Stellungnahme zum Urteil des Zürcher Handelsgerichts bezüglich des Rechts auf Gegendarstellung von…
Editor’s Note: The English translation of this statement is below.
Stellungnahme zum Urteil des Zürcher Handelsgerichts bezüglich des Rechts auf Gegendarstellung von Palantir
Editor’s Note: The English translation of this statement is below.

Diese Woche hat das Handelsgericht Zürich sein Urteil im Zusammenhang mit dem Begehren von Palantir auf Ausübung seines Gegendarstellungsrechts gemäss dem Schweizerischen Zivilgesetzbuch gefällt. Die Entscheidung des Gerichts bestätigt die Rechtmässigkeit unseres Antrags. Gleichzeitig bedauern wir, dass mehrere Punkte, die in unserer ursprünglichen Gegendarstellung enthalten waren, nicht berücksichtigt wurden. Dennoch respektieren wir die Entscheidung des Gerichts in dieser Angelegenheit und sehen der Veröffentlichung unserer Gegendarstellung durch die „Republik“ entgegen.
Hintergrund
Am 8. und 9. Dezember 2025 veröffentlichte die Onlineplattform „Republik“ zwei Beiträge über Palantir und unsere Geschäftstätigkeit in der Schweiz.
Nach unserer Auffassung enthielten beide Artikel spekulative, irreführende und sachlich unwahre Darstellungen sowie unzutreffende Tatsachenbehauptungen. Sie vermittelten dadurch ein verzerrtes Bild unserer Geschäftstätigkeit und unserer Produkte im Schweizer Markt. Der Darstellung des ersten Artikels haben wir bereits in einem früheren Beitrag widersprochen.
Da wir die Behauptungen über Palantir für nachweislich unzutreffend erachteten, reichten wir am 29. Dezember 2025 bei der Chefredaktion der Republik ein Gegendarstellungsbegehren ein. Darin forderten wir die Redaktion auf, ihrer gesetzlichen Pflicht nach Schweizer Recht (gemäss Artikel 28g ZGB) nachzukommen und zu beiden Artikeln je eine Gegendarstellung zu veröffentlichen. Republik lehnte unser Begehren unter Berufung auf unzulässige verfahrensrechtliche Einwände ab.
Aufgrund der Weigerung, unserem Gegendarstellungsbegehren nachzukommen, reichten wir am 19. Januar 2026 eine Klage beim Handelsgericht des Kantons Zürich ein. Unser Antrag beschränkte sich darauf, die Republik zur Veröffentlichung unserer Gegendarstellung beim ursprünglichen Artikel zu verpflichten.
Die Position von Palantir
Palantir bekennt sich uneingeschränkt zur Pressefreiheit und zur zentralen Rolle unabhängiger Medien in der öffentlichen Debatte. Wir respektieren das Recht der Medien, Palantir und unsere Arbeit kritisch zu hinterfragen.
Palantir hat zu keiner Zeit Schritte unternommen, die darauf abzielten, die Pressefreiheit einzuschränken. In der Auseinandersetzung mit der Republik haben wir weder vorsorgliche Massnahmen beantragt noch die Entfernung von Inhalten verlangt oder Schadenersatz geltend gemacht.
Unser Standpunkt ist klar: Eine demokratische Gesellschaft braucht verantwortungsvollen Journalismus. Gleichzeitig hat verantwortungsvoller Journalismus die Pflicht, über Palantir wie über jede andere Organisation oder jeden anderen Sachverhalt mit zutreffenden Informationen zu berichten.
Im Rahmen ihrer Recherche haben wir die Journalistinnen und Journalisten der Republik in unseren Räumlichkeiten zu einem offenen Gespräch empfangen. Nach ihrer eigenen Darstellung sind wir unserem Teil der Abmachung nachgekommen. In ihrem zweiten Artikel hielt die Republik selbst fest: „Das rund einstündige Gespräch verläuft erstaunlich offen, die Palantir-Manager gehen auf sämtliche Kritikpunkte ein.” Entsprechend erwarten wir von der Republik, dass sie ihrerseits ihr Wort hält und die Fakten wahrheitsgetreu wiedergibt.
Mit dem beim Zürcher Handelsgericht eingereichten Begehren verfolgte Palantir ausschliesslich das Ziel, wesentliche Unrichtigkeiten durch eine prägnante und verhältnismässige Gegendarstellung richtigzustellen. Dieses in Artikel 28g des Schweizerischen Zivilgesetzbuchs verankerte Recht ist kein juristisches Schlupfloch. Vielmehr handelt es sich um eine in der Schweizer Medienlandschaft und im öffentlichen Diskurs regelmässig in Anspruch genommene Praxis, die das Schweizerische Bundesgericht in seiner Rechtsprechung wiederholt als korrektives Instrument anerkannt hat, um der Öffentlichkeit ausgewogene Informationen zu ermöglichen. Es sanktioniert die Medien nicht, sondern schafft einen Ausgleich zwischen journalistischer Freiheit und dem Recht betroffener Personen oder Organisationen, ihre Sicht der Tatsachen darzulegen.
In dieser Angelegenheit ist Palantir mit Augenmass und über die dafür vorgesehenen Rechtswege vorgegangen. Ziel war einzig, sicherzustellen, dass der Öffentlichkeit zutreffende Informationen zur Verfügung stehen. Das Schweizer Recht sieht klare Mechanismen vor, um auf unzutreffende Behauptungen zu reagieren. Palantir hat von diesen Rechten Gebrauch gemacht — nicht mehr und nicht weniger.
Unser Ziel war und ist klar: Unsere Gegendarstellungen sollen neben der Berichterstattung der Republik aufgeführt sein, damit sich die Leserinnen und Leser auf Basis beider Perspektiven ein eigenes Urteil bilden können. Wer diesen Vorgang als Versuch wertet, die öffentliche Debatte zu unterdrücken, oder es als „Strategic Lawsuit Against Public Participation (SLAPP)” einstuft, verkennt sowohl unsere Absichten als auch unser Vorgehen.
Als Softwareunternehmen, das Organisationen im öffentlichen, privaten und gemeinnützigen Sektor Plattformen für Datenoperationen und KI-Infrastruktur sowie damit verbundene Betriebs- und Wartungsdienstleistungen bereitstellt, ist Palantir stolz auf seine langjährige Präsenz in der Schweiz.
Wir schätzen unsere Verbundenheit mit den Werten des Landes und seiner innovativen Technologielandschaft sowie unsere engen und wertvollen Partnerschaften mit mehreren bedeutenden Schweizer Unternehmen. Wir uns darauf, die Zusammenarbeit mit unseren Kundinnen und Kunden vor Ort sowie den Austausch mit unseren anderen Kontakten und Anspruchsgruppen von unserem Standort in Zürich aus fortzusetzen.
Die Gegendarstellungen von Palantir
Die von Palantir beantragten Gegendarstellungen beziehen sich auf zwei umfangreiche Artikel der Republik, die aus unserer Sicht eine Vielzahl irreführender Aussagen enthielten. Um die Verhältnismässigkeit unserer Gegendarstellungsbegehren zu verdeutlichen, geben wir im Folgenden den vollständigen Wortlaut der ursprünglichen Gegendarstellungen wieder. So können sich die Leserinnen und Leser ein eigenes Urteil bilden.
Recht auf Gegendarstellung — “Wie hartnäckig Palantir die Schweiz umwarb”
“Recht auf Gegendarstellung
Am 8. Dezember 2025 veröffentlichte die Republik einen Artikel mit dem Titel „Wie hartnäckig Palantir die Schweiz umwarb“, der sachliche Ungenauigkeiten über unsere Organisation enthält.
Der Artikel behauptet, dass Palantir eine ,grosse Verkaufskampagne’ durchgeführt habe, um die Schweizer Bundesbehörden als Kunden zu gewinnen. Dabei sei Palantir ,mindestens neunmal sofort’ abgeblitzt, und dass Anfragen nach Informationen gemäss dem Informationsfreiheitsgesetz (IFG) ,Dutzende Treffer’ ergeben hätten. in Wirklichkeit handelte es sich bei den meisten erwähnten Treffen jedoch um offene Gespräche ohne konkrete Vorschläge, sodass es nichts zu akzeptieren gab oder niemand ,abgeblitzt’ ist. Die angeblichen ,Treffer’ betrafen hauptsächlich logistische Korrespondenz im Zusammenhang mit neun Treffen über einen Zeitraum von sieben Jahren.
Entgegen den Angaben in dem Artikel hat Palantir niemals ein ,Angebot’ im Rahmen einer ,Ausschreibung’ abgegeben, das abgelehnt worden wäre. Tatsächlich war die Antwort von Palantir lediglich eine Reaktion auf eine „Informationsanfrage“ der Schweizer Armee und keine formelle Ausschreibung.
Weiterhin behauptet der Artikel, dass Palantir Überwachungslösungen für staatliche Stellen bereitstellt und dass seine Produkte zur Analyse von. Telefon- und Flugdaten sowie Social-Media-Profilen’ verwendet wurden, um ,Bewegungsmuster’ von Migranten zu generieren. Dies ist falsch. Palantir entwickelt und betreibt keine Überwachungssysteme Bei der Zusammenarbeit mit dem US-Heimatschutzministerium (DHS) und der Einwanderungs- und Zollbehörde (ICE) sind die genannten Datentypen keine Standardquellen und es findet keine Verfolgung von , Bewegungsmustern von Migranten statt.
ICE wird als US-Organisation beschrieben, die ,Jagd auf Migrantinnen’ macht, ohne dass auf ihr gesetzliches Mandat Bezug genommen wird. Tatsächlich setzt ICE als Behörde Einwanderungs- und Zollgesetze durch, vergleichbar mit Behörden wie dem Schweizer Staatssekretariat für Migration (SEM).
Der Artikel bezeichnet die Software von Palantir wiederholt als ,Überwachungstechnologie, benennt ihre Verwendung als ,Überwachungstool und impliziert ihren Einsatz als , Massenüberwachung’. Dies suggeriert fälschlicherweise illegale öffentliche Überwachung, Kundenüberwachung oder unrechtmässigen Datenzugriff. Palantir ist kein Überwachungsunternehmen. Das Unternehmen führt keine Überwachung durch, bietet keine Überwachungsdienste an und verkauft keine Produkte für unrechtmässige Überwachung. Seine Produkte ermöglichen es Kunden, mit Daten zu arbeiten, auf die sie rechtmässig Zugriff haben.
Die Produkte von Palantir werden zudem als ,tödliche Kriegswaffe’ dargestellt, ,die für Armeen Informationen [liefert], die Tötungsentscheidungen beeinflussen’. In Wirklichkeit umfassen die Anwendungsfälle im Verteidigungsbereich jedoch Wartung, Logistik, Einsatzbereitschaft und Operationen. Palantir liefert keine Daten, sondern die Kunden analysieren ihre eigenen Daten.
In Bezug auf den Bericht der UN-Sonderberichterstatterin Francesca Albanese behauptet der Artikel, Palantir habe Technologien geliefert, die automatisierte Entscheidungen im Krieg ermöglichen. Dabei wird auf die Produkte, ,Gospel’ und ,Lavender’ verwiesen Zudem wird behauptet, wir würden unser Engagement in Israel, ,verteidigen’. Palantir hat jedoch keine Verbindung zu diesen Systemen und kann nicht für deren angebliche Verwendung verantwortlich gemacht werden. Dies gilt unabhängig von Palantirs langjähriger Unterstützung der Verteidigungs- und nationalen Sicherheitsmissionen Israels, die im Einklang mit dem legitimen Recht jedes demokratischen Staates stehen, seine Bürger zu schützen.
Der Artikel stellt Palantir als geheimnisvoll dar und suggeriert eine ungewöhnlich enge Beziehung zu Schweizer Beamten, indem er Treffen während eines Besuchs von Bundesrat Ueli Maurer in den USA und beim WEF erwähnt und einen Pavillon mit ,geschwungenen Holzwänden’ beschreibt, der ,perfekt für vertrauliche Gespräche’ sei. Diese Darstellung ist irreführend. Handelsdelegationen treffen sich routinemässig mit Unternehmen in Technologiezentren und beim WEF ist es üblich, dass die teilnehmenden Unternehmen Besprechungsräume zur Verfügung stellen.
Zudem wird behauptet, Palantir habe Schweizer Behörden Unterstützung während der Pandemie angeboten, um ,Contact Tracing’ durch ,Datenanalysetools’ zu ermöglichen. Zwar hat Palantir wie in den meisten Ländern, in denen das Unternehmen Mitarbeiter beschäftigt, pro bono Unterstützung für die Pandemie angeboten, doch stand die Kontaktverfolgung dabei nicht im Mittelpunkt. Der Fokus lag auf der Integration von Daten zum öffentlichen Gesundheitswesen, der Verfolgung der Lieferkette und der Koordination von Gesundheitsdienstleistungen, einschliesslich der Bereitstellung von persönlicher Schutzausrüstung und Beatmungsgeräten.
Der Artikel behauptet ausserdem, die deutsche Meldestelle für Geldwäsche habe die Anti-Geldwäsche-Produkte von Palantir als ,zu heikel’ und ,wahrscheinlich illegal’ eingestuft. Tatsächlich verwies die Meldestelle auf das Fehlen einer Rechtsgrundlage für die Verwendung solcher Produkte im Allgemeinen — ,oder jeder anderen Produkte’ — und nicht auf eine spezifische Illegalität von Palantir.
Schliesslich zitiert der Artikel einen Bericht der Schweizer Armee, der ,eindeutig’ dazu rät, ,Alternativen in Betracht zu ziehen’ und „auf Lösungen von Palantir [zu] verzichten”. Dieser Bericht bezieht sich jedoch nicht auf ein konkretes Angebot von Palantir und enthält keine technische oder sicherheitsrelevante Risikobewertung des Unternehmens. Palantir wurde während des Berichterstattungsprozesses nicht einmal kontaktiert.
Palantir Technologies Inc. und Palantir Technologies Switzerland GmbH”
Recht auf Gegendarstellung — “Warum Palantir zum Risiko für die Schweiz wird”
“Recht auf Gegendarstellung
Am 9. Dezember veröffentlichte die Republik einen Artikel mit dem Titel “Warum Palantir zum Risiko für die Schweiz wird”, der sachliche Ungenauigkeiten über unsere Organisation enthält.
Der Artikel stellt Courtney Bowman als Schweizer Ansprechpartner für Medienschaffende dar und betont seinen ,offiziellen Titel’ als Global Director of Privacy and Civil Liberties Engineering, was impliziert, dass dieser Titel eine funktionale Rolle als ,Medienbeauftragter’ verschleiert. Diese Implikation ist falsch und mindert seine Legitimität. Herr Bowman vertritt Palantirs Fachwissen im Bereich Datenschutz und bürgerliche Freiheiten. Er nahm an dem Treffen teil, da erwartet wurde, dass diese Themen im Mittelpunkt stehen würden. Er ist kein Ansprechpartner für Medienschaffende.
Der Artikel behauptet, dass die Verteidigungssoftware von Palantir ,Informationen [liefert], die Tötungsentscheidungen beeinflussen’. Dies ist falsch. Bei der Zusammenarbeit mit Verteidigungsbehörden wird die Software von Palantir dazu verwendet bereits rechtmässig im Besitz des Militärs befindliche Daten zu ordnen und zu analysieren. Sie ,liefert keine Informationen’ im Sinne der Behauptung und generiert oder empfiehlt auch keine tödlichen Entscheidungen.
Der Artikel behauptet ausserdem, dass die Software von der Polizei als ,Überwachungstool’ eingesetzt wird. Palantir ist jedoch kein Überwachungsunternehmen. Das Unternehmen führt keine Überwachungen durch, biete keine Überwachungsdienste an und verkauft keine Software, die eine unrechtmässige Überwachung ermöglicht. Die Software ermöglicht es Kunden, mit Daten zu interagieren, auf die sie bereits rechtmässig Zugriff haben. Dabei sind Kontrollen vorgesehen, um Risiken für die Privatsphäre und die bürgerlichen Freiheiten zu minimieren.
Weiterhin wird behauptet, die Software durchsuche ,sämtliche Datensilos wie ein Staubsauger und erstellt Profile, Muster und Analysen’. Dies ist falsch. Die Software ,durchforstet nicht wahllos alle Daten’. Sie wird verwendet, um bestehende, rechtmässig zugängliche Verarbeitungsanforderungen, Zugriffskontrollen und Governance-Regein zu integrieren und zu analysieren.
Der Artikel behauptet, Palantir habe zugegeben, dass das Unternehmen aufgrund von ,Druck’, der sich auf sein Geschäft auswirke, seine ,Kommunikationsstrategie’ ,neu ausrichten’ müsse. Tatsächlich erklärte Palantir, dass es sich zwar seit Langem mit Fragen der Transparenz befasse, aber dass weitere Anstrengungen unternommen werden könnten, darunter auch eine konstruktive Zusammenarbeit mit Journalisten, die dem Unternehmen möglicherweise skeptisch gegenüberstehen.
Palantir wird als ,sehr verschlossen‘ beschrieben. Diese Charakterisierung ist irreführend Palantir ist nicht verschlossener als vergleichbare Softwareunternehmen.
Öffentliche Aufzeichnungen enthalten umfangreiche Informationen über das Unternehmen, seine Geschäftstätigkeit, seine Produkte und häufig gestellte Fragen.
Palantir traf sich auch mit den Reportern des Magazins Republik, beantwortete ihre Fragen und führte ein Gespräch, das der Artikel selbst als ,erstaunlich offen’ bezeichnet. Dennoch wurden nur wenige der substanziellen Antworten von Palantir wiedergegeben. Dies ist besonders überraschend im Hinblick auf wichtige Themen wie die Frage, wie das Unternehmen grundlegende Bedenken hinsichtlich Datenschutz, Sicherheit und Kundensouveränität durch technische, verfahrenstechnische und vertragliche Massnahmen ausgeräumt hat und warum Palantir nicht das Daten- oder Überwachungsunternehmen ist, als das es manchmal in der Öffentlichkeit dargestellt wird.
Umgekehrt schreibt der Artikel Palantir Kommentare zu Themen zu, die während des Interviews nicht besprochen wurden, beispielsweise zum Bericht der Schweizer Armee, den Palantir nicht gelesen hatte und daher nicht kommentieren konnte.
Zudem behauptet der Artikel, Palantir habe einen 10-Jahres-Vertrag über 10 Milliarden US-Dollar mit dem US-Militär unterzeichnet. Dies ist unrichtig. Der Rahmenvertrag sieht ein Auftragsvolumen von bis zu 10 Milliarden US-Dollar vor und garantiert keinen solchen Betrag. Er fasst etwa 75 separate Verträge in einem einzigen Unternehmensvertrag zusammen.
Der Artikel hinterfragt die Arbeit des Schweizer Büros von Palantir hinsichtlich eines ,möglichen Beitrags’ zu den Militäroperationen Israels im Gazastreifen. Dies ist falsch. Die begrenzten Entwicklungsarbeiten, die in der Schweiz durchgeführt werden, beziehen sich ausschliesslich auf das kommerzielle Produkt „Foundry” von Palantir. Palantir entwickelt und exportiert keine Verteidigungsfähigkeiten aus seinem Schweizer Büro. Das im Artikel zitierte Zitat von Alex Karp bezieht sich auf die Funktionen der Gotham-Plattform, von denen keine in der Schweiz entwickelt oder verwaltet wird.
Im Artikel heisst es ausserdem, dass ,Foundry’ ursprünglich für die USA für ,Aufstandsbekämpfungsmassnahmen’ in Afghanistan und im Irak entwickelt wurde. Dies ist falsch. Wie öffentlich berichtet wurde, wurde ,Foundry’ ursprünglich als Allzweckprodukt für kommerzielle Kunden von Palantir entwickelt, darunter Unternehmen aus den Bereichen Energie, Transport, Gesundheit und Pharmazie.
Der Artikel behauptet, die Rolle von Palantir in Gaza habe Massnahmen der Schweizer Bundesbehörden gemäss dem Bundesgesetz über private Sicherheitsdienstleistungen im Ausland ausgelöst und suggeriert, logistische Unterstützung wie die Einrichtung und Wartung von IT-Infrastruktur falle ebenfalls unter dieses Söldnergesetz. Die Fakten sind wie folgt:
- Palantir erbringt keine privaten Sicherheitsdienstleistungen von der Schweiz aus für internationale Kunden.
- Behauptungen über ,die Rolle von Palantir in Gaza’ sind falsch und irreführend. Wie Palantir wiederholt öffentlich klargestellt hat, hat das Unternehmen keine Verbindung zu Systemen wie ,Lavender’, ,The Gospel’ und ,Where’s Daddy?’ , die angeblich von den israelischen Streitkräften zur Entscheidungsunterstützung und Zielerfassung in Gaza eingesetzt werden.
- Die Software von Palantir wurde ausdrücklich entwickelt, um Kunden im Umgang mit Daten dabei zu helfen, Grundrechte zu schützen und das Völkerrecht zu achten.
Der Artikel behauptet weiter, dass ,welche Bedingungen von Palantir die Schweizer Standortförderer genau erfüllt haben, ist noch ein Geheimnis’. Diese Aussage unterstellt ein Fehlverhalten. Die Vertraulichkeit rechtmässiger Geschäftsverhandlungen rechtfertigt jedoch keine Unterstellungen von Fehlverhalten.
Schliesslich heisst es in dem Artikel, dass Palantir ,nicht irgendein beliebiges Unternehmen ist’, sondern eines, ,dessen Software gegen die Zivilbevölkerung eingesetzt werde’.
Diese unqualifizierte Behauptung ist irreführend. Die Verwendung von Software für rechtmässige Strafverfolgungszwecke kann nicht vernünftigerweise als „gegen die Zivilbevölkerung gerichtet” charakterisiert werden. Die Software von Palantir wurde entwickelt, um Behörden bei der Erfüllung ihrer gesetzlichen Aufgaben zu unterstützen, nicht um rechtswidrige Aktivitäten zu ermöglichen.
Palantir Technologies Inc. und Palantir Technologies Switzerland GmbH”
Response to the Zürich Commercial Court’s Ruling on Palantir’s Right of Reply

This week, the Zürich Commercial Court issued a ruling in relation to Palantir’s petition to exercise its right of reply under the Swiss Civil Code. While the Court’s decision confirms the legitimacy of our request, we regret that several points addressed in our original counterstatement were not included. Nonetheless, we respect the Court’s authority in resolving this matter and look forward to Republik publishing our counterstatement.
Background
On December 8 and 9, 2025, Republik published a set of articles about Palantir and its business presence in Switzerland.
In our view, both articles presented speculative, misleading, or outright false narratives and specific claims of “fact” that we believe misrepresented our business, products, and organizational activities in the Swiss marketplace. We challenged the narrative of the first article in an earlier post.
Concerned by what we believed were demonstrably erroneous claims about Palantir, on December 29, 2025, we directly submitted to the editor of the Republik right of reply requests, calling on the publication to simply fulfill its formal obligation under Swiss law (Article 28g of the Swiss Civil Code) and post counterstatements to each article.
Republik rejected our request, citing illegitimate procedural challenges.
Puzzled by Republik’s obstinance in meeting the requirements of Swiss law, on January 19, 2026, we filed with the Zürich Cantonal court a request to adjudicate the claim and sought only the remedy of requiring Republik to publish our right of reply alongside the original article. This week’s judgement from the Zürich Commercial Court is the culmination of that process.
Palantir’s Position
Palantir fully respects freedom of the press and the essential role of independent media in public debate. We support the right of the media to challenge Palantir and our work. Palantir has never pursued a course of action directed at undermining the freedom of the press. In the dispute with Republik, we sought no interim measures, we requested no removal of content, and we claimed no damages. Our position is simply to assert that democratic society needs responsible journalism and responsible journalism has a duty to report on Palantir — as with any other organization or issue — with accurate information.
In fact, we opened the door to Republik’s reporters and welcomed them for an earnest conversation. By their own admission, we held up our side of the bargain. Republik itself reported in their second article that “[t]he roughly hour-long conversation proceeds surprisingly openly, with Palantir executives addressing all points of criticism.” We expect Republik to at least hold up theirs by faithfully reporting facts.
Palantir has sought only the publication of a concise and proportionate right of reply to correct material inaccuracies alongside the original article. This right, under Article 28g of the Swiss Civil Code, is not some exotic legal loophole. It is instead a routinely exercised practice in Swiss media and public discourse, which the Swiss Federal Supreme Court has consistently recognized as a corrective instrument designed to provide the public with balanced information. Rather than sanctioning the media, it serves as a tool for balancing journalistic freedoms with the affected person’s or entity’s right to present their version of the facts.
Palantir has pursued a balanced approach to this matter through proper legal channels to ensure accurate information is available to the public — nothing more. Swiss law provides clear mechanisms for responding to false claims, and we have simply exercised those rights. Our goal has always been straightforward: to have our counterstatements heard alongside Republik’s reporting, so that readers can evaluate both perspectives and draw their own conclusions. Characterizations of this process as an attempt to suppress public debate or as a “Strategic Lawsuit Against Public Participation (SLAPP)” misread both our intentions and our actions.
As a software company that provides data operations and AI infrastructure platforms as well as related operational and maintenance support services to organizations across the public, private, and non-profit sectors, Palantir is proud of our longstanding presence in Switzerland, our integration with Swiss cultural values and its innovative technology scene, and our deep and valued partnerships with several major Swiss corporations. Through our office presence in Zürich, we look forward to continued engagement with our local customers and the community alike.
Palantir’s Right of Reply Counterstatements
Palantir’s requested counterstatements to Republik’s pieces reflect proportionate responses to lengthy articles involving a multitude of misleading assertions. As demonstration of the reasonableness of our right of reply requests, we provide the full text of the original counterstatements here for readers to assess directly.
Right of Reply — “Wie hartnäckig Palantir die Schweiz umwarb”
Right of Reply
On 8 December 2025, Republik published an article entitled “Wie hartnäckig Palantir die Schweiz umwarb” containing factual inaccuracies concerning our organization.
The article claims that Palantir engaged in a “major sales campaign” leading to “nine rejections” by Swiss authorities and that requests for information under the Freedom of Information Act (FoIA) produced “dozen of hits”. In reality, most referenced meetings were open exchanges without concrete proposals and thus nothing to accept or “reject”. The alleged “hits” mainly concerned logistical correspondence relating to nine meetings over seven years.
Contrary to what the article indicates, Palantir never provided a “bid” in the context of a “tender”, which would have been subject to “rejection”. In fact, Palantir’s response was in response to a mere ‘request for information’ from the Swiss Army Forces, and not a formal tender.
The article further states that Palantir provides surveillance solutions to state entities and that its products were used to analyse “phone and flight data, as well as social media profiles” to generate “movement patterns” of migrants. This is incorrect. Palantir neither builds nor operates surveillance systems. In its work with the US Department of Homeland Security (DHS) and Immigration and Customs Enforcement (ICE), the cited data types are not standard sources, and no tracking of “movement patterns of migrants” occurs.
ICE is described as an organization that “attack migrant women”, without any reference to its lawful mandate. In fact, ICE enforces immigration and customs law, comparable to agencies such as Switzerland’s State Secretariat for Migration (SEM).
The article repeatedly labels Palantir a “surveillance company”, alleging use of a “surveillance tool” and implying “mass surveillance”. This falsely suggests illegal public surveillance, customer monitoring, or unlawful data access. Palantir is not a surveillance company. It does not conduct surveillance, provide surveillance services, or sell products for unlawful surveillance. Its products enable customers to work with data to which they have lawful access.
Palantir’s products are also portrayed as “deadly weapons” “providing armies with information that influences decisions to kill”. In reality, defense-related use cases include maintenance, logistics, readiness, and operations. Palantir does not supply data; customers analyse their own data.
Regarding UN Special Rapporteur Francesca Albanese’s report, the article alleges that Palantir supplied technology enabling automated decision-making in war, referencing “Gospel” and “Lavender”, and claims that we “defend” our engagement in Israel. Palantir has no link to these systems and cannot be held responsible for their alleged use. This remains true irrespective of Palantir’s long-term support of Israel’s defense and national security missions, which align with the legitimate right of any democratic state to protect its citizens.
The article depicts Palantir as secretive and unusually close to Swiss officials, citing meetings during a visit by Federal Councillor Ueli Maurer to the USA and at the WEF, and describing a pavilion with “curved wooden walls” “perfect for confidential discussions”. This characterization is misleading. Trade missions routinely meet companies in technology hubs, and at the WEF it is standard practice for participating companies to provide meeting spaces.
It is also alleged that Palantir offered pandemic support to Swiss authorities to enable “contact tracing” through “data analysis tools”. Although Palantir did offer pro bono support for the pandemic, as it did in most countries in which it had employees, contact tracing was not the focus. Its work centred on public health data integration, supply chain tracking and the coordination of health services, including personal protective equipment and ventilators supply.
The article claims that the German Money Laundering Reporting Office deemed Palantir’s anti-money laundering products “too sensitive” and “likely illegal”. In fact, the Office referred to the absence of a legal basis for using such products generally, including “oder jeder anderen Products”, not to any illegality specific to Palantir.
Finally, the article cites a Swiss Army Forces report said to be “clear” in recommending that authorities “consider alternatives” and “forego solutions from Palantir”. This report does not concern a specific Palantir bid and contains no technical or security risk assessment of Palantir. Palantir was not even contacted during the reporting process.
Palantir Technologies Inc. and Palantir Technologies Switzerland GmbH
Right of Reply — Warum Palantir zum Risiko für die Schweiz wird”
“Right of Reply
On 9 December 2025, Republik published an article entitled “Warum Palantir zum Risiko für die Schweiz wird” containing factual inaccuracies concerning our organization.
The article presents Courtney Bowman as “the Swiss media contact” and emphasizes his “official title” as Global Director of Privacy and Civil Liberties Engineering, implying that this title masks a functional role as a “media officer”. This implication is incorrect and diminishes his legitimacy. Mr Bowman represents Palantir’s Privacy and Civil Liberties expertise and attended the meeting precisely because such issues were expected to be central. He is not a media officer.
The article claims that Palantir’s defense software “provides information that influences decisions on killing”. This is incorrect. In its work with defense agencies, Palantir’s software is used to organize and analyze data already lawfully held by the military. It does not “provide information” in the sense suggested, nor does it generate or recommend lethal decisions.
The article states that, for the police, the software is used “as a surveillance tool”. Palantir is not a surveillance company. It does not conduct surveillance, provide surveillance services, or sell software to enable unlawful surveillance. The software allows customers to interact with data to which they already have lawful access, with controls designed to minimize risks to privacy and civil liberties.
It is further claimed that “the software scours all data silos like a vacuum cleaner, creating profiles, patterns, and analyses”. This is false. The software does not indiscriminately “scour all data”. It is used to integrate and analyze existing, lawfully accessible datasets in accordance with applicable handling requirements, access controls, and governance rules.
The article alleges that Palantir admitted that it needed to “realign” its “communication strategy” due to “pressure” affecting its business. In reality, Palantir stated that while it has long engaged on transparency issues, further efforts can be made, including constructive engagement with journalists who may be skeptical of the company.
Palantir is described as “very secretive”. This characterization is misleading. Palantir is no more secretive than comparable software companies. Public records contain extensive information on the company, its operations, products, and FAQs.
Palantir also met Republik’s reporters, answered their questions, and engaged in what the article itself calls a “surprisingly open” conversation. Nonetheless, few of Palantir’s substantive responses were reflected. This is particularly surprising in relation to key topics such as how the company reinforced foundational concerns regarding data protection, security, and customer sovereignty through technical, procedural, and contractual measures, and the reasons why Palantir is not the data or surveillance company it is sometimes portrayed as in the public domain.
Conversely, the article attributes comments to Palantir on topics not discussed during the interview, such as the Swiss Army Forces report, which Palantir had not read and therefore could not comment on.
The article also claims that Palantir has signed a 10-year, USD 10 billion contract with the US military. This is inaccurate. The framework agreement provides for the potential of up to USD 10 billion in contracted work and guarantees no such amount. It consolidates approximately 75 separate contracts into a single enterprise agreement.
The article questions work conducted from Palantir’s Swiss office regarding a “potential contribution” to Israel’s military operations in Gaza. This is false. The limited development work performed in Switzerland relates exclusively to Palantir’s commercial product “Foundry”. Palantir develops and exports no defense capabilities from its Swiss office. The Alex Karp quote cited in the article concerns Gotham platform capabilities, none of which are developed or administered from Switzerland.
The article states that “Foundry” was originally developed for the US for “counterinsurgency” operations in Afghanistan and Iraq. This is incorrect. As has been publicly reported, “Foundry” was developed as a general-purpose product originally for Palantir’s commercial clients, including in the energy, transportation, health, and pharmaceutical sectors.
The article asserts that “Palantir’s role in Gaza” has triggered action by Swiss federal authorities under the Federal Act on Private Security Services provided Abroad, suggesting that “logistical support, such as the setup and maintenance of IT infrastructure, also falls under this mercenary law”. The facts are as follows: 1. Palantir provides no private security services from Switzerland to international customers. 2. Claims regarding “Palantir’s role in Gaza” are false and misleading : As Palantir has repeatedly publicly clarified, it has no connection to systems such as “Lavender”, “The Gospel”, and “Where’s Daddy” allegedly used by the Israeli Defence Forces for decision support and targeting workflows in Gaza. 3. Palantir’s software is expressly designed to help customers mitigate risks to fundamental rights and better align with International Humanitarian Law.
The article further claims that “exactly what conditions Palantir met with the Swiss location promoters remains a secret”. This statement presumes wrongdoing. Confidentiality in lawful business discussions does not justify insinuations of malfeasance.
Finally, the article states that Palantir “is not just a company” but one “whose software is used against civilian population”.
This unqualified assertion is misleading. Using software for lawful law-enforcement purposes cannot reasonably be characterized as being “against civilian population”. Palantir’s software is designed to support authorities in carrying out their legal duties, not unlawful activities.
Palantir Technologies Inc. and Palantir Technologies Switzerland GmbH
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