← Back to list

Wenn du trägst, was nicht zu dir gehört

Kapitel 19 aus der Serie: Die Anatomie der Identität

Maria Diepgen · 2026-06-30 05:42 · 101 claps · 1.7 min read
#identität #yuen-methode
Open on Medium ↗

Wenn du trägst, was nicht zu dir gehört

Kapitel 19 aus der Serie: Die Anatomie der Identität

Nicht alles, was du fühlst, gehört zu dir.

Nicht jeder Gedanke ist dein eigener.

Nicht jede Angst hat ihren Ursprung in deinem Leben.

Und nicht jede Last, die du trägst, musst du weitertragen.

Dr. Kam Yuen lehrte, dass Menschen Informationen übernehmen können — bewusst und unbewusst.

Von der Familie.

Von Beziehungen.

Von der Gesellschaft.

Von Orten.

Von Ereignissen.

Und manchmal auch aus Informationsfeldern, die sich nicht unmittelbar erklären lassen.

Solange diese Informationen nicht erkannt werden, wirken sie oft wie die eigene Identität.

Wenn Fremdes vertraut wird

Je länger wir eine Information tragen, desto vertrauter wird sie.

Irgendwann sagen wir: „So bin ich eben.“

Dabei könnte die eigentliche Frage lauten:

„Gehört das überhaupt zu mir?”

Der Unterschied zwischen Mitgefühl und Übernahme

Mitgefühl verbindet. Übernahme belastet.

Viele sensible Menschen spüren Stimmungen anderer.

Das ist nicht das Problem.

Schwierig wird es erst, wenn fremde Emotionen, Gedanken oder Belastungen zur eigenen Identität werden.

Die Körperintelligenz kennt den Unterschied

Die Körperintelligenz unterscheidet nicht nach Geschichten.

Sie prüft:

Stärkt diese Information?

Oder schwächt sie?

Was schwächt, gehört nicht dauerhaft in das System.

Der Yuen-Blick

Dr. Kam Yuen stellte oft die Frage:

„Ist diese Information überhaupt deine?”

Denn erst wenn erkannt wird, was übernommen wurde, kann die eigene Identität wieder klar werden.

Es geht nicht darum, sich von anderen Menschen zu trennen, sondern sich von Informationen zu lösen, die nicht zur eigenen Identität gehören.

Yuen Methode-Übung: Zur eigenen Identität zurückkehren

Fühle deine Mittellinie — vom Scheitel bis zum Steiß.

Dann sage innerlich:

„Familie, Vorfahren und Nachfahren tragen ihr eigenes Schicksal. Ich trage meines.”

„Alle schwächenden Verbindungen, Identifikationen und Ladungen sind gelöscht — mit allen Ursachen, Gründen und Quellen.”

„Übernommene Emotionen, übernommene Gedanken und psychologische Reaktionen sind getrennt von meiner Identität.”

„Negative Erfahrungen anderer sind gelöscht — mit allen Ursachen, Gründen und Quellen.”

„Stark zur eigenen Identität.”

„Stark zur Mittellinie.”

„Ich bin im Frieden mit der Vergangenheit.”

„Ich bin dankbar für mein Leben.”

Spüre.

Wie fühlt es sich an, wenn du nur noch das trägst, was wirklich zu dir gehört?

Hier findest du die Grundlagen der Mittellinie.

Ein Satz zum Mitnehmen

Je klarer deine eigene Identität wird, desto leichter erkennst du, was wirklich zu dir gehört.

Die Anatomie der Identität — wer du bist, jenseits von Emotion, Reaktion und gespeicherter Zeit. Stark zur eigenen Identität.”


메타데이터
post_id
a8a6beed2717
slug
wenn-du-trägst-was-nicht-zu-dir-gehört-a8a6beed2717
url
https://medium.com/@mdiepgen/wenn-du-tr%C3%A4gst-was-nicht-zu-dir-geh%C3%B6rt-a8a6beed2717
canonical_url
https://medium.com/@mdiepgen/wenn-du-tr%C3%A4gst-was-nicht-zu-dir-geh%C3%B6rt-a8a6beed2717
author_url
https://medium.com/@mdiepgen
status
ok
fetched_at
2026-07-09 22:34:41