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Kogge

Das Frachtschiff der Hanse

Christoph Janß · 2021-03-16 19:39 · 50 claps · 2.1 min read
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Kogge

Das Frachtschiff der Hanse

Kogge Ubena von Bremen

Kogge Ubena von Bremen

Die Kogge war ein robuster Frachtschiff Schiffstyp aus Holz mit einem Mast sowie einem rechteckigen Rahsegel. Er wurde vornehmlich von Kaufleuten der Hanse bis ins späte 14. Jahrhundert für deren Hochseehandel in Nord- und Ostsee eingesetzt. Nach dieser Zeit wurde die Kogge zunächst durch die neueren Schiffstypen Holk und später Kraweel abgelöst.

Aufbau einer Kogge

Das Lübecker Stadtsiegel

Das Lübecker Stadtsiegel

Das Segelschiff verfügte über einen Mast mit einem großen quadratischen Rahsegel, das an einer langen Rah (Segel tragender Querbalken) hängt. Vergleichbare Segel wurde schon von den alten Ägyptern und Wikingern in Ihren Langschiffen verwendet. Auf der Mastspitze befand sich manchmal ein Ausguck in Form eines umbauten Mastkorbs (Krähennest). Mit der Zeit wurden der Schiffstyp um sogenannte Kastelle am Heck (Schiffsabschluss) und Bug (Schiffsspitze) erweitert. Ein militärischer Aufbau aus Holz, der durch seine Holzwände in Form eines Rechtecks, Schutz vor Angriffen bot. Häufig wurden diese Wehraufbauten mit Bogenschützen oder Kanonen besetzt. Der große bauchige Schiffsrumpf mit dem großen Laderaum zeichnete die Kogge als Frachtschiff für den Hochseehandel aus. Weitere Informationen findest du im Hansemuseum Lübeck oder im Maritimen Museum Hamburg.

Kogge von 1350, Maritimes Museum Hamburg

Kogge von 1350, Maritimes Museum Hamburg

Baumaterial pro Schiff

Baumaterial pro Schiff

Klinker (überlappende) Beplankung

Klinker (überlappende) Beplankung

Maße und Leistung

Das Segelschiff waren 20 bis 30 Meter lang, 5 bis 9 Meter breit, hatten eine Deckshöhe von 4 Meter, einen Tiefgang von 2,5 Meter und konnten Waren zwischen 80 und 200 Tonnen laden. Mit ihrem hohen Ladevolumen war es somit das perfekte Frachtschiff jener Zeit. Die Kogge machte, je nach Windstärke, drei bis 6 Knoten (1,852 km/h) pro Stunde Fahrt, konnte jedoch mit ihrer 200 qm Segelfläche schlecht gegen den Wind kreuzen (gegen den Wind fahren). Die Steuerung wurde über das große Heckruder gewährleistet.

Kollerup Kogge, Hansemuseum Lübeck

Kollerup Kogge, Hansemuseum Lübeck

Weiterlesen auf: https://hansestaedte.com/kogge/


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