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Du denkst, du bist frei? Denk nochmal.

Wie du jeden Tag unbewusst einem System Treue leistest.

Ohne Liebe, Kein Leben · 2025-10-30 17:19 · 132 claps · 4.3 min read
#abaalsadiq #freiheit #spiritualität #wahlen #auf-deutsch
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Wiki topics: 🧘 · Spirituality

Du denkst, du bist frei? Denk nochmal.

Wie du jeden Tag unbewusst einem System Treue leistest.

Treue — ein altmodisches Wort mit vielleicht der kritischsten und sensibelsten Bedeutung unserer Zeit. Wem gehört deine Treue — und wem gehörst du damit wirklich?

Egal, wer du bist, wo du lebst oder womit du dein Geld verdienst — du gibst täglich deine Treue ab: an deinen Lebensstil, deinen Chef oder Job, dein Land und deine Regierung. Denn wozu du täglich „Ja“ sagst, dem gilt deine Treue. Dabei muss dein „Ja“ keine direkte verbale Äußerung sein. Es zeigt sich in deiner täglichen Alltagsroutine — in deiner Akzeptanz des Systems, in dem du lebst, und dessen Regeln du befolgst.

Ganz ehrlich — wer hat nicht gehofft, wir hätten wirklich ein echtes Mitspracherecht in dem System, in dem wir leben? Die Illusion der Demokratie ist mächtig — und wird durch die ständig geförderte Diskussionskultur im deutschen Fernsehen gut aufgebauscht. Doch die Wahrheit ist: Unsere Mitsprache ist gleich null. Wir sagen „Ja“ mit jedem einzelnen Kreuz auf jedem Wahlzettel — zu einem System, dem wir längst nicht mehr wirklich vertrauen. Wir fühlen uns für einen kurzen Moment sicher, weil wir „das kleinere Übel“ gewählt haben, und denken: „Na, wenigstens nicht die AfD.“ Aber die Wahrheit ist: Deine Stimme auf dem Wahlzettel bedeutet ein vollständiges Treuegelübde gegenüber jeder Handlung, die die Person, die du ins Amt gewählt hast, unternimmt — egal, ob sie dir gefällt oder nicht. Du hast gesagt: Ich gebe dir meine Einwilligung, für mich Entscheidungen zu treffen. Und dann bleibt uns nur noch die Hoffnung, dass diese Entscheidungen nicht allzu sehr von unserer Vorstellung abweichen. Und wenn dann die Rentenerhöhung kommt, während die Erosionen in der Gesundheitsvorsorge zunehmen, bleibt uns nur ein „Mist“ übrig.

“Der Teufel wollte sich von seinem Karma befreien, also erfand er Wahlen. Wie kann man ihm die Schuld geben, wenn wir das wählen, was er lediglich vorschlägt? Der Teufel präsentiert seine Kandidaten — und wir wählen unter ihnen. Und so wird das Karma zu unserem eigenen.”

Deshalb sagte Gott: {„Und der Satan wird sagen, wenn die Angelegenheit entschieden ist: ‚Gewiss, Allah hat euch ein wahres Versprechen gegeben, auch ich habe euch versprochen, aber ich habe euch betrogen. Ich hatte keine Macht über euch, außer dass ich euch rief — und ihr seid mir gefolgt. So gebt mir nicht die Schuld, gebt euch selbst die Schuld. Ich kann euch nicht helfen, und ihr könnt mir nicht helfen. Ich weise zurück, dass ihr mich zuvor mit Allah gleichgesetzt habt. Gewiss, die Ungerechten erwartet eine schmerzhafte Strafe.‘“} (Sure Ibrahim 14:22) — Aba Al-Sadiq

Die Antriebstarken unter uns tun sich zusammen und gehen auf eine Demo oder zwei — eine weitere Selbsttäuschung zur Aufrechterhaltung der Illusion des Mitspracherechts. „Nein, das seh ich anders“, ist ein schwacher Trost im Sturm der Machtausübung der Machthaber. Denn sie sind es, die an der Macht sind — nicht du. Sie kontrollieren das System, von dem du abhängig bist, um zu überleben.

Unsere Leben sind so eingesponnen in die Wirtschafts- und Politikstrukturen des Landes, in dem wir leben, dass es für den Einzelnen unmöglich ist, sich von der Schuld der Entscheidungsträger freizusprechen. Denn wir unterstützen dieses System mit jedem Atemzug, den wir in ihm leben.

Wir atmen die Steuerzahlungsgesetze, wir atmen die Rentenaltererhöhung, wir atmen die Schulpflicht und die Krankenkassenbeiträge. Wir atmen den Fremdenhass, auch wenn er vielen von uns nicht schmeckt. Wir atmen die Uneinigkeit unseres Landes und die Unentschlossenheit einer Regierung, die sich wie ein Fähnchen im Wind dreht — je nach globaler Weltpolitik und den Eigeninteressen derer, von denen sie abhängig ist.

Ein System im System, im System — einer teuflischen Spirale der Abhängigkeit unterlegen. Ein Raubtier, das von einem noch größeren Raubtier gejagt wird. Ein Überlebenskampf — das ist die Realität unserer Weltpolitik und des Systems, in dem der Bürger der Arenaboden ist, auf dem sich die Raubtiere messen.

“Raubtiere jagen jene, die sich verirren: Der Wolf schnappt sich das einzelne Kalb, der Falke den vereinzelten Spatz, der Hai den isolierten Fisch. Ebenso jagt die tyrannische Regierung das Individuum, doch sie fürchtet die Stärke versammelter Menschen — von Interessengruppen, Gemeinschaften und Protesten.” — Aba Al-Sadiq

Lassen wir uns weiterhin spalten und geben unsere Macht durch unsere stumme Treue an ein räuberisches System ab, sind wir den Räubern unterlegen. Der Weg zurück in die Freiheit beginnt mit der Entscheidung, wem wir unsere Treue geben und wem wir uns zugehörig fühlen möchten — welchem Weltbild, welcher Struktur, welcher Führerschaft.

Ein eigenmächtiges Leben kann nur in einem System existieren, das will, dass du stark bist. Ein System, das jedes Mitglied mit seinen Stärken fördert — selbst wenn das bedeutet, die eigene Position aufzugeben. Eine Führerschaft, die nicht abhängig von Macht ist, sondern bereit, dem Besten, Fürsorglichsten, Umsichtigsten, Selbstlosesten zu folgen.

Du verfügst über deine Treue — sie zu vergeben liegt in deiner Hand. Eine neutrale Zwischenposition gibt es nicht. Da hilft es auch nicht zu glauben, ein guter Mensch zu sein, würde daran etwas ändern. Solange du in einem räuberischen System lebst und es atmest, wird jede deiner guten Taten irgendwann von diesem Räuber gefressen. Er bedient sich der Energie deiner guten Tat und nutzt sie für seine Zwecke. Das klingt vielmehr nach Stockholm-Syndrom als nach Einigkeit, Recht und Freiheit.

Vielleicht war eine echte Alternative lange vor unseren Augen verborgen — doch sie hat sich vor über 15 Jahren erhoben und rückt immer mehr ins Sichtfeld. Eine gerechte Gesellschaft erhebt sich, verwurzelt in göttlichen Prinzipien, die das höchste menschliche Potenzial in der Menschlichkeit widerspiegeln. Der Divine Just State ist die Realität, die durch den Zusammenschluss der Friedliebenden lebendig wird — eine neue Gemeinschaft, deren Bewohner ihre Treue Gott, dem höchsten Potenzial des Guten, gegeben haben, verkörpert in gerechter Führerschaft.

“Die Kriegsbefürworter vereinen sich stets gegen die Friedensliebenden. Der Westen behauptet, der Osten sei sein Feind, und der Osten behauptet dasselbe vom Westen. Juden geben Muslimen die Schuld, und Muslime geben sie den Juden. Weiße beschuldigen Schwarze, und Schwarze beschuldigen Weiße. Jede Gruppe versammelt sich gegen einen vermeintlichen Feind. Aber was, wenn sich die Friedensliebenden einig wären, dass Gott der Frieden ist und der Teufel der Krieg? Wären unsere wahren Feinde dann nicht offensichtlich?” — Aba Al-Sadiq

Autorin: Klara K.

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