Wie wir Frauen unsere Beziehungen ruinieren
Ich sehe in meinem Umfeld viele Trennungen. Ich frage mich also: Wie kann eine Beziehung gelingen? Woran scheitern moderne Paarbeziehungen…
Wie wir Frauen unsere Beziehungen ruinieren

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Ich sehe in meinem Umfeld viele Trennungen. Ich frage mich also: Wie kann eine Beziehung gelingen? Woran scheitern moderne Paarbeziehungen? Warum gibt es keine und kann es keine Gleichberechtigung in einer Partnerschaft zwischen Mann und Frau geben?
Machen wir mal ein Gedankenexperiment. In einer romantischen Paarbeziehung teilen zwei Menschen ihr Leben miteinander. Sie sprechen miteinander, sie sehen im anderen so etwas wie den besten Freund und einen Partner in Crime. Sie lieben einander, gründen eine Familie und werden gemeinsam alt. So viel zu den Idealvorstellungen, die im meinem Kopf und sicher auch in den Köpfen anderer existieren und die unser Handeln und unsere Wahrnehmung maßgeblich beeinflussen. Den üblichen Sermon über alle idealbildenden romantischen Komödien und Disneyprinzessinnen spare ich mir an dieser Stelle, das wurde bereits abgearbeitet und ist im Denken verankert, da kommen wir nicht mehr raus (und wollen es vielleicht auch gar nicht). Zu verlockend ist der Traum vom gemeinsamen Glück.
Ich erlebe dagegen gerade, dass sich Menschen öfter trennen und einen neuen Partner oder Partnerin suchen. Paarbeziehungen können kompliziert und zermürbend sein. Ich erlebe, dass Menschen bis zur Selbstaufgabe an Paarbeziehungen festhalten und andere sich aufgrund von scheinbaren Kleinigkeiten trennen. “Eine Beziehung zu führen ist Schwerstarbeit”, dieser Satz, den einmal eine Freundin zu mir sagte, hat mein Denken stark geprägt. Sie hatte seit vielen Jahren eine Beziehung mit ihrem Freund und auch heute sind beide noch zusammen und ziehen ihre gemeinsamen Kinder groß. ich habe die beiden stets als gleichberechtigt und harmonisch erlebt. Umso mehr wunderte mich dieser nebenbei hingeworfene Satz. Ich hatte zu dieser Zeit keine Beziehung und wünschte mir sehnlich einen Partner. In meiner Wahrnehmung war das Glück in einer Paarbeziehung sozusagen inklusive und nichts, woran man jeden Tag arbeiten muss. Das passt in meinen Augen sowieso nicht zusammen: Arbeit und Liebe.
Hier lohnt sich also ein kritischer Blick. Das Leben zu zweit ist keineswegs einfacher als das Leben allein. Absprachen und Kommunikation sind bei jeder Entscheidung notwendig. Terminpläne müssen koordiniert werden. Viele Menschen haben “Special Effects”, die man erst nach dem Einzug in ein gemeinsames Zuhause “entdeckt”. Und insofern hatte meine Freundin durchaus Recht. Das kann aber kaum der Grund für die vielen (schnellen) Trennungen sein, das war wohl schon immer so.
Ich glaube, es ist vielmehr die Schuld der Frauen, dass viele Paarbeziehungen scheitern.
Frauen sind in aller Regel mehr oder weniger allein für die Erziehung der Kinder verantwortlich. Das mag veraltet, sexistisch und unwahr klingen, ist aber in meinem Umfeld Realität. Viele Menschen sagen auf diesen Satz dann Sachen wie: “Die Männer beteiligen sich heute auch an der Erziehung!”. Heute kümmern sich auch die Väter mal um die Kinder!” Allein, dass das so gesagt wird, zeigt, dass Väter nicht den gleichen Teil zur Kinderbetreuung beitragen, wie die Mütter. Das “Gleichverantwortung” nicht die Regel, eine Selbstverständlichkeit ist, sondern die Ausnahme. Die Hauptlast der Kinderverantwortung tragen meistens die Mütter.
Frauen übernehmen auch die Verantwortung für die gemeinsame Wohnung, egal ob Villa oder piefige Zwei-Zimmer-Wohnung im Banlieue einer Großstadt. Sie planen den Alltag, regeln die Aufgaben und verteilen oder delegieren sie ggf., weil sie ja in der Regel auch arbeiten wollen oder müssen, an den Mann oder die älteren Kinder. Die Erledigung der Aufgaben muss sie aber kontrollieren, denn die Organisation obliegt (allein) ihr. Frauen wollen das so? Frauen können nichts abgeben, ihr Anspruch ist zu hoch? Nein. Sie sind konfrontiert mit Partnern, die nicht in der Lage sind einen Haushalt zu führen, ein gemeinsames Leben, am besten noch mit Kindern, zu organisieren. Sie wissen gar nicht, was zu tun ist, noch wissen sie, wie es zu tun ist. Aber auch hier beißt sich die Katze in den Schwanz, denn wir Frauen haben diese Männer erzogen und sie als Jungen vor dem Unbill der Hausarbeit geschützt, während wir den Töchtern mit neun die Klobürste in die Hand drücken. Kann der Junge mit fünfzehn kein Hemd bügeln, ist das ja klar und irgendwie nachvollziehbar. Kann es ein Mädchen nicht, ist es ein Zeichen für die mangelnde Erziehung der Kinder heutzutage.
Bitte entschuldigt meine teilweise krassen Verallgemeinerungen, ich nehme ausdrücklich alle Männer aus, die gleichwertig mit ihrer Partnerin den Haushalt organisieren, die eine Schwimmbadtasche für drei Kinder packen können, deren Geburtstag wissen und samstags die Klobürste kompetent und aus eigenem Antrieb benutzen. Ihr seid nicht gemeint! Auch nicht gemeint sind die Frauen, die ihren Söhnen mit neun erklären, wie man den Müll trennt, rausbringt und wann die Tonnen rausmüssen und es dann auch noch ohne vorherige Ansage von ihnen erwarten.
Es ist eben nur nicht, was ich im Alltag erlebe. Ich erlebe Paare, in denen die Frau die Mutter der gemeinsamen Kinder ist und zu einer Mutterfigur für den Partner mutiert. Sie sorgt für seine Kleider, seine Nahrung, sein schönes Zuhause. Sie sagt ihm, was er tun soll und löst seine Probleme. Während er im Job kompetent Projekte managt, einen Hochschulabschluss hat, kurz, intelligent genug für komplexe Problemlösung ist. Sie hilft ihm natürlich nicht direkt, sie tut es subtil, um ihn in seiner Männlichkeit nicht zu erschüttern, denn er ist der Familienvater und ihr Anspruch ist es, nach außen eine moderne, gleichberechtigte Partnerschaft zu präsentieren.
So zerbricht die Beziehung an zwei Fehlern, die Frauen machen: erstens, sie machen aus ihren Partnern Söhne (mit dem Sohn will man nicht ins Bett); zweitens, sie verklären ihre Partnerschaft, damit sie modernen Ansprüchen genügt und verleugnen so die existierenden Probleme, was eine katastrophale emotionale und physische Belastung für sie bedeutet.
So zerstören wir Frauen die Bindung und die Beziehung zu unserem Partner sukzessive. Denn, und auch das ist meine Wahrnehmung, Frauen halten nicht mehr bedingungslos aus. Wird es zu viel, machen sie sich frei. Sie trennen sich und verlassen die unromantische Beziehung. Immerhin haben sie eine prima Ausbildung, sind materiell unabhängig und durch das lange Leiden abgehärtet gegen den Unbill des Lebens. Sie packen die Kinder ein (sie können sie ja kompetent versorgen) fangen neu an und regeln auch das. Die Männer sitzen währenddessen zu Hause und fragen sich, wie das alles kommen konnte…
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- 2026-06-27 08:54:08