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Pluto in der Partnerschaftsastrologie

Pluto.

Sternensaatenlesungen · 2025-12-07 16:18 · 0 claps · 7.9 min read
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Pluto in der Partnerschaftsastrologie

Pluto.

Der Planet, der am weitesten von der Sonne entfernt ist.

Der Herrscher der Unterwelt und der Toten.

Der, der nichts als Wahrheit duldet.

Der Flammenwerfer, der dich in den Höllenfeuern deiner Lügen brennen lässt, bis du dich entscheidest, wahrhaftig zu sein.

Herrscher von Skorpion, Phönix und Adler.

Pluto.

Der Planet, der am weitesten von der Sonne entfernt ist. Wo die Sonne das Licht ist, ist Pluto die Dunkelheit — oder der Schatten? Ein fundamentaler Unterschied. Dunkelheit ist. Schatten entsteht, wenn Licht auf etwas fällt, das nicht durchlässig ist. Schatten gibt es nur da, wo du dich nicht von Licht durchdringen und durchtränken lässt. Weitergedacht… Das „Licht“ der Sonne ist Bewusstsein. Schatten ist somit alles, was nicht von Bewusstsein durchleuchtet ist — das Unterbewusste. Kein Wunder also, dass Pluto zu einer Zeit entdeckt wurde, in denen uns Menschen das erste Mal ins Bewusstsein drang, dass es Dinge gibt, die uns nicht bewusst sind. Ja. Pluto ist auch der Planet, der dich lehrt, dass die Wahrheit so lange paradox ist, bis du wirklich in der Wahrheit bist.

Und nochmal:

Es ist ein fundamentaler Unterschied, ob du Pluto als Schatten oder als Dunkelheit siehst. Wenn Pluto Dunkelheit bedeutet, ist er… Er ist. Er ist. Es existiert. Und die Dunkelheit ist das, aus dem das Licht entspringen kann. Die Dunkelheit des Kosmos, die das Licht der Sonne möglich macht. Die Dunkelheit der Gebärmutter, in der ein Kind gestaltet wird. Und was passiert, wenn aus Dunkelheit Licht entspringt? Die Dunkelheit wird immer lichter. Bis alles von Licht durchzogen ist. Und in diesem Prozess entstehen Schatten. Schatten werden dadurch kreiert, dass in einem dunklen Raum Licht beginnt, zu existieren — und sich dadurch Formen bilden. Statuen und Staturen. Und solange diese Formen existieren, existiert Schatten. Denn wie gesagt, Schatten gibt es überall da, wo etwas existiert und von Licht beleuchtet wird, was dieses Licht nicht vollständig in sich aufnehmen und/oder selbst leuchten kann. Schatten hört erst dann auf, zu existieren, wenn alles Licht ist — und dann ist doch gleichzeitig alles dunkel, oder? Und es kann ein noch helleres Licht entstehen, und der ganze Prozess geht von vorne los. Ein ewiger Tanz, in dem Licht und Dunkelheit so tun, als seien sie unterschiedlich. Ein ewiger Tanz, in dem Schmerz und Liebe so tun, als seien sie unterschiedlich.

Das sind Pluto-Themen in ihrem ätherischsten Ausdruck.

Pluto.

Der Herrscher der Unterwelt und der Toten. Die Toten leben schließlich in der Unterwelt. Was ist die Unterwelt, wenn nicht ein riesiger Schattenraum, in dem alles lebendig ist, was noch nicht vom Licht des Bewusstseins erfasst wurde? Was sind Tote, wenn nicht Energien, die nicht mehr bewusst existieren — oder nur noch als Echo der Vergangenheit im Bewusstsein von uns Menschen, die noch leben und dieser Toten gedenken? Und kann ein Echo der Vergangenheit nicht auch ein Schatten sein, den ein Mensch in die Zukunft wirft, wenn das Licht von hinten durch die Zeit leuchtet?

Das ist jetzt alles sehr poetisch. Mit dem Bewusstsein kaum verstehbar. Es sind einfach Worte, die sich aneinander reihen und eine Frequenz bilden. Das ist Pluto. Wie gesagt. Wir sprechen von der Unterwelt. Von den Toten. Von dem Unbewussten. Was könnte die Essenz von Pluto dann besser erfassen als Worte, die du auf der Ebene des Bewusstseins vielleicht 10 mal lesen musst — während dein Unterbewusstes sie schon längst verstanden hat? Du liest diese Worte, und du bekommst ein Gefühl. Richtig? Vielleicht beginnt es, in deinem Körper zu kribbeln. Vielleicht siehst du innere Bilder. Vielleicht hast du eine bloße Ahnung. Das ist Pluto, wie er zu dir spricht.

Pluto ist nur zugänglich für uns, wenn wir uns für eine ganz andere Ebene der Wahr-Heit und Wahr-Nehmung öffnen. Wenn wir beginnen, wahrzuGEBEN. Wenn wir in diese Worte das hineininterpretieren, was wir hineininterpretieren, und uns dadurch dessen bewusst werden, was da schon die ganze Zeit ist. Pluto öffnet mit seiner Unterwelt einen Raum, in dem alles tanzen und sich bewegen und strömen kann, das vorher im Eis des Unbewussten festgefroren war. Eis, weil Pluto den Skorpion regiert, und Skorpion ist „festes Wasser“. Eis. Pluto siehst du überall, wo auf einmal etwas auftaut und auftaucht, was du am liebsten schnell wieder unter die Oberfläche drücken würdest. Überall dort, wo du auf eine Art und Weise reagierst, für die du dich schämst, verurteilst, schuldig fühlst… Überall dort, wo du dich vor dir selbst erschreckst oder dich gar vor dir selbst fürchtest. Überall da, wo du Gefühle fühlst, die du nicht fühlen willst — Angst, Verzweiflung, Ohnmacht, Ausgeliefertsein… Oder auch andersherum… Überheblichkeit, Macht, Arroganz…

Und vor allem zeigt sich Pluto da, wo du deiner eigenen Macht ohnmächtig ausgeliefert bist.

Sprich: Überall da, wo du beginnst, zu erkennen, dass DU mit deinen Gedanken deine Realität genauso kreiert hast, wie sie ist, aber du kannst deine Gedanken nicht ändern. Du bist gefangen in deiner eigenen Schöpfung. Überall da, wo du auf einmal deine eigenen toxischen emotionalen und Verhaltensmuster erkennst, aber noch keine Veränderung vornehmen kannst — und siehst, wie du dir selbst dein Leben zerstörst.

Es gibt NICHTS, was so ein Ohnmachtsgefühl erzeugt, wie deine eigene Macht zu sehen und (noch) nicht zu wissen, wie du diese Macht so gebrauchen kannst, dass sie dir und dem, was du dir wirklich für dein Leben wünschst, dienlich ist.

Und das ist, im Kern, die Lektion Plutos: Er erinnert uns, dass wir mächtig sind. Dass wir SO mächtig sind, dass wir unsere eigene Realität kreieren. Alles darin. Jeden Menschen, jeden Ort, jede Situation, die wir erleben, ist unsere eigene Kreation. (Oder Co-Kreation mit dem Universum. Die Ebene von Pluto ist dabei so groß, und sie umfasst so viel, dass die plutonischen Anteile unserer Psyche durchaus mit dem ganzen Universum gleichzusetzen sind. Es gibt Momente, wo wir davon ausgehen, dass alles, was uns unterbewusst ist, das ganze Universum ist, und es gibt eigentlich nicht „mein“ Unterbewusstsein und „dein“ Unterbewusstsein, sondern es gibt ein einziges, kollektives, alles umfassendes Bewusstsein — von dem jeder von uns seinen eigenen individuellen Anteil beleuchtet und als bewusstes Bewusstsein in die Welt trägt.)

Pluto.

Der, der nichts als Wahrheit duldet. An dieser Stelle gilt es vielleicht, zu definieren, was Wahrheit eigentlich heißt. Und was Lügen heißt. Lügen bedeutet für uns nicht nur, etwas Unwahres zu sagen. Sondern auch, etwas Wahres nicht zu sagen, oder etwas Wahres zurückzuhalten. Es geht hier auch nicht nur um Worte, sondern es geht um alles, was ist. Gedanken. Gefühle. Handlungen. Impulse. Wenn ich mich traurig fühle und dann ein freudiges Gesicht aufsetze, ist das eine Lüge? Wenn ich einen Gedanken habe, mit dem ich mich selbst abwerte, obwohl ich eigentlich ein bedingungslos wertvolles Wesen bin… ist das eine Lüge? Wenn ich dich angucke und nicke, während du etwas erzählst, und dabei über etwas anderes nachdenke… ist das eine Lüge? Pluto würde sagen… Ja, ja und ja. Alles, was nicht deiner tiefsten Wahrheit im Moment entspricht, ist eine Lüge. Jedes Ja, obwohl du nein meinst. Jedes Nein, obwohl du Ja meinst. Jeder unterdrückte Impuls. Jedes Wort zu wenig. Jedes Wort zu viel. Jedes eingefrorene Gefühl. Die meisten Menschen würden jetzt sagen… Das setzt die Messlatte für Wahrheit ja unfassbar hoch. Niemand kann doch so sehr seine Wahrheit leben. Wir müssen nun mal alle Kompromisse machen. Dann ist es eben eine Lüge, dass ich eine Arbeit mache, die mir keine Freude bereitet, aber irgendwie muss ich ja meine Kinder ernähren. Dann ist es eben eine Lüge, dass ich Zeit mit diesem Menschen verbringe, mit dem ich eigentlich eine totale Antipathie fühle, aber er gibt mir halt etwas, was ich brauche. Dann ist es eben eine Lüge, dass ich meiner Freundin nicht sage, wie sehr sie mich manchmal nervt, aber sonst wäre ich allein, und das will ich nicht sein. Ja. Den meisten Menschen reicht das. Ein Leben, in dem sie nichts verbrechen und halbwegs ihre Wahrheit sprechen. Pluto jedoch nicht. Und wenn wir in einer plutonischen Beziehung sind, haben wir keine andere Wahl, als die Definition und Bedeutung von Wahrheit grundlegend zu überdenken. Pluto lässt nichts anderes zu als Wahrheit. Sobald es nicht wahr ist, tut es weh. Und dabei geht es wirklich um Kleinigkeiten. Ein Wort, das nicht ganz gestimmt hat, und schon bricht Pluto einen Streit vom Zaun und sagt: Sei ehrlich. Sag, was du meinst. Leb, was du fühlst. Sei wahr in deinen Grenzen und Bedürfnissen. Und wenn du es nicht bist, verliert ihr euch. Ganz einfach.

Pluto. Der Flammenwerfer, der dich in den Höllenfeuern deiner Lügen brennen lässt, bis du dich entscheidest, wahrhaftig zu sein. Plutonische Beziehungen müssen nicht schmerzhaft sein. Sie sind es nur, wenn ihr nicht wahrhaftig seid. Und es gilt für euch, herauszufinden, was Wahrheit und Wahrhaftigkeit für euch bedeuten. Ein kleiner Tipp: Die Wahrheit ändert sich. Ständig. Die Einzige Konstante ist die Bewegung. Bewegung ist das Einzige, was wirklich existiert, wo Leben und Tod dasselbe sind. Deswegen ist Pluto der Planet der Transformation, von Tod und Wiedergeburt, von Alchemie und Magie. Kontinuierlich das zerstörend, was eben noch wahr war und jetzt nicht mehr wahr ist. Auch das macht die Intensität plutonischer Wirs aus. Es gibt nichts, woran wir uns festhalten können. Kein Beziehungskonzept, keine Erfahrung, kein Versprechen (außer solche, die wir einander an jenem Ort gemacht haben, an dem alles ewig ist). Plutonische Beziehungen erfordern ein ständiges Sterben- und Gehen-Lassen von allem, was vor einer Minute noch wahr war. Wir leben im Jetzt. Sobald wir das Jetzt verlassen, ist es nicht mehr wahr, und dann kommt Pluto und lässt irgendwas explodieren. Er ist wirklich hochgradig anspruchsvoll. Er erfordert absolute Perfektion im Jetzt.

Pluto.

Herrscher von Skorpion, Phönix und Adler. Wenn wir uns den Tierkreis der traditionellen Astrologie angucken, sehen wir nur den Skorpion. In der Dunkelheit lauernd und darauf warten, sein Opfer mit seinem Stachel erstechen und mit Gift töten zu können. Kein besonders sympathisches Bild. Und erst recht keines, was der Wahrheit dieses Tierkreiszeichens gerecht wird. Und dennoch können wir es irgendwie aufgreifen. Der Skorpion sticht in die nicht-geheilten Wunden hinein und reißt sie neu auf. Er vergiftet. Aber nicht einfach so. Sondern er vergiftet das, was ohnehin eine Lüge war. Er fühlt, was zerstört werden wird, was keinen Bestand hat, was nicht wahrer, reiner Essenz entspricht, und er lässt es einfach 100fach so schnell gegen die Wand fahren. In der Hoffnung, dass dann vielleicht wenigstens die Wand mit kaputtgeht, und wenn das nächste Mal jemand diese Strecke fährt, ist da ein neuer Weg. Oder ein eingestürztes Kartenhaus aus schönen aber illusorischen Träumen. Skorpion ist gnadenlos, genauso wie Pluto. Und doch befindet sich in dieser Zerstörung, im Thanatos, in den Höllenfeuern… Eine unfassbare Sanftheit. Es ist nicht so, als wollte Pluto zerstören, weil er so gerne zerstört. Er erträgt einfach nur nichts anderes als reine Wahrheit. Seine Intentionen sind pur. Er will Essenz. Alles andere tut ihm weh. Und für Wahrheit würden Pluto und Skorpion alles tun. Sterben würden sie dafür. Deswegen fühlen sich plutonische Wirs manchmal so bedrohlich an. Wir würden sterben füreinander. Wir würden sterben, um einander wahrhaftig lieben zu können. Und was passiert, wenn wir gestorben sind? Was passiert, wenn die Flammen ein letztes Mal gelodert haben und die Glut erloschen ist und nichts mehr bleibt als Asche? Dann beginnt sich aus dem Staub, das Leben neu zusammenzusetzen. Und der Phönix erhebt sich. Wir tauchen in die Unterwelt, um in die Ewigkeit des Universums emporsteigen zu können. Das ist Wahrheit. Abtauchen, um aufzutauchen. Winzig klein werden, um unendlich zu sein. Alles loslassen, um alles zu gewinnen. Sterben, um zu leben. Und wenn all die Dramatik vorüber ist und wir verstanden haben, dass solche Konzepte zwar romantisch klingen, aber auch einfach unfassbar viel Schmerz benötigen… und wenn wir uns dann entschieden haben, unsere Problemsucht loszulassen und uns der ewigen Bewegung der Existenz hinzugeben… Dann wird der Adler geboren. Und der Adler ist einfach. Er ist einfach. Er fliegt einfach. Und das ist es, wo Pluto diejenigen von uns hinführt, die es wagen, ihm wirklich zu folgen. Und die sich ihm hingeben und in den Schmerz eintauchen, statt davor wegzurennen. Das ist es, was uns ermöglicht wird, wenn wir es schaffen, von einer plutonischen Beziehung zu einem plutonischen Wir zu werden. Wir fliegen. Wir sind. Ewige Reinheit und liebevolle Wahrheit und wahre Liebe.

Das ist Pluto.

Im Wir.

ja?


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