste unter Touristenmassen ächzt, liegt Italiens wilder Süden fast unberührt da — und genau das ist sein größtes…

Maria Capobianco · 2026-06-19 07:37 · 0 claps · 1.8 min read
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Kalabrien: Das Italien, das noch niemand kaputt gemacht hat

Während die Amalfiküste unter Touristenmassen ächzt, liegt Italiens wilder Süden fast unberührt da — und genau das ist sein größtes Versprechen

Es ist Hochsommer. An der Amalfiküste stauen sich die Busse, in der Toskana sind die Parkplätze an den Weingütern schon um zehn Uhr morgens voll. Und in Kalabrien? Passiert fast nichts. Genau das ist der Punkt.

Kalabrien, der “Zeh” des italienischen Stiefels, wurde touristisch jahrzehntelang übersehen — zu weit, zu unbekannt, zu wild, hieß es. Was davon übrig blieb, ist eine Region, die sich nicht verbiegt: zwei Meere, ein stilles Hochplateau, weiße Dörfer auf Felsen und eine Küche, die so ehrlich ist wie scharf.

Zwei Meere, eine Region

Im Westen das Tyrrhenische Meer mit steilen Klippen und türkisblauen Buchten. Im Osten das Ionische Meer mit weiten Sandstränden. Dazwischen das Sila-Hochplateau — Wälder, Seen, eine Stille, die man in Italien sonst kaum noch findet.

Fünf Orte, die kein Reiseführer vergessen sollte

Tropea — die weiße Stadt auf dem Felsen, mit einer Altstadt hoch über dem Meer und Wasser, das aussieht wie nachbearbeitet. Ist es nicht.

Costiera degli Dei — die Küste der Götter zwischen Tropea und Nicotera. Kleine Buchten, schmale Trampelpfade, kein Strandkiosk in Sicht.

Pollino-Nationalpark — Italiens größter Nationalpark, mit Wanderwegen durch Urwälder, auf denen man tagelang niemandem begegnet.

Gerace — ein mittelalterliches Bergdorf, fast leer, mit einer romanischen Kathedrale aus dem 11. Jahrhundert.

Reggio Calabria — Heimat der Bronzen von Riace, zwei griechische Kriegerfiguren aus dem 5. Jahrhundert vor Christus, 1972 von einem Taucher zufällig entdeckt.

Eine Küche, die nicht kompromittiert

Die Nduja aus Spilinga — eine streichfähige, scharfe Salami — hat in den letzten Jahren die internationale Gourmetszene erobert. Dazu Bergamotte aus Reggio Calabria, die einzige Region weltweit, in der diese Zitrusfrucht gedeiht, und eingelegter Schwertfisch aus Bagnara.

Warum jetzt — und nicht später

September gilt unter Kennern als der beste Reisemonat: Das Meer ist noch warm, die Hitze vorbei, die Touristen weg. Wer ein Ferienhaus statt eines Hotels wählt, bekommt zudem das, was Kalabrien wirklich ausmacht — Zugang zu lokalen Märkten, Nachbarn, die Gemüse vorbeibringen, und Flexibilität, die kein Reisebus bietet.

Kalabrien ist kein Kompromiss für alle, die “auch mal nicht nach Venedig” wollen. Es ist ein eigenständiges Versprechen: wild, laut, herzlich, scharf, blau. Und das ist mehr als genug.

Den vollständigen Artikel mit allen Praxistipps zur Anreise, Ferienhausauswahl nach Region und einem ausführlichen FAQ findest du hier: https://de.italicarentals.com/blog/2026/italien/kalabrien-entdecken-italiens-wilder-süden-abseits-des-massentourismus


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