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Die Anatomie der Cannabispflanze

Wissen ist Macht und eine gesunde Beziehung zur Pflanze erfordert gute Kenntnisse über ihre Anatomie. Nicht-Anbauer, die Cannabis nur…

Daniel Schick · 2025-02-21 10:29 · 0 claps · 34.8 min read
#cannabis #weed #smoking #grow #gesundheit
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Die Anatomie der Cannabispflanze

Wissen ist Macht und eine gesunde Beziehung zur Pflanze erfordert gute Kenntnisse über ihre Anatomie. Nicht-Anbauer, die Cannabis nur konsumieren, werden gewiss auch von diesem Wissen profitieren.

Jeder Züchter, der sein Geld (oder sein Gras) wert ist, sollte über gute Kenntnisse der Anatomie von Cannabispflanzen verfügen. Es ist äußerst wichtig, die Funktion jedes Pflanzenteils, seine Psychoaktivität und Beziehung zu den anderen Teilen der Pflanze zu kennen. Wissen ist Macht und eine gesunde Beziehung zur Pflanze erfordert gute Kenntnisse über ihre Anatomie. Nicht-Anbauer, die Cannabis nur konsumieren, werden gewiss auch von diesem Wissen profitieren.

Wenn wir eine schöne Cannabispflanze ansehen, denken wir “Ich will sie haben, ich will sie anfassen, ich will sie rauchen, ich will Space Cakes machen” und dafür muss man sich nicht schämen. Aber was sind diese kleinen faszinierenden Bestandteile? Die weibliche Cannabispflanze ist unser hauptsächlicher Untersuchungsgegenstand, denn sie entwickelt das Gras, das wir seit Jahrtausenden schätzen, aber wir werden auch die männlichen Pflanzen und die Hermaphroditen erwähnen.

MÄNNLICH UND WEIBLICH

Männliche Cannabispflanzen entwickeln Pollensäcke. Der Pollen befruchtet die weiblichen Pflanzen, die dann beginnen Samen zu produzieren. Die männlichen Pflanzen müssen schnell erkannt und entfernt werden, bevor sie die weiblichen bestäuben und so die Quantität und Qualität des Weeds verringern.

Das Geschlecht der Pflanze zeigt sich innerhalb der ersten 2 Wochen der Blütephase. Es gibt auch hermaphroditische Pflanzen, die sowohl männlich, als auch weiblich sind. Die Pflanze kann aufgrund ihrer Genetik und der Umweltbelastung zweigeschlechtlich werden. Diese Pflanzen bestäuben sich selbst und dies ist nicht erwünscht, da es das perfekt wirkungsvolle Gras zerstört.

COLA

Alles klar, also sehen wir uns einmal die weiblichen Pflanzen an. Der Begriff Cola bzw. Hauptblüte bezeichnet den obersten Teil der Pflanze, an dem die Blüten eine gemeinsame Masse, ein Blütencluster bilden. Es ist der Teil, den Du rauchst. Die Hauptcola, auch “Endknospe” genannt, ist die an der Spitze thronende Hauptknospe. Die seitlichen Colas wachsen zwischen den Fächerblättern entlang der ganzen Pflanze. Sie sind normalerweise kleiner als die Apikalknospe, obwohl sie durch Methoden wie LST (Low-Stress-Training) und ScrOG (Screen Of Green) vergrößert werden können. Diese Techniken bieten den Knospen mehr Licht und machen sie somit größer.

Die Anzahl der Colas einer Pflanze kann durch verschiedene Beschneidungs- bzw. Trainings-Techniken erhöht werden. Dazu zählen: Topping, bei dem der oberste Trieb abgeschnitten wird; Screen Of Green (ScrOG), bei dem die Pflanze durch ein grobmaschiges Netz hindurch wächst und Low Stress Training (LST), bei dem die Äste gebogen und abgebunden werden. Dies hat zur Folge, dass sich letztlich mehrere Colas auf etwa derselben Höhe befinden.

BLÜTENKELCH

Der Blütenkelch ist die eigentliche Blüte der Cannabispflanze und er ist wunderschön. Das nächste Mal, wenn Du Dein Gras betrachtest, achte auf die tränenförmigen Knöllchen, die sich zwischen den kleinen beharzten Blättern verstecken, jepp, das sind die Blütenkelche. Sie sind der Teil der Blüte, der die meisten Trichome mitsamt deren Terpenen und Cannabinoiden wie THC und CBD aufweist. Von allen großen Pflanzenteilen beinhalten sie das meiste der Stoffe, die dich high machen. Sie können zudem verschiedene Formen haben, je nach Genetik der Sorte.

BLÜTENSTEMPEL

Was sind das für merkwürdige, cool aussehende Haare, die aus den Blütenkelchen kommen? Das sind die Blütenstempel (auch Griffeln genannt). Abhängig vom Reifegrad der Pflanze können diese weiß, gelb, bernsteinfarben oder braun sein. Zunächst sind sie weiß und steif, dann fangen sie an, sich etwas zu krümmen und werden danach orange und dann braun. Die Blütenstempel sind dafür verantwortlich, den Pollen der männlichen Pflanze aufzufangen, aus welchen schlussendlich die Samen erzeugt werden.

Altbekanntes Hanfi-Wissen besagt, dass Blüten mit vielen Griffeln von höherer Qualität sind. Aber in Wirklichkeit enthalten sie keine Trichome und haben wenig Einfluss auf das High. Griffel sind der beste und früheste Hinweis auf das Geschlecht einer Pflanze, da sie bei männlichen Pflanzen nicht vorkommen. Sie sind auch ein klarer Indikator dafür, wann Deine Blüten erntereif sind — Du wartest bis zu dem Moment, wenn 50–80% der Blütenstempel gelb oder bernsteinfarben sind. Wenn Du zu lange wartest und sie braun werden, beeinträchtigt das den Geschmack und die Wirksamkeit Deines Weeds.

TRICHOME

Die Königin unter all den Komponenten sind die Trichome. Hier findet die Magie statt! Trichome sind winzige Harzdrüsen, die glänzend und klebrig sind. Das Wort “Trichom” stammt von dem griechischen Wort für “Haarwuchs” ab. Sie enthalten viel THC, andere Cannabinoide und Terpene. Die Art und Konzentration der Trichome in einer Pflanze bestimmen die Stärke, den Geschmack und die Wirkung des geernteten Cannabis. Trichome kommen überall in der Pflanze vor, aber bei weitem am reichlichsten und mit der psychoaktivsten Wirkung in der Cola, insbesondere in den Blütenkelchen und Zuckerblättern.

Die Trichome verändern ihre Größe und Farbe während der Reifung. Zu Beginn sind die Trichome sehr klein und klar und sehen wie kleine Glaskugeln auf Stielen aus, dann werden sie länger, wie ein Stamm aus Kristall mit einer Glaskugel auf der Spitze. Bei fortgeschrittener Blütephase werden sie rauchig, trüb und dann bernsteinfarben. Die Farbe der Trichome wird den Rausch des Rauchers stark beeinflussen

Wir wissen also, was Trichome für uns tun — aber welchen Nutzen haben sie für die Pflanze? Weibliche Cannabispflanzen können anfällig für Insekten, Tiere und die natürlichen Elemente sein. Trichome stellen den Abwehrmechanismus der Pflanze dar. Ihre klebrige Textur und ihr starker Geruch schrecken Schädlinge und hungrige Tiere ab und können die Pflanze auch vor Pilzen schützen.

ZUCKERBLÄTTER

Zuckerblätter sind kleine Blätter, die auf der Cannabis-Cola erscheinen. Sie werden “Zuckerblätter” genannt, weil sie mit einer dicken Schicht aus Trichomen bedeckt sind, die ihnen den Anschein geben, mit Zucker überzogen worden zu sein. Die Dichte der Zuckerblätter variiert je nach Pflanze — dies hängt hauptsächlich von der Genetik ab. Zuckerblätter können geraucht werden, sie neigen jedoch dazu, schwächer und rauer zu sein als andere Teile der Blüte. Wenn Du jedoch nur wenige davon hast, überwiegen die Vorteile die Nachteile, wenn Du sie im Mix mit den Blüten belässt. Alternativ können sie verwendet werden, um ausgezeichnete Esswaren und Haschisch herzustellen.

FÄCHERBLÄTTER

Egal ob männlich, weiblich oder hermaphroditisch — diese großen Blätter wachsen über die gesamte Länge der Pflanze. Fächerblätter sind die ikonischen „Fünf-Finger-Blätter“, die auf Baseballmützen und T-Shirts auf der ganzen Welt zu finden sind. In Wirklichkeit können diese Blätter viel mehr als nur fünf Finger haben. Sie versorgen die Pflanze mit viel Energie, die sie aus dem Licht ziehen. Ihre Hauptaufgabe besteht darin, Sonnenlicht durch Photosynthese in Glukose umzuwandeln. Da Fächerblätter die Pflanze mit Energie versorgen, solltest Du es generell vermeiden, sie zu beschneiden, es sei denn, es gibt einen guten Grund dafür.

Die Fächerblätter einer Indica neigen dazu, breitere Finger zu haben und dunkler zu sein, während die Blätter einer Sativa ein helleres Grün mit schmaleren Fingern aufweisen. Aus den Fächerblättern kann Saft gewonnen werden, viele sagen, dass dieser einen enormen gesundheitlichen Nutzen hat. Fächerblätter enthalten keine bedeutenden Mengen THC, deshalb werden sie normalerweise nicht von jenen konsumiert, die sich berauschen wollen.

Stängel

Der Stängel liefert der Cannabispflanze Struktur sowie Stabilität und er trägt ihr Gewicht. Außerdem ist er für den Transport von Nährstoffen verantwortlich, da er das Wasser, das nährstoffführende Xylem (Gefäßzellen), den Zucker und die stärkehaltigen Phloemzellen enthält.

In der männlichen Pflanze ist der Stängel eine herausragende Quelle für Fasern. Bei weiblichen Pflanzen kann er einige Trichome beinhalten und dadurch leicht psychoaktiv sein. Schwaches Weed von geringer Qualität wird häufig als “stengelig” beschrieben. Einige Nutzer verwenden die Stängel, um Esswaren, Bubble Hasch, Schnur aus Hanffasern und Hanfpapier herzustellen.

SPROSSKNOTEN

Der Stengel der Cannabispflanze wird durch die Sprossknoten oder Nodi aufgeteilt, die an den Stellen entstehen, an denen Zweige entspringen. Bei unreifen Pflanzen entwickeln sich die Knoten paarig entgegengesetzt. Während die Pflanze reift, werden sie sich abwechselnd über die gesamte Länge des Stengels anordnen. Die Sprossknoten sind die erste Position, an denen sich die Cannabisblüten zeigen. Deshalb sind sie essentiell, um das Geschlecht einer unbekannten Pflanze zu bestimmen. Bei Sativas tendieren die Knoten dazu, weiter auseinander zu liegen als bei Indicas.

Die Sprossknoten produzieren einen großen Teil der Hormone der Pflanze. Wenn eine Pflanze als Steckling angebaut wird, ist es wichtig, dass zumindest ein Knoten am Stengel ist, sodass die Auxine (oder Wachstumshormone) produziert werden können, die das Wurzelwachstum in Gang bringen.

Ein Ganja-Wissenschaftler kann wahrscheinlich hunderte, wenn nicht sogar tausende kleine Partikel benennen, die eine Cannabispflanze ausmachen (ein Trichom alleine kann schon in acht oder noch mehr Teile gegliedert werden!), allerdings sind die hier erwähnten Komponenten für alle Genießer dieses magischen Krauts die Bestandteile, die es sich am meisten zu kennen lohnt.

Cannabis Auf Zellulärer Ebene

Der Anbau von Cannabis kann sich schnell von einem interessanten Hobby zum Streben nach fundiertem botanischem Wissen entwickeln. Nach einem kurzen Blick in ein naturwissenschaftliches Lehrbuch wirst Du schnell realisieren, dass Pflanzen komplexe lebendige und atmende Organismen sind. Wenn Du ein grundlegendes Verständnis der Funktionsweise von Pflanzen auf zellulärer Ebene erlangst, kann Dir das helfen, die Bedürfnisse Deiner Pflanzen zu verstehen.

Nutze die Anleitung unten, um ein besseres Verständnis der Pflanzenphysiologie zu entwickeln. Du wirst es nicht bereuen! Wenn Du das nächste Mal Deinen Anbauraum betrittst, wirst Du nicht mehr nur einfach auf ein Meer aus Grün starren. Du wirst Millionen von Zellen genau beobachten, wie sie alle auf ein gemeinsames Ziel hinarbeiten: geile, klebrige Blüten!

Als Grower beschäftigen wir uns immer mit Dingen wie Beleuchtung, Belüftung, Sorten, Nährstoffen und Anbautechniken. Aber nur wenige Anbauer befassen sich mit der Pflanzenbiologie und zellulären Prozessen. Du fragst Dich vielleicht, warum es wichtig ist, diese Prozesse zu verstehen, wenn man Cannabis anbaut. Nun, grundlegende Kenntnisse der inneren Zusammenhänge einer Cannabispflanze zu haben, macht Dich zu einem besseren Grower, weil alles, was Du tust, zuerst auf der zellulären Ebene eine Auswirkung hat. Wenn Du Pflanzenfunktionen besser verstehst, kannst Du die Bedingungen Deiner Pflanze hin zu maximaler Gesundheit und Effizienz verändern.

Wir werden Dir in diesem Artikel all die unterschiedlichen zellulären Prozesse und ihren Einfluss auf die Funktionen einer Pflanze erklären. Wir alle haben diese Begriffe schon im Biologieunterricht gehört, dieses Wissen aber vermutlich tief in unseren Gehirnen vergraben. Hab also etwas Geduld mit uns, es ist nicht so kompliziert, wie es scheint, und Du wirst von einem tiefgehenderen Verständnis der Biologie Deiner Pflanze nur profitieren.

MEMBRAN UND CYTOPLASMA

Alle Zellen haben eine Zellmembran. Eine Zellmembran besteht aus einer Doppelschicht von Lipiden und Proteinen, die die Zelle umgeben. Sie ist selektiv permeabel und reguliert folglich, welche Moleküle in die Zelle hineinkommen und sie verlassen. Stell Dir die Zelle als eine Burg und die Zellmembran als den Burggraben vor, der nur die Zugbrücke als Eingang und Ausgang für bestimmte Moleküle hat. Sauerstoff, Wasser und Kohlendioxid können diese Barriere problemlos passieren, wohingegen Ionen, Kohlenhydrate und Aminosäuren über Proteine die Membran passieren müssen, um ihren Diffusionsgrad kontrollieren zu können.

Sie transportiert auch über Endocytose und Exocytose Moleküle innerhalb der Zelle und Abfallprodukte aus der Zelle. Die Zellmembran wird außerdem für die Zellkommunikation und Signalübertragung genutzt. Dadurch weiß die Pflanze, wann sie sich abkühlen oder mehr verdunsten muss.

In der Zellmembran befindet sich das, was Cytoplasma genannt wird. Das Cytoplasma ist im Grunde die Substanz der Zelle. Sie besteht größtenteils aus Wasser und beherbergt die molekulare Suppe der Organellen (Zellorgane).

CHLOROPLASTEN UND MITOCHONDRIEN

Chloroplasten versorgen die Pflanze über den Prozess der Photosynthese (davon haben wir alle gehört, oder?) mit Energie. Photosynthese bedeutet, dass Lichtenergie in chemische Energie umgewandelt wird, um Sauerstoff und energiereiche organische Verbindungen zu produzieren. Chloroplasten haben eine grüne Farbe und kommen in allem grünen Gewebe vor, um Lichtenergie zu absorbieren. Die Photosynthese hilft, die Energie für die spätere Verwendung zu speichern.

Mitochondrien sind die “Kraftwerke der Zelle”. Sie wandeln die gespeicherte Energie in chemische Energie um und liefern zirka 90% der Energie, die eine Zelle für das Überleben braucht! Diese Energie wird zudem für das Wachstum der Cannabispflanze und die Produktion von großen, fetten Buds genutzt. Wie Du sehen kannst, ist die enge Zusammenarbeit zwischen Chloroplasten und Mitochondrien für den Prozess der Photosynthese äußerst wichtig.

ENDOPLASMATISCHES RETIKULUM, RIBOSOME, NUKLEOLUS, GOLGI-APPARAT

Jede Zelle hat ein endoplasmatisches Retikulum (ER). Es arbeitet eng mit den Ribosomen und dem Golgi-Apparat zusammen. Das ER ist ein Netzwerk von Membranen im Cytoplasma, das mit dem Nukleus verbunden ist. Ribosome verleihen dem ER eine gewisse Rauheit. Sie stellen beständig Proteine her, die im Nukleolus gebildet werden, der sich im Nukleus befindet.

Die glattere Seite des ER speichert diese Proteine. Diese Proteinspeicherteile brechen ab und wandern zum Golgi-Apparat, wo sie weiter verarbeitet werden. Der Golgi-Apparat verpackt die Proteine in membrangebundene Vesikel, bevor diese Vesikel an die Zellmembran übergeben werden. Deshalb wird der Golgi-Appart oft mit einer Poststelle verglichen: Er verpackt und kennzeichnet Gegenstände, die dann an unterschiedliche Teile der Zelle geschickt werden, die sie benötigen.

VAKUOLEN

Vakuolen sind Speicherbläschen oder -taschen innerhalb der Zelle. Sie enthalten vorwiegend Wasser mit eingelagerten Proteinen und Abfallprodukten. Diese winzige Taschen helfen der Pflanze, ihre Stütze zu bekommen. Die Auswirkung von Vakuolen auf die Pflanzenstruktur ist tatsächlich sichtbar.

Sie erzeugen Spannung, indem sie sich gegen die Zellwände drücken, was die Pflanze steif macht. Wenn sie zu wenig Wasser enthalten, wird die Pflanze welken, weil die Vakuolen schrumpfen. Wenn die Pflanze Wasser findet, werden die Vakuolen aufgefüllt und gewinnen ihre Struktur zurück. Somit spielen sie eine wichtige Rolle bei der Reaktion der Pflanze auf sich verändernde Wasserwerte im Nährmedium. Du kannst den Wasserbedarf Deiner Pflanze über den Mechanismus der Vakuolen beobachten.

NUKLEUS UND DNS

Der Nukleus ist der Kern der Zelle — ihr Gehirn sozusagen. Er steuert und verwaltet alle Zellprozesse. Der Nukleus enthält auch all die genetischen Informationen (DNS). Die DNS ist der Code für jede Zelle in der Pflanze. Er ist in jeder Zelle derselbe, spezifische Gene können aber an- oder ausgeschaltet werden. Dies bestimmt die Funktion jeder Zelle.

Wenn sie gebildet werden, haben Zellen das Potential, jede Art von Zelle zu werden. Sie können als Blattzelle, Wurzelzelle oder Speicherzelle fungieren. Die Pflanzenhormone und der durch die Pflanze produzierte Zucker verändern die DNS, wodurch eine Spezialisierung der Zelle stattfindet.

HORMONE

Alle Teile der Cannabispflanzen werden aus Gewebe gebildet, einer Ansammlung von Millionen von Zellen. Damit dies funktioniert, müssen die Zellen kommunizieren. Hier kommen die Hormone ins Spiel, die als Botenstoffe agieren.

Manchmal muss eine Zelle einer neuen Funktion zugeordnet werden. Dies geschieht zum Beispiel, wenn Du Stecklinge nimmst und mit Klonen arbeitest. Die Hormone informieren die Pflanze, das neue Wurzeln gebildet werden müssen, um Wasser und Nährstoffe aufzunehmen, also entwickelt die Pflanze neue Zellen, die Wurzelzellen werden. Überdies sagen die Hormone der Pflanze, dass sie ihre Reserven nutzen muss, bis sich die neuen Wurzelzellen entwickelt haben. Dies ist ein Beispiel dafür, wie Hormone innerhalb der Pflanze als Boten agieren, um sie an extreme Bedingungen anzupassen.

Der Lebenszyklus Der Cannabispflanze

Es ist wirklich ein Spektakel zu sehen, wie eine Pflanze aus einem Samen hervorkommt und innerhalb weniger Wochen zu einem prachtvollen Blütendach heranwächst! Jede Wachstumsphase ist aufregend und wichtig. Es ist genauso aufregend und wichtig, die Grundlagen über den Lebenszyklus Deiner Pflanze zu kennen. Verwende den folgenden Leitfaden, um ein detailliertes Verständnis der Wachstumsphasen von Cannabispflanzen und ihrer Zeitrahmen zu erhalten.

Wenn man Cannabis anbaut, ist es wichtig, ein grundlegendes Verständnis von den Phasen zu haben, die es während seines Lebens durchläuft. Es ist das Fundament, das Dir hilft zu verstehen, was Deine kleinen Schönheiten gerade machen und was zu welchem Zeitpunkt wahrscheinlich ihre Bedürfnisse sind.

Cannabis ist eine einjährige Pflanze, d.h. sie durchläuft ihren gesamten Lebenszyklus, vom Samen bis zur Samenbildung, innerhalb von einem Jahr. Im Fall von Cannabis sind es tatsächlich eher 4–10 Monate. Die erste Phase ihres Lebens ist die Keimung.

Keimung

Keimung bezieht sich auf den Akt des aufkommenden Wachstums im Samen. Wenn ein Samen keimt, bricht der Keim des Samens durch die Schale des Samens, um eine Wurzel zu bilden. Diese Wurzel fixiert sich dem Kultursubstrat, sodass sie sich dann nach oben schieben kann.

Während sie größer wird, beginnen sich zwei Keimblätter zu bilden, um Licht aufzufangen. Dieser ganze Prozess kann irgendwas zwischen 12 Stunden bis 2 Wochen dauern. Sobald die Keimung abgeschlossen ist, geht die Cannabispflanze in das Keimlingsstadium ihres Lebens über.

Keimlingsstadium

Da die Cannabispflanze nun über ihre Keimblätter Licht aufnimmt, wird sie ihre Energie auf die Produktion eines umfangreicheren Laubwerks konzentrieren. Sie beginnt dreifingrige Blätter hevorzubringen, was sie mehr wie eine Cannabispflanze aussehen lässt. Während der Keimling weiter wächst, beginnen sich mehr und mehr dieser Blätter zu bilden.

Je nach Sorte, kann es sein, daß Du feststellst, daß einige Keimlinge einen recht schwachen Stamm haben könnten und Probleme mit dem eigenen Gewicht bekommen. Wenn dies der Fall ist, kannst Du die Pflanze mit einem dünnen Holzpflock und etwas Faden stützen, bis sie eine stärkere Struktur hat. Das Keimlingsstadium dauert oft 1 bis 3 Wochen; Du weißt es ist vorbei, wenn Deine Cannabispflanze 4 bis 8 neue Blätter hervorgebracht hat.

Vegetative Wachstumsphase

Die Wachstumsphase ist eine der wichtigsten Phasen des Cannabiswachstums. Dies ist die Phase, in der die Pflanzen so richtig zulegen und sich auf maximales Wachstum konzentrieren, bevor sie anfangen zu blühen. Während dieser Zeit ihres Lebens wird die Cannabispflanze sehr viel Energie benötigen und braucht viel Licht und Nährstoffe, um sie zu produzieren.

In dieser Phase nimmt die Pflanze auch die stereotype Form einer Cannabispflanze an und gewinnt schnell an Höhe und Breite, wobei sie einen dickeren Stamm mit vielen weiteren Zweigen und voll gefingerten Blättern ausbildet. Dieses Wachstum wird durch die vergrößerte Oberfläche für die Lichtaufnahme die Fähigkeit der Pflanze maximieren Blüten zu produzieren und die strukturelle Integrität herzustellen — worum es beim Cannabisanbau schlußendlich ja auch geht.

Auch wird das Geschlecht der Cannabispflanze gegen Ende dieser Phase zu unterscheiden sein, so daß man die männlichen Pflanzen aus dem Zuchtbereich entfernen kann, bevor sie die Chance bekommen, ihre Pollen freizusetzen — wenn man sie bei den weiblichen Pflanzen läßt, kannst Du Samen statt Knospen ernten! Die ganze Wachstumsphase dauert in der Regel irgendwas zwischen 1 bis 5 Monate.

Prä-Blütephase

Diese Phase ist so etwas wie ein Unterstufe, die, wie der Name schon sagt, stattfindet, kurz bevor die Cannabispflanze ihre Kraft in die Blüte steckt. Während dieser Zeit füllt sich die Cannabispflanze weiter auf, wobei ihr Fokus voll auf der Entwicklung von Zweigen und Knoten liegt — um die größtmögliche Last tragen zu können. Du wirst wissen, daß es soweit ist, wenn sich an den Knoten die ersten Blütenkelche bilden (da wo Zweigchen auf Zweige treffen). Diese Phase des Lebenszyklus’ kann von 1 Tag bis zu 2 Wochen dauern.

Blütephase

Dies ist die Phase auf die Du gewartet hast und es ist der letzte große Schritt im Lebenszyklus des Cannabis’. Es ist Zeit für Deine grünen Göttinnen ihre Knospen zu produzieren! Während dieser Phase wird das Geschlecht Deiner Pflanzen deutlich sichtbar sein und wenn Du siehst, daß Du ein Männchen auftaucht, daß Du übersehen hattest, stelle sicher, daß Du es schnell aussortierst, bevor es die Chance bekommt, seine Pollen freizusetzen.

Eine männliche Pflanze bringt kleine Ansammlungen von Kugeln hervor, die mit Pollen gefüllt sind; die weiblichen Pflanzen hingegen beginnen, ihre Anstrengungen in die Produktion ihrer Blüten mit den kleinen weißen Blütennarben stecken. Diese Phase kann irgendwas zwischen 1 bis 4 Monate dauern, je nachdem welche Sorte Cannabis aufgezogen wird.

Warum Es Wichtig Ist, Das Geschlecht Deiner Cannabispflanzen Zu Bestimmen

Um Deinen eigenen Bestand an wertvollen Blüten erfolgreich anbauen zu können, ist es wichtig, dass Du Deine Cannabispflanzen gut kennst und ihr Geschlecht identifizieren kannst. Lies weiter, um mehr über die Geschlechter von Cannabis sativa L. zu erfahren, und zu lernen, wie Du sie voneinander unterscheiden kannst. Ebenso erklären wir Dir, wann Du am besten damit beginnst, nach verräterischen Anzeichen von Fortpflanzungsorganen an Deinen Pflanzen zu suchen, und warum Du Dir überhaupt die Mühe machen solltest, das Geschlecht zu identifizieren.

Du hast Dich also dazu entschieden, Dein eigenes Cannabis anzubauen?! Herzlichen Glückwunsch, das ist ein großartiges Hobby. Nichtsdestotrotz empfehlen wir Dir, die lokale rechtliche Lage bezüglich des Anbaus von Cannabispflanzen zu beachten. Wenn Du einen diskreten Platz mit idealen Anbaubedingungen hast, kannst Du loslegen. Außerdem bekommst Du bei uns eine riesige Auswahl an Cannabissamen.

Finde eine Sorte, die Deinen Bedürfnissen gerecht wird und richte Deinen Anbauraum so ein, wie es für Dich am besten ist. Genau wie jede andere lohnende Anstrengung, die zum ersten Mal ausprobiert wird, ist das Ganze am Anfang gar nicht so einfach. Wie Alan Watt damals schon gesagt hat: „Ohne bestimmte Fähigkeiten macht das Leben keinen Spaß.“ Um die Kunst des Cannabisanbaus zu erlernen, benötigt man Zeit. Sei geduldig, probiere viele Dinge aus und lerne aus Deinen Fehlern.

Eine Fertigkeit, die Du unbedingt lernen musst, ist die Bestimmung des Geschlechts Deiner Pflanzen. Es gibt weibliche und männliche Pflanzen. Außerdem können unter bestimmten Bedingungen hermaphrodite Pflanzen auftreten. Dabei handelt es sich (in der Regel) um weibliche Pflanzen, die beide Geschlechtsmerkmale ausbilden.

Obwohl aus regulären Cannabissamen ungefähr 50% männliche und 50% weibliche Pflanzen entstehen, bringen die Pflanzen ihr endgültiges Geschlecht während der Wachstumsphase in Form von sichtbaren Anzeichen für den Anbauer zum Vorschein. Du musst nur wissen, nach was Du dabei Ausschau halten musst. Genau deshalb haben wir diese Anleitung dafür zusammengestellt.

CANNABISPFLANZEN: BESTÄUBUNG

Fortpflanzung. Das war immer der lustige Teil des Biologieunterrichts, in dem uns beigebracht wurde, wie es bei anderen Lebewesen wie Tieren und Pflanzen zur Sache geht. Im Pflanzenreich dreht sich alles um die Bestäubung zwischen männlichen und weiblichen Pflanzen. Der Blütenstaub, bzw. Pollen bestäubt die weiblichen Geschlechtsorgane einer Pflanze.

Das kann durch Insekten geschehen, wobei Bienen, Kolibris und andere Tiere den Pollen von Pflanze zu Pflanze tragen. Der Blütenstaub kann aber auch zum Beispiel durch den Wind transportiert werden. Dieser Vorgang ist bei Cannabispflanzen für die Samenproduktion essenziell. Die meisten von uns wollen jedoch keine Samen in den Buds haben.

DAS GESCHLECHT VON CANNABISPFLANZEN BESTIMMEN

Die Bestimmung des Geschlechts Deiner Pflanzen ist überaus wichtig. Die weiblichen Exemplare entwickeln Blüten, die geerntet, ausgehärtet und anschließend genossen werden können. Männliche Pflanzen auf der anderen Seite liefern nicht dieselben Ergebnisse. Für die Züchtung sind sie allerdings essenziell. Der Unterschied bezüglich des Geschlechts lässt sich während der Wachstumsphase der Pflanzen für eine lange Zeit lang nicht bestimmen.

Erst gegen Ende des Wachstums, wenn die Pflanzen in die Vorblüte übergehen, kannst Du erste Anzeichen ausmachen. Sorge für gesunde Pflanzen und versorge sie mit ausreichend Licht, Nährstoffen und Wasser. Erreichen sie dann erst einmal das Anfangsstadium der Blüte, kannst Du darauf reagieren. Mit fortschreitender Blüte werden die Anzeichen sogar noch deutlicher. Stelle sicher, dass Deine Pflanzen angemessen versorgt werden!

WEIBLICHE CANNABISPFLANZEN

In der Vorblüte entwickeln weibliche Pflanzen an den Knotenpunkten kleine weiße Härchen, die als Blütenstempel bezeichnet werden. Dort werden sich schließlich die ersten kleinen Blüten formen. Denke daran, dass weibliche Pflanzen ihr Geschlecht oftmals ein wenig später als ihre männlichen Gegenstücke zeigen. Außerdem sind Blütenstempel niemals grün, also bleibe wachsam.

Später in der fortgeschrittenen Blütephase produzieren unbestäubte weibliche Pflanzen ziemlich große samenlose Blüten, die in eine dicke und klebrige Harzschicht gehüllt sind. Darin sind Cannabinoide, Terpene und andere wichtige Inhaltsstoffe in der höchsten Konzentration enthalten. Von einem evolutionären Standpunkt aus betrachtet wird das Harz produziert, um mehr Blütenstaub anzuziehen und festzuhalten.

Hast Du herausgefunden, welche Pflanzen männlich und welche Exemplare weiblich sind, trenne sie voneinander. Dadurch, dass sich nur weibliche Pflanzen auf der Plantage befinden, sind sie sozusagen sexuell so frustriert, dass sie mehr Harz produzieren, um den gewünschten Pollen anzuziehen. Auf diese Weise erhältst Du die potentesten und harzigsten Buds. Werden die weiblichen Pflanzen zusammen mit den männlichen gehalten, werden die Weibchen ganz einfach bestäubt und produzieren Samen.

MÄNNLICHE CANNABISPFLANZEN

Wenn Du erstklassige Buds erhalten willst, solltest Du die weiblichen Pflanzen mit Bedacht isolieren. Ist der Stamm Deiner Pflanze dünn, handelt es sich um ein Weibchen. Männliche Pflanzen haben einen dickeren und robusteren Stamm mit weniger Blättern an den Ästen.

Am Knotenpunkt, dort wo diese Äste entspringen, kannst Du ein wichtiges Anzeichen erkennen. Männliche Pflanzen besitzen rundliche Pollensäcke. Die Mehrheit der privaten Anbauer versucht, männliche Pflanzen so schnell wie möglich von den weiblichen zu trennen. Wenn Du eindeutig zwischen den beiden Geschlechtern unterscheiden kannst, solltest Du die männlichen Pflanzen vorsichtig entfernen und sicherstellen, dass Du Deine weiblichen Pflanzen dabei nicht aus Versehen bestäubst, indem Du die Pollensäcke schüttelst oder verletzt. Selbst wenn die männlichen Pflanzen entfernt wurden, gibt es noch andere Faktoren zu beachten. Dazu zählen zum Beispiel hermaphrodite Pflanzen.

HERMAPHRODITE CANNABISPFLANZEN

Manche Pflanzen, vorwiegend weibliche Exemplare, werden aufgrund stressiger Umgebungsbedingungen zu Zwittern. In diesem Fall zeigen die Pflanzen sowohl männliche als auch weibliche Geschlechtsmerkmale und es besteht wieder die Gefahr, dass Deine Mädels bestäubt werden und sie ihre Energie dann in die Samenproduktion stecken, statt cannabinoidreiche Blüten zu produzieren.

Bei der Suche nach hermaphroditen Pflanzen solltest Du äußerst wachsam sein. Kontrolliere den Ursprung der Äste. Wenn Du eine Mischung aus männlichen Pollensäcken und weiblichen Blütenstempeln in Form von weißen Härchen erkennen kannst, handelt es sich wahrscheinlich um eine Pflanze mit beiden Geschlechtern. Kannst Du bei einer Deiner Pflanzen beide Merkmale erkennen, entferne sie aus der Plantage.

Durch den Kauf von feminisierten Samen hast Du die Möglichkeit, Dir Sorgen über die Bestäubung Deiner weiblichen Pflanzen zu ersparen. Aus diesen Samen entwickeln sich ausschließlich weibliche Cannabispflanzen, was das Risiko einer Bestäubung erheblich verringert. Zum Glück haben wir bei Zamnesia die besten feminisierten Samen im Angebot.

Wenn Du allerdings auf der Suche nach mehr Flexibilität bist, können wir Dich auch mit einer riesigen Auswahl an regulären Cannabissamen versorgen. Ihre Wirkung ist jedoch alles andere als herkömmlich, denn diese Auswahl enthält die besten Afghan-, Haze- und Skunk-Sorten.

Cannabis Und Photosynthese

Vermutlich kannst Du Dich noch aus dem Biologieunterricht an den Begriff “Photosynthese” erinnern. Doch die meisten Leute haben schnell keinen Grund mehr, sich daran zu erinnern, was er beschreibt — bis sie mit dem Cannabisanbau beginnen! In diesem Artikel wollen wir uns mit dem Prozess der Photosynthese, dem Einfluss der Lichtqualität und der möglichen Auswirkung auf die Cannabinoid-Produktion befassen.

Cannabispflanzen sind für ein ordentliches Wachstum auf zahlreiche externe Ressourcen angewiesen. Sie benötigen Nährstoffe, um Proteine herzustellen, Zellwände aufzubauen und biochemische Prozesse zu erleichtern. Sie benötigen Wasser, um diese Moleküle auflösen und transportieren zu können. All diese Faktoren tragen zu einem gesunden Wachstum und der Entwicklung der Pflanze bei. Doch den Hauptantriebsfaktor für das Wachstum kann man nicht in Flaschen kaufen oder aus dem Komposthaufen ausgraben. Stattdessen wird er von der Sonne (oder einer leistungsstarken Lampe) geliefert. Schauen wir uns diesen essentiellen Vorgang einmal ganz genau an.

WAS IST PHOTOSYNTHESE?

Die Bedeutung der Photosynthese steckt in dem Begriff selbst. “Photo” bedeutet Licht und “Synthese” bezieht sich auf die Schaffung einer organischen Verbindung. Tatsächlich verwandeln die Pflanzen Licht in biochemische Energie, um zu überleben. Doch wie erreichen sie das? Nun, dafür sind sie mit einer beeindruckenden biologischen Maschinerie ausgestattet. Um diesen Prozess richtig zu verstehen, unternehmen wir eine Reise auf die zelluläre Ebene.

Die Photosynthese findet vor allem in den Blättern statt. Genauer gesagt läuft sie in spezialisierten Zellen ab, die als Mesophyllzellen bekannt sind. Diese Zellen bilden direkt unter der Blattoberfläche eine Schicht, mit der sie das Licht einfangen. Sie enthalten kleine, Chloroplasten genannte Organellen, die reich an dem Pigment Chlorophyll sind — der Chemikalie, die den Pflanzen ihr grünes Aussehen verleiht. Als Pigment hat das Chlorophyll die Fähigkeit, Licht zu absorbieren. Die Pflanzen lagern das Molekül in säulenartigen Strukturen, die man Thylakoide nennt. Der Raum zwischen diesen Strukturen wird als Stroma bezeichnet.

Die Photosynthese erfolgt in zwei Hauptphasen: Den lichtabhängigen Reaktionen und den lichtunabhängigen Reaktionen. Im ersten Schritt der lichtabhängigen Reaktionen treten Kohlendioxid (CO₂) und Wasser (H₂O) in das Blatt ein. CO₂ tritt durch kleine, Stomata bezeichnete Öffnungen ein, und die Transpiration zieht Wasser durch die Xylem genannten Tunnel nach oben.

Anschließend schlagen die von der Sonne (oder Deiner Anbaulampe) erzeugten Photonen in die Chlorophyllmoleküle ein. Die Elektronen absorbieren die Energie und werden “angeregt”. Es kommt dann zu einer Reihe von lichtabhängigen Reaktionen, die letztendlich zur Speicherung von Energie in Form von ATP (der zellulären Energiewährung) und NADPH (einem Elektronenträger) führen. All diese Vorgänge finden in der Thylakoidmembran statt.

Diese Moleküle werden dann im sogenannten Calvin-Zyklus (auch als lichtabhängige Reaktion bezeichnet) verwendet, der in den Stomata stattfindet. Sie werden zum “Richten” des Kohlendioxids und zur Herstellung von Drei-Kohlenstoff-Zuckermolekülen verwendet. Diese werden dann zu unserer süßen, zuckerhaltigen Freundin Glukose vereint. Dieses einfache Molekül wird von Pflanzen zur Energiegewinnung und zur Bildung von größeren strukturellen Kohlenhydratmolekülen verwendet.

LICHTQUALITÄT: WATT, LUMEN, PAR UND PPFD

Damit haben wir also angeschnitten, warum die Pflanzen Licht benötigen, um die Photosynthese zu betreiben. Doch sind manche Lichtquellen besser als andere? Die Antwort darauf lautet ja. In den meisten Regionen der Welt sind die von der Sonne ausgestrahlten Photonen mehr als genug, um die Photosynthese zu betreiben. Wer jedoch in Innenräumen anbaut, wird ein Lampen-Equipment benötigen, das ausreichend Energie liefert, um die Pflanzen gedeihen zu lassen.

Auf dem Markt sind viele verschiedene Arten von Indoor-Anbaulampen erhältlich, darunter LEDs, Gasentladungslampen und Leuchtstoffröhren, um nur einige Beispiele zu nennen. Jede dieser Arten bringt ihre eigenen Vor- und Nachteile mit sich, doch alles in allem ist die Lichtqualität der entscheidendste Faktor.

Watt

Wenn Du auf der Suche nach Lampen bist, musst Du auf die Watt-Angabe achten, die die elektrische Leistung angibt. Wenn die Watt-Zahl zu gering ist, wird die Lichtquelle nicht genügend Licht für ein optimales Pflanzenwachstum ausstrahlen. Lampen, die es auf eine Leistung von ungefähr 400–600 W/m² bringen, sind ausreichend, um zu Hause eine zufriedenstellende Ernte zu sichern. Lampen mit mehr als 1000 W pro Quadratmeter treiben die Blütenproduktion an ihre Grenzen.

Lumen

Die Lichtqualität kann von Growern anhand mehrer Messungen ermittelt werden. Zuallererst kann mit Hilfe eines Lux-Meters analysiert werden, wie viel Licht ein bestimmter Bereich der Anbaufläche genau abbekommt. Lux ist eine auf die Fläche bezogene Maßzahl der Beleuchtungsstärke, also deren Intensität in Lumen im Verhältnis zu der Fläche, die beleuchtet werden soll. Lux-Meter messen den Bereich des Lichts, der vom menschlichen Auge wahrgenommen werden kann und damit können sie kein spezifisches Messergebnis für die für Pflanzen verfügbare Lichtleistung bieten. Doch sie sind völlig ausreichend, damit sich der Selbstversorger zu Hause ein Bild davon machen kann, wie viel Licht sein Beet erhält. Du solltest darauf abzielen, Deinen Pflanzen in der Wachstumsphase etwa 40.000 und in der Blütephase etwa 60.000 Lux zu bieten.

PAR und PPFD

Lux klingt nützlich, doch was, wenn Du die genaue Anbauleistung einer bestimmten Lampe kennen möchtest? Hier kommt der PAR-Wert (englisch für “photosynthetically available radiation”, also die für die photosynthese nutzbare Strahlung) ins Spiel. PAR ist das Licht im Spektralbereich von 400–700nm, das von den Pflanzen zur Durchführung der Photosynthese genutzt werden kann. Die Einheit für die Messung von PAR ist Mikromol pro Sekunde (μ/mol/s) und sie verrät Growern, wie viele Photonen dieses Farbspektrums pro Sekunde auf die Blätter ihrer Pflanze treffen. Das wiederum nennt man PPFD (die photosynthetische Photonenflussdichte).

Der PAR kann mithilfe eines PAR-Meters bestimmt werden. Diese Geräte verwenden Sensoren, um das Licht im Bereich von 400–700nm zu erkennen. Der durchschnittliche PPFD kann bestimmt werden, indem in verschiedenen Bereichen des Blätterdachs Messungen auf derselben Höhe vorgenommen werden. Du solltest in der Wachstumsphase etwa 350μ/mol/s und in der Blütephase rund 850μ/mol/s anpeilen.

Auch Lampenhersteller sollten diese Information bieten können. Für echte PPFD-Daten solltest Du darauf achten, dass Dich der Hersteller mit der Distanz zwischen Blätterdach und Lichtquelle, mehreren Maßangaben, dem Durchschnitt und dem Minimum-zu-Maximum-Verhältnis versorgt.

OPTIMALE PHOTOSYNTHESE-BEDINGUNGEN

Die Lichtintensität ist nicht der einzige Umstand, der die Photosynthese antreiben kann. In der Forschung zeigte sich, dass auch die Temperatur und Kohlenstoffdioxid den Prozess verstärken können.

Die Photosynthese hängt zur Ausführung biochemischer Reaktionen von zahlreichen Enzymen ab. Diese Proteine können bei kalten Temperaturen von 0–10°C nicht effizient arbeiten, was die Photosynthese-Rate vermindert und letztlich zu einem verminderten Wachstum führt. Doch ebenso behindern auch hohe Temperaturen von über 20°C diese entscheidenden Enzyme. In einem Temperaturbereich von 10–20°C bieten sie die beste Leistung.

Interessanterweise ermöglicht es CO₂ Cannabispflanzen, auch in etwas wärmeren Temperaturen zu gedeihen. In Verbindung mit starken Lampen kann also ein gesteigerter Gehalt des Gases helfen, die Photosynthese anzutreiben. Je mehr Licht ein Blatt ausgesetzt ist, desto mehr Kohlenstoff wird benötigt, um die Energie in Zucker umzuwandeln. Wenn Du also 600W Lampen auf einer relativ kleinen Fläche betreibst, hast Du genug Leistung, um eine Steigerung des CO₂-Niveaus zu rechtfertigen. Mit CO₂-Tanks können Grower den CO₂-Gehalt in den optimalen Bereich von 1,500–2,000ppm heben. Eine einfachere Lösung ist es jedoch, auflösbare Tabletten in die Erde zu geben.

WIE DIE PHOTOSYNTHESE-RATE WOMÖGLICH DEN CANNABINOID-GEHALT BEEINFLUSST

Es würde Sinn machen, dass eine höhere Photosynthese-Rate den Pflanzen ermöglicht, mehr Energie zu erzeugen und den Cannabinoid-Gehalt zu erhöhen. Es gibt allerdings kaum Untersuchungen zu dem Thema und es scheinen viele Nuancen involviert zu sein. Zum Beispiel ergab eine Studie, dass verschiedene Ökotypen von Cannabis in wärmerem Klima eine gesteigerte Photosynthese-Rate zeigten, doch der Anbau in kühleren Temperaturen sorgte für eine Steigerung des Cannabinoid-Gehalts. Weitere Studien sind nötig, um hier ein klares Bild zu zeichnen.

Man weiß zudem, dass Pflanzen ein schwankendes Cannabinoid-Profil entwickeln, wenn sie unter verschiedenen Lampenarten derselben Lichtintensität stehen. Eine Studie zeigte, dass Gasentladungslampen (MH, NDL, CDM) nach Trockengewicht mehr Blüten hervorbrachten, während LEDs für einen höheren Gehalt der Cannabinoide CBG, THC und CBD sorgten.

GIBT ES UNTERSCHIEDE ZWISCHEN PHOTOPERIODISCHEN UND AUTOFLOWERING SORTEN, WAS DIE PHOTOSYNTHESE ANBELANGT?

Photoperiodische und autoflowering Sorten reagieren unterschiedlich auf Licht. Beide Arten betreiben die Photosynthese auf dieselbe Weise, doch photoperiodische Sorten benötigen einen Wechsel des Lichtzyklus, um mit der Blüte zu beginnen. In der Wachstumsphase halten Grower photoperiodische Pflanzen normalerweise bei einem Beleuchtungsplan von 18 Stunden Licht und 6 Stunden Dunkelheit. Ein Wechsel zu 12 Stunden Licht und 12 Stunden Dunkelheit zwingt sie dann dazu, in die Blütephase zu wechseln. Wenn sie mehr Licht abbekommen, bleiben sie endlos in der Wachstumsphase.

Im Gegensatz dazu blühen autoflowering Sorten unabhängig von Umgebungsreizen. Sie halten es sogar aus, wenn sie ihr gesamtes Leben einem Lichtzyklus von 24 Stunden ausgesetzt sind, und produzieren dennoch Blüten. Das bedeutet, dass autoflowering Sorten in der Blütephase mehr Gelegenheit dazu haben, Photosynthese zu betreiben. Doch auch sie benötigen zum Atmen eine Phase der Dunkelheit. Der optimale Plan für autoflowering Sorten in Innenräumen liegt daher über den gesamten Anbauzyklus bei 20 Stunden Licht und 4 Stunden Dunkelheit.

Die Bedeutung Von Zucker Beim Cannabisanbau

Wochenlang hast Du sichergestellt, dass Deine Cannabispflanzen ausreichend Nährstoffe bekommen; Du hast mit größter Sorgfalt einen Bewässerungsplan ausgearbeitet, aber verfügen Deine Pflanzen über ausreichend Zucker für die Produktion fetter Blütenstände? Finde heraus, warum Zucker für den Anbau von Cannabispflanzen so wichtig ist und wie Du den Glukosegehalt richtig messen kannst.

Zucker. Viele Menschen denken dabei an eine weiße, kristalline, süchtig machende Zutat, die zum Süßen von Speisen verwendet wird. Außerdem verleiht er Früchten wie Banane oder Mango ihre leckeren Aromen. Zucker ist allerdings mehr als ein Süßungsmittel. Er ist eine in der natürlichen Welt allgegenwärtige Energiequelle — und spielt bei der Entwicklung von Cannabispflanzen eine besonders wichtige Rolle.

WAS IST ZUCKER (SOFERN ES CANNABISPFLANZEN BETRIFFT)?

Zucker ist ein Überbegriff für ein Konglomerat von Molekülen. Einfachzucker wie Glukose und Dextrose werden als Monosaccharide bezeichnet (“mono” bedeutet eins). Diese einfachen Moleküle sind die grundlegendste Art von Kohlenhydraten, die Kohlenstoff-, Stickstoff- und Wasserstoffatome aufweisen. Solche einfachen Einheiten können sich zu komplexeren Zuckerverbindungen zusammenschließen, den sogenannten Disacchariden (“di” bedeutet zwei).

Längere Ketten aus diesen einfachen Molekülen bilden das Rückgrat von komplexeren Kohlenhydraten wie Oligosacchariden und Polysacchariden. In der Wissenschaft werden diese Verbindungen allerdings nicht als Zucker angesehen.

Oftmals sind Anbauer so sehr mit Nährstoffen und Bewässerungsplänen beschäftigt, dass sie gar kein Auge dafür haben, wie wichtig Zucker für ihre Cannabispflanzen ist. Cannabispflanzen können diese lebenswichtige Energiequelle zwar eigenständig produzieren, doch für Anbauer ist es trotzdem interessant, ihre entscheidende Rolle zu verstehen.

Höchste Zeit also, in die Bedeutung von Zucker für Cannabispflanzen einzutauchen. Wir beginnen mit Photosynthese und der Art und Weise, wie Zucker die Produktion von Buds verbessert. Anschließend beschäftigen wir uns mit Möglichkeiten für die Überwachung des Zuckergehalts Deiner Pflanzen.

DIE BEDEUTUNG VON PHOTOSYNTHESE

Wir Menschen müssen proaktiv Nahrung aufnehmen, um an die Glukose zu kommen, die unsere Zellen und das Gehirn mit Energie versorgt. Pflanzen hingegen versorgen sich durch die Aufnahme von Sonnenstrahlen selbst mit Zucker. Dieser Vorgang wird als Photosynthese bezeichnet — ein Wort, das im Biologieunterricht schnell vergessen, beim Anbau von Cannabispflanzen aber genauso schnell wieder in Erinnerung gerufen wird.

Pflanzen sind die einzige Zuckerquelle in der Natur, wobei die in Milch enthaltene Laktose die Ausnahme bildet, sowie einige naschhafte Bakterien. Bei Cannabispflanzen spielt sich die Magie in den Fächerblättern ab.

Photosynthetische Zellen in diesen Blättern enthalten spezielle Organelle namens Chloroplasten. Teil dieser Strukturen ist das Pigment Chlorophyll, das vielen Pflanzen ihr grünes Aussehen verleiht. Chlorophyll-Moleküle nehmen Sonnenlicht auf und wandeln es in Adenosintriphosphat (ATP) um — die zelluläre Energieeinheit.

Sonnenlicht ist allerdings nur ein Teil des Puzzles. Pflanzen verwenden außerdem durch die Wurzeln aufgenommenes Wasser und durch Spaltöffnungen absorbiertes Kohlendioxid. Im Zusammenspiel erzeugt dieses essentielle Trio Glukose. Als Nebenprodukt der Reaktion geben Pflanzen Sauerstoff ab.

Zucker spielt eine grundlegende Rolle in der Struktur von Pflanzen. Diese scheinbar intelligenten Wesen verketten Glukosemoleküle zu Cellulose — eine Substanz, die ihnen Kraft, Struktur und Form verleiht.

ZUCKER HABEN DIREKTEN EINFLUSS AUF DAS PFLANZENWACHSTUM UND DIE PRODUKTION VON BUDS

Zucker ist während des gesamten Wachstumszyklus unerlässlich. Pflanzen verwenden aus Glukose gewonnenes ATP für grundlegende physiologische Reaktionen, die an der Atmung, der Photosynthese und dem Aufbau von Zellwänden beteiligt sind.

Glukose spielt eine besonders wichtige Rolle bei der Vorbereitung der Fortpflanzung. Beim Anbau von Cannabispflanzen ist das die Mitte der Blütephase! Etwa vier Wochen nach Beginn der Blüte rücken Zuckerverbindungen in den Vordergrund. Während dieser Zeit verwenden Pflanzen das Molekül, um ihre Buds aufzupumpen.

Zucker tragen nicht nur zur Größe und Dichte der Blüten bei, Pflanzen nutzen sie auch für die Produktion von Harz und aromatischen Terpenen. Letztere sind für die charakteristischen Gerüche bestimmter Cannabissorten verantwortlich und haben zudem sedierende oder energetisierende Eigenschaften.

VERTEILUNG VON ZUCKERVERBINDUNGEN IN CANNABISPFLANZEN

Nach der Photosynthese liefern Pflanzen Glukosemoleküle an die Stellen, in denen der Bedarf am größten ist. Sie transportieren Zucker in Form von Saft — eine schmierige Substanz, die außerdem Wasser, Mineralien, Aminosäuren und Pflanzenhormone enthält.

Die Blätter der Cannabispflanze sind bekannt als Zuckerquellen. Innerhalb der Quelle gelangt der Saft in das Phloem. Das Phloem ist ein Transportsystem, das spezialisierte Zellen enthält. Mithilfe von Wasser wird im Phloem Druck erzeugt und Saft sowie darin enthaltene Zucker zu Bereichen transportiert, in denen Glukose gespeichert und weiterverarbeitet wird. Hierzu zählen Bereiche mit aktivem Wachstum wie Blüten, Wurzeln und Blätter. Zuckerverbindungen unterstützen das Wachstum der Blütenstände und sorgen für fette Buds — ein wesentlicher Faktor für jeden Cannabisanbauer!

Auch in den Wurzeln spielt Zucker eine wichtige Rolle. Pflanzen geben Zucker in die Erde ab und nutzen die Energiequelle, um nützliche Mikroben wie Bakterien und Mykorrhizapilze zu ernähren. Als Gegenleistung bauen diese Lebensformen organische Materie ab und liefern Nährstoffe zu den Wurzeln.

ÜBERWACHUNG DES ZUCKERGEHALTS

Anbauer können sicherstellen, dass ihre Pflanzen genügend Zucker produzieren, indem sie den Glukosegehalt im Pflanzensaft messen. Obwohl sich das nach einem komplexen Prozess anhört, für den man ein Labor benötigt, kann es in Wirklichkeit mit einem einfachen Handmessgerät zu Hause durchgeführt werden. Erlaube uns, Dir das Refraktometer vorzustellen.

Refraktometer sind preiswerte Geräte zur Messung von Brix — dem Grad, zu dem Licht gebrochen wird, wenn es eine Lösung durchdringt. Vorher waren wieder im Biologieunterricht, jetzt ist es Zeit, etwas Physik zu rekapitulieren!

Einfach ausgedrückt: Brechung ist die Ablenkung des Lichts, die auftritt, wenn ein Lichtstrahl in ein Prisma oder eine Flüssigkeit eintritt. Ein gerader Lichtstrahl scheint beim Eintritt in das Objekt oder die Flüssigkeit in einem Winkel weiterzubewegen. Das Phänomen ist darauf zurückzuführen, dass das Licht beim Eintritt in ein anderes Medium abgelenkt wird.

Refraktometer messen den Brechungswinkel in Grad Brix (°Bx).

Vor der Messung des Zuckergehalts musst Du sicherstellen, dass Du das Ganze bei Raumtemperatur durchführst. Zunächst musst Du das Gerät justieren. Schaue durch das Okular nach unten und stelle den Fokussierring so ein, dass Du die Skalen im Inneren gut erkennen kannst. Entferne die Abdeckplatte und entferne vorhandenen Staub, um alles genau ablesen zu können. Als nächstes tropfst Du mithilfe einer Pipette destilliertes Wasser auf das Prisma und schließt die Abdeckung. Finde eine helle Lichtquelle, schaue in das Okular und nimm eine Messung vor. Destilliertes Wasser sollte einen Wert von 0°Bx anzeigen. Dieses Messergebnis entspricht 0% Zucker.

Jetzt ist es an der Zeit, den Zucker in Deinen Cannabispflanzen zu messen. Drücke eine Saftprobe aus einem frischen Cannabisblatt und gib sie auf das Prisma. Schließe die Abdeckung und lies das Messergebnis ab. 1°Bx entspricht 100 Gramm Zucker in einer Lösung. Alles über 12°Bx oder 12% gilt als ideal. Ergebnisse unter diesem Wert deuten darauf hin, dass Deiner Cannabispflanze Zucker fehlt, was an einer unzureichenden Lichtintensität oder Nährstoffmangel liegen kann.

4 MÖGLICHKEITEN, DIE ZUCKERPRODUKTION VON CANNABISPFLANZEN ZU BEEINFLUSSEN

Sollte Deiner Pflanze Zucker fehlen, musst Du die Zuckerproduktion entweder durch direktes Hinzufügen von Zuckerquellen erhöhen oder die Produktion mithilfe anderer Methoden anregen.

1. ENTLAUBEN

Trimmen mag kontraproduktiv erscheinen, wenn Deiner Pflanze Zucker fehlt. Schließlich helfen Blätter bei der Zuckerproduktion, oder? Stimmt! Aber das Entfernen von Blättern veranlasst die Pflanze dazu, den Zucker zu den Blütenständen umzuleiten statt überschüssige Blätter zu versorgen. Trimmen, Beschneiden oder Entlauben — nenne es, wie Du willst, es handelt sich um eine todsichere Möglichkeit, den Zuckergehalt in den Blütenständen zu erhöhen. Aber übertreibe es nicht.

2. VERWENDE ENDMELASSE

Endmelasse (auch Restmelasse genannt) ist ein Nebenprodukt der Raffinierung von Zuckerrohr. Es wird von verschiedensten Landwirten dazu verwendet, das mikrobielle Leben in der Wurzelzone zu verbessern. Wenn Deinen Pflanzen Nährstoffe fehlen, geben sie wahrscheinlich nicht so viele Exsudate ab, wie sie eigentlich könnten, um nützlichen Mikroben einen Lebensraum zu geben. Reichere den Boden mit Melasse an, um das Mikrobenwachstum zu fördern, was wiederum Deinen Pflanzen helfen sollte, die für die Blüte wichtigen Nährstoffe aufzunehmen. Mische zwei Esslöffel in fünf Liter lauwarmes Wasser.

3. PASSE DIE BELEUCHTUNG AN

Ein niedriger Zuckergehalt kann auch auf einen Mangel an Licht zurückzuführen sein. Während der Wachstumsphase benötigen Deine Pflanzen vor allem für die Photosynthese ziemlich viel Licht. Ziele darauf ab, Deine Pflanzen mit etwa 1000W/m² zu versorgen.

4. FÜGE AMINOSÄUREN HINZU

Im Fachhandel gibt es mehrere Aminosäurenpräparate für die Steigerung der Zuckerproduktion. Diese Produkte enthalten Aminosäuren, die die Bildung von Chlorophyll unterstützen, welches die Pflanze wiederum bei der Umwandlung von Sonnenlicht in Zucker unterstützt.

Alles Wissenswerte Über Trichome

Wahrscheinlich hast Du schon einmal von Trichomen gehört, aber die meisten Menschen haben keine Ahnung, was sie eigentlich genau bewirken. Obwohl sie kaum Aufmerksamkeit erregen, enthalten die Trichome in der Tat die wichtigsten Inhaltsstoffe der Cannabispflanze. Hier ist eine umfassende Übersicht zu Cannabis-Trichomen.

Wenn Du schon einmal ein bisschen Recherche über Cannabis betrieben hast, ist Dir bestimmt schon einmal der Begriff “Trichom” begegnet. Es klingt zwar wie eine der vielen chemischen Verbindungen in Cannabis — wie Cannabinoide, Flavonoide und Terpene — aber in Wirklichkeit sind Trichome deren Quelle!

Trichome erfüllen während des gesamten Lebens einer Cannabispflanze wichtige Aufgaben und sind ein entscheidender Faktor für die Qualität einer jeden Sorte. Aber bevor Du Dich auf die Suche nach der Sorte mit den “besten Trichomen” machst, solltest Du etwas über die verschiedenen Arten von Trichomen und ihre genaue Rolle in der Cannabispflanze erfahren. Los geht’s!

Was sind Trichome?

Bei einer reifen Graspflanze sind Trichome die winzigen weißen, haarähnlichen Wucherungen, die aus den Blüten und Zuckerblättern herausragen. Interessanterweise kommt das Wort vom griechischen Begriff “tríchōma”, was einfach “Haarwuchs” bedeutet. Cannabistrichome sind sehr klein, weniger als 1 Millimeter lang und mit bloßem Auge kaum zu erkennen.

Aus der Ferne sehen die Trichome jedoch wie eine Frostschicht über den Blüten aus. Hast Du schon einmal gehört, dass jemand “THC-Kristalle” oder Harz mit stärkerem Gras in Verbindung bringt? Eigentlich gemeint ist damit eine Fülle von Trichomen. Diese kleinen, feinen Härchen enthalten eine viel höhere Konzentration an Cannabinoiden, Flavonoiden und Terpenen als jeder andere Teil der Pflanze. Kurz gesagt: Mehr Trichome sind gleichbedeutend mit mehr Potenz.

Wir haben bisher zwar nur über Cannabis gesprochen, aber Trichome gibt es auch bei vielen anderen Pflanzen, darunter Tomaten, Basilikum, Minze und Brennnessel. Die kleinen weißen Härchen voller Gift auf der Brennnessel — das sind Trichome. Sie sind also nicht immer so angenehm! Sie sehen alle unterschiedlich aus und dienen verschiedenen Zwecken, aber sie sind alle Trichome. Um Verwirrung zu vermeiden, werden wir sie nur im Zusammenhang mit Cannabis besprechen.

Aber im Allgemeinen sind Trichome Drüsen, die auf der Oberfläche von Pflanzen wachsen und in denen verschiedene, nützliche Verbindungen produziert werden.

Wofür sind Trichome da?

Trichome erfüllen bei Cannabispflanzen viele Zwecke. Sie tragen zur Abschreckung von Fressfeinden bei, schützen vor den UV-Strahlen der Sonne, fangen schädliche Insekten, produzieren nützliche Stoffwechselprodukte und vieles mehr. Im Folgenden erklären wir einige der Zwecke, die Trichome bei blühenden Cannabispflanzen erfüllen.

Trichome zum Schutz vor nicht-lebenden Elementen

Während der Blütephase werden die weiblichen Cannabispflanzen den Elementen gegenüber sehr empfindlich. Faktoren wie Hitze, UV-Licht und Wind stellen für eine ungeschützte Pflanze eine Bedrohung dar. Dank der Trichome sind sie jedoch vor all diesen Faktoren sicher. Sie bedecken genug von der Oberfläche der Pflanze, um sie zu kühlen und schädliche UV-Strahlen abzuwehren. Gleichzeitig dienen sie als Schutzschicht gegen Winde, die die Pflanze beschädigen könnten (Wang et al., 2021).

Trichome zum Schutz vor Tieren und Schädlingen

Die starken Düfte und Aromen der Trichome mögen für menschliche Cannabiskonsumenten anziehend sein, aber für potenzielle Pflanzenfresser sind sie sehr abschreckend. Wenn Du das bezweifelst, nimm eine frische Blüte in den Mund und kaue sie — und schau, wie sie schmeckt. Du wirst sie höchstwahrscheinlich nicht zu einem festen Bestandteil Deiner Ernährung machen.

Trichome dienen der Abwehr potenzieller Pflanzenfresser (Stack, 2023). Das tun sie nicht nur, indem sie furchtbar schmecken — ihre harzige Klebrigkeit wirkt sogar wie eine Leimfalle für kleinere Insekten, die sie fangen und töten kann.

Arten von Trichomen

Wir haben bisher noch keine Unterscheidungen getroffen, aber es gibt viele verschiedene Arten von Trichomen. Einige sind auf Cannabispflanzen häufiger anzutreffen als andere, aber sie sind alle wichtig. Zunächst müssen wir zwischen Trichomen mit und ohne Drüsen unterscheiden.

Trichome mit Drüsen

Kurz gesagt sind drüsige Trichome solche, die mit ihrem “Kopf”, also der Drüse, Substanzen absondern. Es gibt drei Hauptarten dieser Trichome auf Cannabispflanzen.

Trichome mit Kopf und Stiel

Mit einer Größe von 50 bis 100 Mikrometern (ein Mikrometer ist ein Tausendstel Millimeter) sind die Trichome mit Kopf und Stiel die größten der drei Arten. Tatsächlich sind dies die Trichome, die Du in der Regel siehst, wenn Du Dir eine hochwertige Blüte ansiehst. Wie der Name schon sagt, hat diese Art einen relativ großen Stiel, auf dem eine große Drüse sitzt, die reich an Cannabinoiden und Terpenen ist.

Trichome ohne Kopf

Diese Trichome sind kleiner als ihre Artgenossen, aber sie sind trotzdem wichtig. Sie werden bis zu 20–30 Mikrometer breit und haben, wie die oben genannten Trichome, einen Stiel. Dieser ist jedoch viel kürzer und die Drüse enthält wiederum verhältnismäßig weniger Verbindungen.

Knollenförmige Trichome

Trotz des Namens sind die knollenförmigen Trichome mit 10–15 Mikrometern Breite mikroskopisch klein. Sie haben keinen Stiel wie die anderen, sondern sitzen direkt auf der Oberfläche der Pflanze. Aufgrund ihrer geringen Größe haben sie eine geringe Kapazität zur Speicherung von Verbindungen, enthalten aber die gleiche Art von Stoffen wie die anderen.

Trichome ohne Drüsen

Diese Trichome zeichnen sich dadurch aus, dass sie keine Drüsen haben, wie Du wahrscheinlich schon vermutet hast. Das bedeutet, dass sie nicht die Cannabinoide und andere Verbindungen enthalten, für die wir Trichome lieben. Sie haben aber trotzdem verschiedene Funktionen und sollten nicht völlig ignoriert werden.

Es gibt drei Variationen dieser Art.

Einzellige Trichome

Einzellige Trichome dienen dazu, die Pflanze vor extremen Temperaturen und Wasserverlust zu schützen. Sie bedecken zunächst den Keimling und erscheinen später auf den Unterseiten der Blätter der reifenden Pflanze. Wie ihr Name schon sagt, sind sie einzellig und ohne Mikroskop nicht zu sehen. Wenn Du aber genau hinsiehst, wirst Du ihre Ähnlichkeit mit kurzen Härchen feststellen.

Zystolithische Trichome

Zystolithische Trichome erscheinen ebenfalls früh im Leben einer Cannabispflanze. Sie sehen ähnlich aus wie ihre oben erwähnten einzelligen Artgenossen, nur dass sie größer sind und einen besonderen Auswuchs an ihren Zellwänden haben. Dadurch fühlen sie sich rau an, ein bisschen wie Nadeln. Es wird vermutet, dass sie die Jungpflanze vor Pflanzenfressern wie Säugetieren mit empfindlichen Zungen schützen.

Kopfförmige, stiellose Antheren-Trichome

Die kopfförmigen, stiellosen Antheren-Trichome schließlich findet man nur auf den Antheren und dem umgebenden Blütenkelch der Cannabispflanze. Sie sind etwa 80 Mikrometer breit und damit die größten stiellosen Trichome. Die Trichome auf dem Blütenkelch sind jedoch etwas kleiner als die auf den Antheren.

Der Lebenszyklus der Trichome

Wie die Pflanze, auf der sie wachsen, haben auch die Trichome ihren eigenen Entwicklungsprozess. Er ist mit dem Wachstumsprozess von Cannabis synchronisiert, wobei die ersten wirklichen Veränderungen nach 3–4 Wochen in der Blütephase auftreten. Ab dann musst Du genau hinsehen, um zu bestimmen, wann genau Du Deine Pflanze für maximale Potenz ernten musst. Wir empfehlen, eine Juwelierlupe oder eine Mikrolinse mit einer Vergrößerung von ca. 120x zu verwenden, um die Entwicklung Deiner Trichome zu beobachten.

Bestimmung des Erntezeitpunkts

Wenn die Erntezeit näher rückt, werden die Trichome einen von drei Farbtönen haben: durchsichtig, trüb oder bernsteinfarben.

Wenn sie durchsichtig sind, bedeutet das einfach, dass die Pflanze noch nicht bereit für die Ernte ist. Sie produziert noch Harz, das in die Drüsen gedrückt wird, und die Drüsen sind noch nicht damit gefüllt. Wenn Du zu diesem Zeitpunkt erntest, würdest Du beim Rauchen nicht viel spüren.

Sobald die Drüsen jedoch wolkig-weiß werden, haben sie ihre maximale Harzkapazität erreicht. Wenn Du nach dem Rauchen der Buds ein starkes High verspüren willst, ist dies der optimale Erntezeitpunkt. Diejenigen, die Sativas anbauen, sollten nicht viel länger warten. Das bedeutet nicht, dass die Sorte auf jeden Fall stark ist — es heißt, dass sie jetzt so potent wie möglich ist.

Diese Phase wird jedoch vorübergehen, und die Trichome werden sich von trüb zu bernsteinfarben verfärben. Wenn Du eine Indica anbaust, ist dies der beste Zeitpunkt für die Ernte. Bernsteinfarbene Trichome stehen dafür, dass das High eher entspannend und schläfrig als erhebend und anregend sein wird. Es heißt aber auch, dass der THC-Gehalt langsam abnimmt. Wenn Du diese Art von Wirkung wünschst, warte, bis etwa 50% der Trichome bernsteinfarben geworden sind.

Nebenbei bemerkt: Bevor Du überhaupt loslegst, kannst Du bestimmte Dinge tun, um die Anzahl der Trichome zu maximieren, die überhaupt entstehen.

Trichome isolieren

Da sie all das Harz enthalten, für das wir Cannabis lieben, möchtest Du vielleicht erfahren, wie Du Trichome vom Rest der Pflanze isolieren kannst, um Haschisch, Kief, Extrakte oder Konzentrate herzustellen. Zum Glück gibt es, wenn Du diese Art von High erreichen willst, einige Möglichkeiten.

Mechanisch (mit einem Grinder)

Vielleicht denkst Du jetzt: “Moment, ihr meint diese Art von Grinder?”. Ja, wenn Du einen Drei-Kammer-Grinder hast, weißt Du bereits, wie man Trichome mechanisch isoliert! Gib Dein Gras einfach hinein, mahle es und Dein Gewinn wird sich im untersten Fach befinden. “Aber das ist doch nur Kief!”. Genau, lieber Leser! Kief ist eine Ansammlung von Trichomen in Pulverform. Du wirst zwar nicht 100% von dem bekommen, was auf Deiner Blüte ist, aber es wird trotzdem eine beträchtliche Menge zusammenkommen.

Lösungsmittelbasierte Extraktion

Wenn Du noch mehr der Trichome extrahieren willst, kannst Du es mit einer lösungsmittelbasierten Extraktion versuchen.

Dabei wird zur Trennung der Trichome von der Cannabispflanze unter Druck stehendes Butangas verwendet. Da Butangas sehr explosiv ist, ist dieser Prozess für den Hausgebrauch normalerweise nicht sicher. Viele der Konzentrate auf dem legalen Cannabismarkt werden jedoch mit dieser Methode hergestellt. Trotz der möglichen Sicherheitsrisiken ist es die billigste und effektivste Methode, die es gibt — und sie ist nur dann gefährlich, wenn sie von einem Amateur durchgeführt wird. Wenn Du kein Butan verwenden willst, kannst Du auch reinen Alkohol verwenden. Wir haben auch ein paar schicke Geräte in unserem Online-Shop, die den Prozess vereinfachen können.

Lösungsmittelfreie Extraktion

Die lösungsmittelfreie Extraktion ist die sicherste und wahrscheinlich einfachste Methode. Gib Dein Cannabis dabei einfach in Eiswasser und schüttle es zur Lösung der Trichome. Der Prozess ist ziemlich detailreich, daher empfehlen wir Dir, unsere ausführliche Anleitung zur Herstellung von Bubble Hash zu lesen, falls Du es ausprobieren möchtest.

Kurz zusammengefasst: Eiskaltes Wasser trennt die Trichome von der Cannabisblüte. Zuerst musst Du das Gras also in sehr kaltem Wasser schütteln. Siebe das Wasser dann durch ein feines Sieb, zum Beispiel einen Kaffeefilter. Wenn dieser Kaffeefilter getrocknet ist, sollten reine Trichome zurückbleiben, die Du zu Haschisch pressen und dann rauchen oder vapen kannst.

Bubble Hash ist sehr reines Haschisch, da es den größten Teil der überschüssigen Pflanzenteile entfernt.

Nutze Trichome auf dem Höhepunkt ihrer Entwicklung!

Auch wenn Du bis jetzt nicht wusstest, was Trichome sind, hast Du sie, falls Du Gras gerne konsumierst, wahrscheinlich bereits die ganze Zeit zu schätzen gewusst, ohne es zu wissen. Jetzt weißt Du, wem Deine Liebe gehört.

Wenn Du willst, kannst Du einfach weiter Gras rauchen und die Drüsen bewundern, die überall auf der Cannabispflanze wachsen. Nimm einfach eine Lupe zur Hand und schau Dir diese Schönheiten aus nächster Nähe an. Oder Du kannst mit den Trichomen Konzentrate herstellen, um Deine Erfahrung mit Cannabis weiter auszubauen.


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