Diese fünf Dinge können Schulen aus der Corona-Krise lernen
Schulleiter, Autor und Blogger Matthias Förtsch engagiert sich leidenschaftlich für die Schulentwicklung. Sein besonderer Fokus liegt auf…
Diese fünf Dinge können Schulen aus der Corona-Krise lernen

Foto: Matthias Förtsch
Schulleiter, Autor und Blogger Matthias Förtsch engagiert sich leidenschaftlich für die Schulentwicklung. Sein besonderer Fokus liegt auf der agilen Organisationsentwicklung und darauf, wie Schulentwicklung in der Digitalisierung funktioniert. Für uns fasst er hier zusammen, was Schulen aus der Corona-Krise lernen können.
1. Eigenverantwortung beim Lernen ernst nehmen
In der Schließzeit waren die Schulen darauf angewiesen, dass Schülerinnen in der Lage sind, sich Inhalte und Methoden weitgehend selbstständig zu erschließen. Es hat sich unter anderem gezeigt, dass die Schulen, die in ihrem Ansatz Schülerinnen Vertrauen schenken und sie ermutigen, eigene Lösungen zu finden, insgesamt besser durch die Krise gekommen sind.
2. Veränderte Kommunikationsformen
Chat und Videokonferenz sind wie selbstverständlich hinzugekommen, auch wenn Kollegien zuvor skeptisch waren. Diese Formen sollten jetzt nicht von einen Tag auf den anderen wieder verschwinden, sondern es kann geprüft werden, wann welche Kommunikationsform gut geeignet ist. Unterricht wie Unterstützungssysteme könnten so auch hybrid organisiert werden.
“In der Schließzeit gab es vermehrt 1:1-Beratungsgespräche via Video. Viele empfanden diese Form als besonders gewinnbringend.”
3. Feedbackkultur
In der Schließzeit gab es vermehrt 1:1-Beratungsgespräche via Video oder auch Kleingruppengespräche in Breakout-Rooms, auch mit Lehrer*innenbegleitung. Viele empfanden diese Form als besonders gewinnbringend im Vergleich zur Unterrichtssituation mit der ganzen Klasse. Schulen sollten überlegen, wie sich Freiräume für diese Settings im Alltag schaffen lassen.
4. Kreative Auslegung der Bildungspläne
Auf einmal waren die Inhalte und Methoden nicht mehr alle verpflichtend, es wurde z. T. auf ein Mindestmaß reduziert. Dies sollte die Schulen ermutigen, auch zukünftig die Spielräume in der Auslegung der Bildungspläne im Sinne der Schüler*innen auszuloten.
5. Prüfungsformate weiterentwickeln
Die Klassenarbeit hat zwar weiterhin nicht ausgedient, war aber im Lockdown kaum durchführbar. Andere Formen der Leistungsmessung wurden ausprobiert, aber auch Online-Testformate entwickelt. Das IBBW in Baden-Württemberg hat gerade Diagnose-Instrumente für die Lernbrücken im Sommer angekündigt. Es tut sich also was im Bereich der Learning Analytics sowie dem Gegenteil, den offenen Prüfungsformen, die die Zukunftskompetenzen besser abbilden als jedes geschlossene Prüfungsformat.
메타데이터
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