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ETF vs. Einzelaktien- Was ist für wen sinnvoll?

Viele junge Menschen merken, dass sie sich frühzeitig um ihre Altersvorsorge kümmern müssen. Eine bewährte Möglichkeit ist der Kauf von…

Jonas · 2026-01-04 19:02 · 0 claps · 2.3 min read
#aktienmarkt #etf-investing
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Wiki topics: INV · Investing & Markets

ETF vs. Einzelaktien- Was ist für wen sinnvoll?

Viele junge Menschen merken, dass sie sich frühzeitig um ihre Altersvorsorge kümmern müssen. Eine bewährte Möglichkeit ist der Kauf von Aktien. Doch dabei stellt sich schnell die Frage: Soll man auf Einzelaktien setzen oder lieber in ETFs investieren?

Was genau sind Aktien und ETFs?

Aktien sind per Definition “Wertpapiere, die einen Anteil am Grundkapital eines börsengelisteten Unternehmens, also einer Aktiengesellschaft, verbriefen.”, das heißt also, wer Aktien kauft ist Miteigentümer eines Unternehmens und erhält bestimmte Rechte, wie beispielsweise das Stimmrecht auf einer jährlichen Hauptversammlung.

Ein Exchange Traded Fund ist per Definition “ein börsengehandelter Fonds, der einen Index wie den DAX oder S&P 500 abbildet. Er wird passiv verwaltet, kostet wenig und kann wie eine Aktie jederzeit an der Börse gehandelt werden.”, das heißt man kann mit niedrigem Kapital in eine große Anzahl an Unternehmen investieren, welche in einem Fond zusammen gelistet sind.

Welche Vor- und Nachteile bringen die beiden Investitionsmöglichkeiten mit sich?

Bei Aktien liegt eine Chance auf hohe Renditen vor. Durch Erfolge eines Unternehmens können große Gewinne von den Aktionären erwirtschaftet werden. Gleichzeitig steigt jedoch das Risiko: Entwickelt sich ein Unternehmen schlecht, kann es das ganze Investment stark belasten. Durch geringe Diversifikation (= Verteilung des Geldes) kann ein einzelnes schlecht abschneidendes Unternehmen negative Auswirkungen auf das gesamte Portfolio haben. Zudem ist der Aufwand, welcher Betrieben werden muss, um ein gutes Unternehmen zu identifizieren, enorm, da hierfür stundenlange Recherche und großes Wissen über den Aktienmarkt erforderlich sind.

ETFs hingegen erzielen die Rendite des Gesamtmarktes, da sie versuchen diesen so gut wie möglich abzubilden. Dies gelingt aber nur den wenigsten Investoren, selbst die besten der Welt schaffen es oft nicht, den Markt zu schlagen. Gleichwohl sinkt durch die breite Diversifizierung in den Aktienmarkt das Risiko starker Verluste einzelner Positionen erheblich. Ein weiterer Vorteil ist die Einfachheit, welche ETFs mitbringen. Man muss keine einzelnen Unternehmen analysieren und hat dadurch deutlich weniger Arbeit. Aber man hat hier im Vergleich zum Aktienbesitz kein Stimmrecht auf einer Mitgliederversammlung, da dieses bei deinem Fondsanbieter liegt.

Hierfür ein fiktives Beispiel, der die Vor- und Nachtteile der Diversifikation aufzeigt:

Dieses Beispiel verdeutlicht, dass ETFs das enorme Risiko auf Minusgeschäfte verringern, aber auch dafür sorgen, dass die Rendite nicht maximal wächst.

Wichtig für den Anleger sind aber auch die Kosten der beiden Anlageformen.

Bei jedem Kauf sowie Verkauf einer Aktie fallen normalerweise sogenannte Order- bzw. Brokergebühren an. Diese sind entweder ein festgelegter Betrag oder eine prozentuale Gebühr. Eine weitere versteckte Ausgabe ist der Spread. Dieser ist die Differenz zwischen dem niedrigsten Verkaufspreis und dem höchsten Kaufpreis der Anleger. Der Spread wird von den “Market-Makern” (= Finanzhändler, beispielsweise Trade Republic) verändert, da sie Aktien zu einem etwas höherem Preis anbieten, als der Anleger die Aktie verkaufen will, um selbst davon zu profitieren.

Die hauptsächlichen ETF-Kosten, die ein Anleger trägt, ist die Total Expense Ratio (TER), welche die laufenden Kosten abdeckt. Aber auch hier kommen eventuell Ordergebühren oder der Spread hinzu. Zudem ist es wichtig zu wissen, ob die Dividenden der Unternehmen, die im ETF gelistet sind, wie bei Einzelaktien auf das Konto ausgezahlt werden (“Ausschüttender ETF”) oder direkt wieder in den ETF reinvestiert werden (“Thesaurierender ETF”).

Alles in allem haben Aktien sowie auch ETFs ihre Daseinsberechtigung. Für Einsteiger mit wenig Zeit, begrenztem Fachwissen und langfristigem Anlagehorizont sind ETFs jedoch meist die sinnvollere Wahl, um kostengünstig und breit diversifiziert Vermögen aufzubauen.


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