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Die Roboter-Krieger

Nach den Ideen von Florian Gloger, geschrieben und editiert von Boris Gloger

Boris Gloger · 2025-12-20 08:53 · 0 claps · 17.7 min read
#kindergeschichte #roboter #kinder
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Die Roboter-Krieger

Nach den Ideen von Florian Gloger, geschrieben und editiert von Boris Gloger

Kapitel 1: Die große Schlacht

Die Sonne ging auf über dem Planeten Ferro. Aber sie war kaum zu sehen. Zu viel Staub war in der Luft.

B3PO stand auf einem hohen Hügel. Er war der Chef der Roboter-Armee. Sein Körper glänzte silbern. An seinen Armen hatte er zwei Laserkanonen. Auf seinem Rücken war noch eine. Die größte von allen.

„Heute ist der Tag”, sagte B3PO. Seine Stimme klang wie Donner.

Hinter ihm standen tausend Roboter. Sie waren bereit. Jeder von ihnen trug einen Staubsauger. Die neue Geheimwaffe.

Neben B3PO stand sein bester Freund. Er hieß ROTOX. Rotox war größer als die anderen Roboter. Auf seinem Rücken waren riesige Rotorblätter. Wie bei einem Hubschrauber.

„Meine Flieger sind bereit”, sagte Rotox. Er zeigte nach oben.

Am Himmel schwebten zwanzig Roboter. Sie hatten sich schon verwandelt. Zwanzig silberne Hubschrauber. Ihre Rotoren drehten sich schnell. WUMM WUMM WUMM!

Unter jedem Hubschrauber hing ein Netz. Ein besonderes Netz. Es konnte Blitze schießen.

„Die Glibbermonster werden sich wundern”, sagte Rotox. Er grinste. Zumindest so gut ein Roboter grinsen kann.

Auf der anderen Seite des Schlachtfelds warteten die Feinde. Die Staubmonster. Sie sahen aus wie große graue Wolken mit Augen. Neben ihnen standen die Glibbermonster. Die waren grün und klebrig.

„Bald gehört dieser Planet uns!”, rief der König der Staubmonster. Er war riesig. So groß wie ein Haus. „Wir werden alles einstauben!”

Die Staubmonster lachten. Es klang wie ein Sandsturm.

Die Glibbermonster sagten nichts. Sie machten nur: GLUBBER GLUBBER GLUBBER. Das war ihre Sprache.

B3PO schaute zu seinen Robotern. „Seit tausend Jahren kämpfen wir”, sagte er. „Unsere Großväter haben gekämpft. Und deren Großväter auch. Aber heute wird alles anders.”

Er hielt seinen Staubsauger hoch. „Damit werden wir sie besiegen!”

Die Roboter jubelten. Ihre Motoren brummten laut.

Dann passierte es. B3POs Körper begann sich zu verändern. Seine Beine wurden zu Ketten. Sein Körper wurde breit und flach. Die Kanone auf seinem Rücken drehte sich nach vorne.

KLACK! KLIRR! RATSCH!

Wo eben noch ein Roboter stand, war jetzt ein Panzer. Ein großer, silberner Panzer.

„Roboter!”, rief B3PO. „Verwandelt euch!”

Überall auf dem Hügel veränderten sich die Roboter. Manche wurden zu Autos. Andere zu Motorrädern. Rotox sprang in die Luft. Seine Arme wurden zu Kufen. Sein Kopf verschwand im Körper. Die Rotorblätter begannen sich zu drehen.

WUMM WUMM WUMM!

Jetzt war auch er ein Hubschrauber. Der größte von allen.

Der König der Staubmonster sah das. Er lachte nicht mehr. „Was ist das?”, fragte er. „Was machen die da?”

Ein kleines Glibbermonster zitterte. „Die haben Staubsauger”, flüsterte es. „Und Netze. Das ist nicht gut für uns.”

Der Staubkönig knurrte. „Angriff!”, brüllte er. „Bevor sie uns einsaugen!”

Die Monster rannten los. Eine graue Welle aus Staub und Glibber.

B3PO rollte vorwärts. Seine Ketten ratterten. „Für den Planeten Ferro!”, rief er.

Rotox flog über ihn hinweg. „Die Glibbermonster gehören uns!”, rief er.

Die Schlacht hatte begonnen.

Kapitel 2: Blitze am Himmel

Die Glibbermonster rannten über das Feld. GLUBBER GLUBBER GLUBBER! Sie waren schnell. Viel schneller als die Staubmonster.

Ihr grüner Schleim spritzte überall hin. Wohin sie traten, blieb alles kleben. Gras. Steine. Sogar kleine Käfer.

„Sie kommen!”, rief ein Roboter. „Die Glibber kommen!”

Aber Rotox hatte keine Angst. Er flog hoch über dem Schlachtfeld. Seine Rotoren drehten sich so schnell. Man konnte sie kaum sehen.

„Hubschrauber-Staffel!”, rief Rotox. „Formation Adler!”

Die zwanzig Hubschrauber flogen zusammen. Sie bildeten ein großes V am Himmel. Wie fliegende Gänse. Nur aus Metall.

Das größte Glibbermonster schaute nach oben. Es war so groß wie ein Auto. Und so grün wie ein Frosch. Aber viel, viel ekliger.

„Was wollen die da oben?”, glubste es. „Die können uns nichts tun!”

Es lachte. GLUBBER HA HA HA!

Aber es lachte zu früh.

„Netze bereit?”, rief Rotox.

„Bereit!”, antworteten die Hubschrauber.

„Dann los! FEUER!”

Zwanzig Netze flogen durch die Luft. Sie glitzerten silbern. Sie segelten nach unten. Direkt auf die Glibbermonster zu.

FLATSCH!

Das erste Netz traf das große Glibbermonster. Es wickelte sich um den grünen Körper. Das Monster konnte sich nicht bewegen.

„Hey!”, rief es. „Lass mich los! Das kitzelt!”

Aber dann passierte etwas. Das Netz begann zu leuchten. Erst blau. Dann weiß. Dann ganz hell.

BZZZZZZZ!

Blitze zuckten durch das Netz. Elektrische Blitze. Sie tanzten über den grünen Körper.

„AAAAAH!”, schrie das Glibbermonster. „Das kribbelt! Das kribbelt so sehr!”

Und dann. Ganz plötzlich. War das Monster weg.

Kein grüner Glibber mehr. Kein Monster mehr. Nur noch eine große Pfütze. Eine Pfütze aus klarem Wasser.

PLATSCH!

Die anderen Glibbermonster blieben stehen. Sie starrten auf die Pfütze.

„Gustav?”, fragte eines. „Bist du das?”

Aber Gustav antwortete nicht. Gustav war jetzt Wasser.

„Es funktioniert!”, rief Rotox. „Die Netze funktionieren! Weiter so!”

Die Hubschrauber warfen mehr Netze. FLATSCH! FLATSCH! FLATSCH! Überall blitzte es. BZZZ! BZZZ! BZZZ! Und überall entstanden Pfützen. PLATSCH! PLATSCH! PLATSCH!

Die Glibbermonster rannten weg. So schnell sie konnten. GLUBBER GLUBBER GLUBBER! Aber jetzt klang es nicht mehr böse. Es klang nach Angst.

Der König der Staubmonster sah das. Er wurde wütend. So wütend. Sein Staub wirbelte um ihn herum.

„Die Glibber sind nutzlos!”, schrie er. „Dann mache ich es eben selbst!”

Er holte tief Luft. Und dann blies er.

Ein Sturm aus Staub fegte über das Feld. Grauer, dichter Staub. Er flog direkt auf die Roboter zu.

B3PO hielt seinen Staubsauger hoch. „Jetzt sind wir dran!”, rief er. „Staubsauger an!”

Tausend Staubsauger begannen zu brummen. WRRRRRRRR!

Die Schlacht ging weiter.

Kapitel 3: Die Schlamm-Falle

Die Glibbermonster rannten weg. So schnell sie konnten. GLUBBER GLUBBER GLUBBER!

Die Staubmonster folgten ihnen. Sie zogen sich zurück. Hinter die großen Felsen. Hinter die grauen Berge.

Bald war kein Monster mehr zu sehen.

Die Roboter jubelten. „Wir haben gewonnen!”, rief einer. „Die Monster sind weg!”, rief ein anderer.

Rotox landete neben B3PO. Seine Rotoren wurden langsamer. WUMM… WUMM… WUMM…

Er verwandelte sich zurück. Aus dem Hubschrauber wurde wieder ein Roboter.

„Das war einfach!”, sagte Rotox. Er klopfte sich auf die Brust. „Die hatten keine Chance!”

Auch B3PO verwandelte sich zurück. Aus dem Panzer wurde wieder der Anführer. Er schaute über das Schlachtfeld. Überall waren Pfützen. Das war früher Glibber.

„Hmm”, machte B3PO. Er rieb sich das Kinn. „Das war zu einfach.”

Aber die anderen Roboter hörten nicht. Sie feierten zu laut.

Hinter den grauen Bergen warteten die Monster. Der König der Staubmonster war wütend. Sehr wütend. Sein Staub wirbelte wild um ihn herum.

„Diese dummen Roboter!”, knurrte er. „Mit ihren dummen Netzen! Und ihren dummen Staubsaugern!”

Ein kleines Staubmonster kam näher. Es zitterte. „Ähm, Chef?”, fragte es leise. „Ich habe eine Idee.”

Der König schaute nach unten. „Was willst du?”

Das kleine Staubmonster zeigte auf die Pfützen. „Das Wasser”, sagte es. „Das war früher Glibber. Wenn wir Staub dazu mischen…”

Der König verstand. Seine Augen wurden groß. „Dann wird es zu SCHLAMM!”, rief er.

Er begann zu lachen. Ein böses, staubiges Lachen. „Das ist die beste Idee! Schlamm! Die Roboter werden stecken bleiben!”

Die Roboter feierten immer noch. Sie merkten nichts.

Plötzlich wurde es dunkel. Ganz dunkel. Die Sonne verschwand.

„Was ist das?”, fragte ein Roboter.

Eine riesige Staubwolke kam über die Berge. Sie war grau und dick. Sie war überall.

WUUUUSCH!

Der Staub flog in die Augen der Roboter. In ihre Ohren. In ihre Motoren.

„Ich kann nichts sehen!”, rief Rotox. Er versuchte zu fliegen. Aber seine Rotoren drehten sich nicht richtig. Zu viel Staub war drin.

Die anderen Hubschrauber hatten das gleiche Problem. Sie konnten nicht starten. Sie konnten nicht fliegen. Sie konnten nicht helfen.

„Staubsauger an!”, befahl B3PO. „Saugt den Staub weg!”

Die Roboter gehorchten. Tausend Staubsauger begannen zu brummen. WRRRRRRR!

Der Staub flog in die Staubsauger. Es funktionierte! Die Luft wurde klarer.

„Ja!”, rief B3PO. „Es funktioniert!”

Aber dann. Aus dem Staub kamen Schatten. Grüne Schatten. GLUBBER GLUBBER GLUBBER!

Die Glibbermonster waren zurück! Nicht alle waren zu Wasser geworden. Viele hatten sich versteckt.

Sie rannten auf die Roboter zu. Aber sie griffen nicht an. Sie taten etwas anderes.

Sie sprangen in die Staubsauger!

SCHLÜRP! GLUBBER! PFROPF!

„Nein!”, schrie ein Roboter. „Mein Staubsauger!”

Sein Staubsauger machte ein komisches Geräusch. WRRRR… KRCHH… STCK!

Dann war er still. Der grüne Glibber hatte ihn verstopft.

Überall passierte das Gleiche. SCHLÜRP! PFROPF! STCK! Die Staubsauger verstopften. Einer nach dem anderen.

B3PO schaute sich um. Der Staub wurde wieder dichter. Die Staubsauger funktionierten nicht mehr. Die Hubschrauber konnten nicht fliegen.

„Verwandelt euch!”, rief er. „Panzer! Wir müssen hier weg!”

B3PO verwandelte sich. KLACK! KLIRR! RATSCH! Er war wieder ein Panzer.

Er wollte losfahren. Aber seine Ketten drehten sich nicht. Sie steckten fest.

„Was ist das?”, fragte B3PO.

Er schaute nach unten. Da war kein fester Boden mehr. Da war Schlamm. Brauner, klebriger Schlamm.

Die Monster hatten den Staub mit dem Wasser gemischt. Mit dem Wasser von den besiegten Glibbern. Jetzt war überall Schlamm.

„Ich stecke fest!”, rief ein Roboter. „Ich auch!”, rief ein anderer. „Hilfe!”

Die Panzer steckten im Schlamm. Die Autos steckten im Schlamm. Die Motorräder steckten im Schlamm. Alle steckten fest.

Der König der Staubmonster lachte. Er schwebte über dem Schlachtfeld. „Jetzt habe ich euch!”, rief er. „Ihr könnt euch nicht bewegen! Und bald seid ihr ganz eingestaubt!”

Er blies noch mehr Staub. Der Staub legte sich auf die Roboter. Auf ihre Arme. Auf ihre Beine. Auf ihre Köpfe.

Die Roboter wurden langsamer. Ihre Motoren brummten leiser. Der Staub kam überall rein.

B3PO versuchte sich zu bewegen. Aber er konnte nicht. Der Schlamm hielt ihn fest. Der Staub machte ihn müde.

„Nein”, flüsterte er. „Das kann nicht sein. Wir können nicht verlieren.”

Rotox stand neben ihm. Auch er steckte fest. Auch er war voller Staub.

„B3PO”, sagte er leise. „Was machen wir jetzt?”

B3PO antwortete nicht. Er wusste es nicht.

Der König der Staubmonster lachte immer lauter. Die Glibbermonster tanzten im Schlamm. GLUBBER GLUBBER GLUBBER!

Es sah nicht gut aus. Es sah gar nicht gut aus.

Kapitel 4: Hilfe aus den Wolken

Der Staub wurde immer dichter. Die Roboter steckten im Schlamm. Sie konnten sich nicht bewegen.

Der König der Staubmonster lachte. „Gebt auf!”, rief er. „Ihr habt verloren!”

B3PO schloss die Augen. War das wirklich das Ende?

— -

Da hörte er eine kleine Stimme. „Ähm… Entschuldigung?”

B3PO öffnete die Augen. Vor ihm stand ein kleiner Roboter. Er war winzig. Nicht größer als ein Hund. Er hatte einen lila Umhang. Und einen spitzen Hut mit Sternen.

„Wer bist du?”, fragte B3PO.

„Ich bin ZAPP”, sagte der kleine Roboter. „Ich bin ein Zauberroboter.”

B3PO kannte ihn nicht. Er hatte ihn noch nie gesehen. Alle hatten immer nur auf Rotox geschaut. Auf die großen Hubschrauber. Auf die starken Panzer.

Niemand hatte den kleinen Zapp bemerkt.

„Ich kann etwas”, sagte Zapp leise. „Etwas Besonderes.”

„Was denn?”, fragte B3PO.

Zapp schaute nach oben. „Ich kann Regen machen.”

Rotox lachte. „Regen? Was soll das helfen?”

Aber B3PO verstand. „Regen!”, rief er. „Regen wäscht den Staub weg! Tu es, Zapp! Mach Regen!”

— -

Der kleine Zauberroboter nickte. Er hob seine Arme. Seine Augen begannen zu leuchten. Lila und blau.

Er sprach seltsame Worte. „AQUA CLOUDA RAINIBUS!”

Sein Körper begann zu summen. Funken flogen aus seinen Fingern. Sie flogen nach oben. Hoch in den Himmel. Durch den Staub hindurch.

— -

Der König der Staubmonster schaute nach oben. „Was macht der da?”, fragte er.

Dann sah er es. Wolken. Dicke, graue Wolken. Aber nicht aus Staub. Aus Wasser.

PLITSCH!

Ein Tropfen fiel.

PLATSCH!

Noch einer.

Und dann. RAUSCH!

Es regnete. Es goss. Es schüttete. So viel Wasser kam vom Himmel.

— -

Der Regen fiel auf die Roboter. Er wusch den Staub ab. Von ihren Armen. Von ihren Beinen. Von ihren Köpfen.

„Ich kann mich bewegen!”, rief ein Roboter. „Meine Motoren laufen wieder!”, rief ein anderer.

Der Regen fiel auch auf den Staubkönig. „NEIN!”, schrie er. „Ich hasse Wasser! Das macht mich schwer!”

Sein Staub wurde nass. Er wurde zu Matsch. Er konnte nicht mehr schweben. Er fiel auf den Boden. PLATSCH!

— -

Aber die Roboter steckten noch im Schlamm. Der Regen allein reichte nicht.

„Wir brauchen mehr Hilfe”, sagte B3PO.

Da hörte er ein Geräusch. Es kam von oben. Durch die Regenwolken.

WUMMMM! WUMMMM! WUMMMM!

„Was ist das?”, fragte Rotox.

Alle schauten nach oben. Durch den Regen kamen Lichter. Viele Lichter. Hundert Lichter. Tausend Lichter!

— -

Es waren Raumschiffe! Große, silberne Raumschiffe! Sie kamen aus dem Weltall. Vom Planeten Mechanos.

„Das sind unsere Freunde!”, rief B3PO. „Die Roboter von Mechanos!”

Die Raumschiffe öffneten ihre Luken. Seile fielen herunter. Lange, starke Seile.

Und dann kamen sie. Roboter! Hunderte von Robotern! Sie seilten sich ab. Einer nach dem anderen.

ZIP! ZIP! ZIP!

Sie landeten auf dem Schlachtfeld. Aber sie blieben nicht lange Roboter.

KLACK! KLIRR! RATSCH!

Sie verwandelten sich. In Bomber! In große Flugzeuge! Sie flogen sofort los. In perfekter Formation.

— -

Der Anführer der neuen Roboter landete neben B3PO. Er war golden. Er glänzte wie die Sonne.

„Ich bin COMMANDER AURO”, sagte er. „Wir haben euren Hilferuf gehört. Wir bringen Geschenke.”

Er zeigte auf seine Roboter. Sie trugen Staubsauger. Neue Staubsauger! Stärker als die alten.

Und sie trugen noch etwas. Laubbläser! Riesige Laubbläser!

„Damit blasen wir den Staub weg”, sagte Commander Auro. „Und dann saugen wir ihn auf.”

— -

„Das ist nicht fair!”, schrie der Staubkönig. Er war immer noch nass. Immer noch schwer. Aber er war wütend.

„Glibbermonster! Angriff!”

Die Glibbermonster kamen aus dem Schlamm. GLUBBER GLUBBER GLUBBER! Sie rannten auf die neuen Roboter zu.

Aber die Bomber waren schneller. Sie flogen tief über das Feld. WUUUUSCH!

Ihre Laubbläser pusteten. FFFFFFFUUUUUUU!

Der Wind war so stark. Er blies die Glibbermonster weg. Sie flogen durch die Luft. „GLUUUUUBEEEEER!”, schrien sie.

Sie landeten weit, weit weg. Hinter den Bergen.

— -

Andere Roboter zogen B3PO aus dem Schlamm. Sie zogen Rotox heraus. Sie zogen alle heraus.

„Danke”, sagte B3PO. „Ihr habt uns gerettet.”

Commander Auro nickte. „Dafür sind Freunde da.”

— -

Der Staubkönig stand auf. Er war voller Matsch. Seine Staubmonster sammelten sich um ihn. Sie sahen nicht mehr so gefährlich aus. Sie sahen nass und traurig aus.

„Das ist noch nicht vorbei!”, rief der König. „Wir kommen wieder! Wenn es nicht mehr regnet! Wenn wir wieder trocken sind!”

Er drehte sich um. Die Staubmonster folgten ihm. Sie gingen zurück. Hinter die grauen Berge.

— -

Die Roboter schauten ihnen nach. Niemand jubelte. Sie wussten: Das war kein Sieg. Das war nur eine Pause.

„Sie werden wiederkommen”, sagte B3PO.

„Ja”, sagte Commander Auro. „Aber jetzt sind wir mehr. Und wir sind bereit.”

Rotox klopfte dem kleinen Zapp auf die Schulter. „Du hast uns gerettet”, sagte er. „Mit deinem Regen.”

Zapp wurde rot. So rot wie ein Roboter nur werden kann. „Ich wollte nur helfen”, sagte er leise.

B3PO lächelte. „Von jetzt an schaut jeder auf dich, Zapp. Du bist ein Held.”

— -

Der Regen hörte auf. Die Sonne kam heraus. Zum ersten Mal seit langem. Man konnte sie richtig sehen.

Die Roboter standen zusammen. Die alten und die neuen. Die großen und die kleinen. Sie waren bereit.

Für den nächsten Kampf. Wann immer er kommen würde.

Kapitel 5: Das geheime Versteck

Die Roboter verließen das Schlachtfeld. Sie gingen nicht nach Hause. Sie gingen woanders hin.

B3PO führte sie an. Durch ein Tal. Über einen Fluss. In einen dunklen Wald.

„Wohin gehen wir?”, fragte Commander Auro.

B3PO antwortete nicht. Er ging weiter. Tiefer in den Wald.

Dann blieb er stehen. Vor einem großen Felsen.

„Hier ist nichts”, sagte Rotox. „Nur ein Stein.”

B3PO legte seine Hand auf den Felsen. Seine Augen leuchteten blau.

RUMMMM!

Der Felsen bewegte sich. Er rollte zur Seite. Dahinter war ein Loch. Ein großes, dunkles Loch.

„Willkommen”, sagte B3PO. „In unserem geheimen Versteck.”

Sie gingen hinein. Einen langen Gang entlang. Es wurde heller. Und heller. Und dann.

WOW!

Eine riesige Höhle! So groß wie eine Stadt! Überall waren Maschinen. Werkbänke. Computer. Lichter.

„Das ist unglaublich!”, sagte Commander Auro.

„Hier planen wir”, sagte B3PO. „Hier bauen wir. Hier werden wir den Krieg beenden.”

Alle Roboter setzten sich. An einen großen, runden Tisch. B3PO stand in der Mitte.

„Hört zu”, sagte er. „Wir haben heute nicht gewonnen. Aber wir haben auch nicht verloren. Die Monster werden wiederkommen. Wir müssen bereit sein.”

Rotox nickte. „Was ist der Plan?”

B3PO drückte einen Knopf. Ein Bild erschien in der Luft. Ein Bild vom Staubkönig.

„Er ist das Problem”, sagte B3PO. „Solange er lebt, hört der Krieg nicht auf. Wir müssen ihn fangen. Ein für alle Mal.”

Zapp hob die Hand. „Aber er ist so stark”, sagte der kleine Zauberroboter. „Wie sollen wir das schaffen?”

B3PO lächelte. „Mit neuen Waffen.”

Er drückte einen anderen Knopf. Ein neues Bild erschien. Eine große Maschine. Sie sah aus wie ein Laubbläser. Aber viel, viel größer.

„Das ist der STAUBBLÄSER”, sagte B3PO. „Er bläst so stark. Stärker als jeder Wind. Stärker als jeder Sturm. Er wird die Staubmonster wegpusten. Alle auf einmal.”

Die Roboter staunten.

„Alle?”, fragte Rotox.

„Alle außer dem König”, sagte B3PO. „Der König ist zu schwer. Zu mächtig. Für ihn brauchen wir etwas anderes.”

Er drückte noch einen Knopf. Ein drittes Bild erschien. Ein Netz. Aber nicht wie die alten Netze. Dieses Netz war golden. Es leuchtete.

„Das KÖNIGSNETZ”, sagte B3PO. „Es ist stärker als alle anderen Netze. Es hat mehr Blitze. Viel mehr Blitze. Wenn wir den König damit fangen… Dann können wir ihn einsaugen. Mit dem größten Staubsauger der Welt.”

Commander Auro nickte langsam. „Das könnte funktionieren”, sagte er. „Aber wie finden wir den König? Wir wissen nicht, wo die Monster leben.”

B3PO grinste. „Dafür habe ich auch einen Plan.”

Er zeigte ein viertes Bild. Ein kleines Gerät. So groß wie eine Münze.

„Das ist ein Sender”, sagte B3PO. „Er sendet ein Signal. Wir können ihn immer finden. Egal wo er ist.”

Rotox verstand nicht. „Und was machen wir damit?”

B3PO schaute in die Runde. „Wir fangen ein Glibbermonster. Ein kleines. Wir tun ihm nicht weh. Wir kleben nur den Sender an seinen Rücken. Dann lassen wir es frei.”

Jetzt verstand Rotox. „Es läuft zurück zu den anderen!”, rief er. „Zurück zum Versteck!”

„Genau”, sagte B3PO. „Und wir folgen dem Signal. So finden wir das Versteck der Monster.”

Zapp klatschte in die Hände. „Das ist so schlau!”

Alle Roboter redeten durcheinander. Das war ein guter Plan! Ein sehr guter Plan!

B3PO hob die Hand. Alle wurden still.

„Es gibt noch mehr”, sagte er. „Wenn wir das Versteck finden… Greifen wir nicht von vorne an. Nicht durch die Tür. Die erwarten uns dort.”

Er zeigte auf das Bild vom Versteck. Ein großer Berg. Mit einem Loch oben.

„Wir greifen von oben an”, sagte B3PO. „Vom Dach. Die Hubschrauber bringen uns hoch. Wir kommen von oben rein. Sie werden uns nicht kommen sehen.”

Commander Auro stand auf. „Meine Bomber können helfen”, sagte er. „Wir halten die Staubmonster beschäftigt. Während ihr von oben kommt.”

Rotox stand auch auf. „Meine Hubschrauber sind bereit. Wir fliegen euch rauf.”

Zapp sprang auf den Tisch. „Und ich mache Regen!”, rief er. „Falls sie zu viel Staub machen!”

B3PO schaute seine Freunde an. Die alten und die neuen. Er war stolz.

„Dann ist es beschlossen”, sagte er. „Morgen fangen wir ein Glibbermonster. Übermorgen finden wir das Versteck. Und dann…”

Er machte eine Pause.

„Dann beenden wir diesen Krieg.”

Die Roboter jubelten. Sie klopften auf den Tisch. Sie stampften mit den Füßen. BUMM! BUMM! BUMM!

Der Klang hallte durch die Höhle.

Irgendwo, weit weg, hörte der Staubkönig ein Grollen. Er wusste nicht, was es war. Aber er hatte plötzlich ein komisches Gefühl.

„Irgendetwas stimmt nicht”, murmelte er.

Er hatte recht. Bald würden die Roboter kommen. Und diesmal waren sie bereit.

Kapitel 6: Der Doppel-Plan

Die Roboter saßen noch immer am runden Tisch. Der Plan stand fest. Oder?

B3PO schaute in die Runde. „Wartet”, sagte er. „Ich habe nachgedacht.”

Alle wurden still.

„Der Plan ist gut”, sagte B3PO. „Aber die Monster sind nicht dumm. Sie werden uns erwarten. Auf dem Dach. An der Tür. Überall.”

Commander Auro nickte langsam. „Du hast recht. Sie kennen uns. Sie wissen, wie wir kämpfen.”

Rotox schlug mit der Faust auf den Tisch. „Was sollen wir dann tun?”, fragte er. „Einfach aufgeben?”

„Nein”, sagte B3PO. „Wir müssen schlauer sein. Viel schlauer.”

Er stand auf. Er ging hin und her. Er dachte nach.

Dann blieb er stehen. Seine Augen leuchteten.

„Ich habe eine Idee”, sagte er. „Eine verrückte Idee. Aber sie könnte funktionieren.”

Alle beugten sich vor.

„Wir greifen an”, sagte B3PO. „Vom Dach. Genau wie geplant.”

„Aber du hast doch gesagt…”, begann Rotox.

B3PO hob die Hand. „Lass mich ausreden. Wir greifen an. ABER…”

Er machte eine lange Pause.

„Wir verlieren. Absichtlich.”

Stille. Totale Stille.

Dann redeten alle durcheinander. „Was?” „Absichtlich verlieren?” „Bist du verrückt?” „Das ergibt keinen Sinn!”

B3PO wartete. Bis alle still waren.

„Hört zu”, sagte er. „Die Monster sollen denken, dass sie gewonnen haben. Sie sollen denken, dass wir aufgeben. Sie sollen denken, dass wir Frieden wollen.”

Zapp kratzte sich am Kopf. „Aber wir wollen doch keinen Frieden? Also, nicht so. Wir wollen gewinnen!”

B3PO lächelte. „Genau. Aber das wissen die Monster nicht.”

Er drückte einen Knopf. Ein neues Bild erschien. Eine riesige Statue. Sie sah aus wie ein Roboter. Mit offenen Armen. Ein Friedenssymbol.

„Das werden wir bauen”, sagte B3PO. „Eine Statue. Riesig. Wunderschön. Ein Geschenk für die Monster.”

Commander Auro verstand immer noch nicht. „Warum sollten wir ihnen ein Geschenk machen?”

B3PO zeigte auf die Statue. „Weil die Statue hohl ist. Innen drin ist Platz. Platz für Roboter. Für uns.”

Jetzt verstanden alle. „Wie das Trojanische Pferd!”, rief Zapp. „Aus den alten Geschichten!”

„Genau”, sagte B3PO. „Die alten Geschichten sind manchmal die besten.”

Er erklärte den Plan. Schritt für Schritt.

Schritt 1: Der Schein-Angriff

„Rotox”, sagte B3PO. „Du fliegst mit deinen Hubschraubern zum Berg. Ihr greift vom Dach an. Ihr macht viel Lärm. Viel Getöse. Die Monster werden euch sehen.”

Rotox nickte. „Und dann?”

„Dann scheitert ihr”, sagte B3PO. „Ihr TUT SO, als würdet ihr scheitern. Der Staub ist zu stark. Ihr könnt nicht landen. Ihr fliegt weg. Die Monster jubeln.”

Schritt 2: Die Statue

„Währenddessen”, sagte B3PO, „bauen wir die Statue. Hier in der Höhle. Heimlich. Niemand darf es wissen.”

Er zeigte auf Commander Auro. „Deine Roboter helfen beim Bauen. Sie sind stark. Sie sind schnell.”

Commander Auro salutierte. „Wir sind bereit.”

Schritt 3: Das Friedensangebot

„Nach dem Schein-Angriff”, sagte B3PO, „wenn sich der Staub gelegt hat… Dann bringen wir die Statue. Wir stellen sie vor die Höhle der Monster. Mitten in der Nacht.”

Er machte eine Pause.

„Am Morgen wachen die Monster auf. Sie sehen die Statue. Ein Friedenssymbol. Sie denken: Die Roboter haben aufgegeben! Sie denken: Die Roboter wollen keinen Krieg mehr!”

Schritt 4: Die Falle

„Die Monster werden neugierig sein”, sagte B3PO. „Sie werden die Statue haben wollen. Sie werden sie in ihre Höhle bringen. Als Trophäe. Als Zeichen ihres Sieges.”

Er grinste.

„Aber in der Statue… Da sind wir. Ich. Zapp. Unsere besten Kämpfer. Wir warten.”

Schritt 5: Die Nacht

„Wenn es dunkel wird”, sagte B3PO, „kommen wir raus. Leise. Die Monster schlafen. Wir öffnen die Türen. Wir zeigen den anderen den Weg.”

Er schaute zu Rotox. „Dann kommt ihr. Mit allen Robotern. Durch die offene Tür.”

Schritt 6: Der Morgen

„Am nächsten Morgen”, sagte B3PO, „wachen die Monster auf. Aber wir sind schon da. Überall. Der Staubbläser ist bereit. Das Königsnetz ist bereit. Und der Staubkönig…”

Er machte eine Faust.

„Der Staubkönig hat keine Chance.”

Lange Zeit sagte niemand etwas. Dann begann Zapp zu klatschen. Langsam erst. Dann schneller.

Die anderen Roboter klatschten mit. Lauter und lauter.

„Das ist der beste Plan!”, rief Rotox. „Sie werden nichts ahnen!”

Commander Auro lachte. „Ein Trojanisches Pferd! Wer hätte das gedacht!”

B3PO hob die Hände. Alle wurden still.

„Es wird nicht einfach”, sagte er. „Wir müssen die Statue perfekt bauen. Der Schein-Angriff muss echt aussehen. Niemand darf einen Fehler machen.”

Er schaute jeden einzeln an.

„Könnt ihr das?”

Alle nickten.

„Dann”, sagte B3PO, „fangen wir morgen an. Wir haben viel zu tun.”

Die Roboter standen auf. Sie hatten einen Plan. Einen verrückten Plan. Aber manchmal sind die verrückten Pläne die besten.

In einer Ecke der Höhle begannen die ersten Roboter schon zu arbeiten. Sie holten Metall. Sie holten Werkzeuge. Sie begannen zu bauen.

Die größte Statue, die je gebaut wurde. Mit einem Geheimnis in ihrem Bauch.

Kapitel 7: Der Schein-Angriff

Es war Morgen. Die Sonne schien. Aber man sah sie kaum. Zu viel Staub!

Rotox war bereit. Seine Hubschrauber waren bereit. Los geht’s!

WUMM WUMM WUMM!

Die Hubschrauber flogen los. Zum Berg! Zu den Monstern!

Rotox hatte neue Waffen. Raketen! Bomben! Die waren von Commander Auro.

„Da sind sie!”, rief Rotox. „FEUER!”

ZISCH! ZISCH! ZISCH! Die Raketen flogen.

BUMM! BUMM! BUMM! Sie trafen den Berg.

KRACH! Steine flogen überall hin.

Im Berg hörten die Monster den Krach.

„Was ist das?”, rief ein Staubmonster.

Der König rannte zum Eingang. Er sah die Hubschrauber. Er sah die Raketen.

„Die Roboter greifen an!”, schrie er. „Macht Staub! VIEL STAUB!”

Die Staubmonster wirbelten los. WUSCH WUSCH WUSCH! Eine dicke Staubwolke stieg hoch.

Rotox flog in den Staub. Er konnte fast nichts sehen. Aber das war okay. Er wollte ja gar nicht gewinnen!

Ein Staubmonster kam auf ihn zu. Rotox wich aus. WUPP!

„Huch!”, rief er. „Das war knapp!”

Aber er grinste heimlich.

Die Panzer fuhren den Berg hoch. RATTER RATTER RATTER!

Aber HOPPLA! Sie rutschten wieder runter.

„Oh nein!”, rief ein Panzer. „Wir schaffen es nicht!”

Natürlich schafften sie es nicht. Sie wollten es ja nicht schaffen. Hi hi hi!

„Alle zurück!”, rief Rotox laut. „Wir haben verloren!”

Die Hubschrauber flogen weg. Die Panzer fuhren weg. Alle weg!

Im Berg freuten sich die Monster.

„JUHU!”, rief der Staubkönig. „Wir haben gewonnen!”

Die Staubmonster tanzten. WIRBEL WIRBEL WIRBEL!

Die Glibbermonster hüpften. GLUBBER GLUBBER GLUBBER! BOING BOING BOING!

„Die Roboter sind doof!”, rief ein Monster. „Die können gar nichts!”

Alle lachten.

Aber ein kleines Glibbermonster lachte nicht. Es hieß Glibbo. Glibbo dachte nach.

„Hmm”, machte Glibbo. „Das war komisch. Die Roboter haben viel geschossen. Aber sie haben nichts getroffen. Warum?”

Aber keiner hörte Glibbo zu. Alle feierten zu laut.

Weit weg landete Rotox. B3PO wartete schon.

„Und?”, fragte B3PO.

Rotox lachte. „Sie glauben alles! Sie feiern jetzt. Sie denken, sie sind die Besten!”

B3PO rieb sich die Hände. „Super! Dann bauen wir jetzt die Statue fertig.”

In der geheimen Höhle wurde gehämmert. KLONG KLONG KLONG! Die Statue war fast fertig.

Bald würde es losgehen. Der echte Plan.


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