MAT-CH Letter #5
Liebe Leserinnen und Leser,
MAT-CH Letter #5

Liebe Leserinnen und Leser,
im Herbst 2021 konnte das Projekt “Weiterentwicklung des beschleunigten Indikatortestverfahrens zur Detektion von Schadstoffen in Museen und Sammlungen (MAT-CH 2.0)” deutlich vorangebracht werden. Durch engagierten Einsatz ist es dem Team gelungen, die Projektphase II abzuschließen und die dritte und letzte Phase zu starten.
Ergänzend zu der im Frühsommer erfolgten Untersuchung des Korrosionsverhaltens, konnte die gesamtheitliche Funktionalitätsprüfung der MAT-CH Indikatoren samt instrumenteller Analytik durchgeführt werden. Parallel zu den Laborarbeiten wurde der Marktbedarf für Schadstoffkontrollen im Allgemeinen sowie das Interesse an dem MAT-CH Equipment in Form einer Online-Umfrage zielführend erforscht.
Mit einem Überblick der zentralen Ereignisse und Entwicklungen des Jahres 2021 verabschiedete sich das Redaktionsteam des MAT-CH Blogs im Dezember in die Winterpause.
Daher freuen wir uns, mit dem MAT-CH Letter die Arbeit wieder aufzunehmen und Sie erneut über die jüngsten Entwicklungen im Projekt zu informieren. Wie gewohnt, wird der Newsletter durch Kurzmeldungen und anstehende Termine komplettiert.
Eine anregende Lektüre wünscht
Ihr Projektteam MAT-CH 2.0
B E I T R Ä G E
Teil 4 der Beitragsserie „Gesamtheitliche Funktionalitätsprüfung der MAT-CH Indikatoren“ fasst Ergebnisse der instrumentellen Analytik zusammen. Die MAT-CH Indikatoren wurden mittels UV-VIS Spektroskopie und Ellipsometrie, welche Auskunft über die Schichtstärken und ihre Eigenschaften liefern, untersucht. Des Weiteren erfolgten licht- und rasterelektronenmikroskopische Untersuchungen und wurde die Korrosion mittels EDX Analytik charakterisiert.

Angaben zur Frage: Werden Schadstoffkontrollen in Ihrem Institut vorgenommen, wenn ja wie häufig?
Phase 3 des Projekts MAT-CH 2.0 umfasst die Befragung der deutschsprachigen Museen und Sammlungen zur Situation der Schadstoffbelastung und -kontrolle. Im Herbst 2021 erfolgte eine Online-Erfassung dieser Themen gekoppelt mit grundsätzlichen Fragen zur Präventiven Konservierung. Mit den Ergebnissen zeichnet sich eine Tendenz zu Routineverfahren und weiteren Auswahlkriterien für präventive Maßnahmen ab, die in Form eines ersten Blogbeitrags geteilt wurden. Die vollständig ausgewertete Befragung wird im Sommer 2022 auf der VDR-Fachgruppentagung Präventive Konservierung „Sauber und luftig!? Aspekte der Sammlungspflege I“ vorgestellt.

Mitarbeiterin des Projekts MAT-CH und Besucher im Gepräch aus der EXPONATEC Cologne
Nach langer pandemiebedingter Unterbrechung vieler Großveranstaltungen konnte im November 2021 die EXPONATEC COLOGNE — 10. internationale Fachmesse für Museen, Konservierung und Kulturerbe wieder stattfinden. Mit großer Freude nutzte das Projektteam diese Gelegenheit und präsentierte die MAT-CH Forschungen mit einem eigenen Stand. Unter Einhaltung strenger Hygienevorgaben war es möglich, mit den rund 2.700 BesucherInnen aus 20 Ländern direkt, intensiv und mit Anschauungsmaterial Fachgespräche zum Thema Schadstoffe in Museen und Sammlungen zu führen.
K U R Z M E L D U N G E N
Im Dezember 2021 nahm das MAT-CH Team an der Onlinekonferenz CollectionCare — New Challenges in Preventive Conservation, Predictive Analysis and Environmental Monitoring der Universität València teil. Der Beitrag zur Entwicklung und Prüfung der Indikatorplättchen wurde aufgezeichnet und ist über die HTW Mediathek abrufbar
Die reproduzierbaren MAT-CH Indikatoren sind als ready-to-use Produkt für den späteren Vertrieb geplant. Entsprechend werden Verpackungslösungen notwendig, die eine längere Lagerung sowie den unbeschadeten Transport ermöglichen. Im Zuge ihrer Masterarbeit untersucht Anna Brunnhuber relevante Lösungen. Die Arbeit steht kurz vor dem Abschluss, Ergebnisse folgen im MAT-CH Blog
Das Projekt MAT-CH war ursprünglich mit einer Laufzeit von 18 Monaten geplant (Juli 2020 — Dezember 2021). Pandemiebedingt unterlagen die Projektarbeiten mehrfachen Verzögerungen, denen der Mittelgeber mit einer Verlängerung des Projekts bis Mai 2022 begegnet. Wir bedanken uns beim BMWi für dieses Vertrauen!
A U S B L I C K * T E R M I N E
Das MAT-CH Team freut sich auf zahlreiche Veranstaltungen im Jahr 2022, die größtenteils wieder in Präsenz geplant werden, aber auch online zugänglich sind. Ein Modell, das hinsichtlich eines klimafreundlichen (Reise-)Verhaltens zu begrüßen ist und sicherlich Bestand haben wird.
· ISA Lisbon 16.-20. Mai 2022, https://www.isa2020-lisboa.pt/index.php
· inArt 2022: 5th International Conference on Innovation in Art Research and Technology, 28. Juni -01. Juli 2022, https://inart2022.sciencesconf.org/
· Metal Helsinki, 05.-09. September 2022, https://www.metal2022.org/
Der vierteljährlich erscheinende MAT-CH Letter fasst wichtige Ereignisse aus dem **Projekt MAT-CH 2.0** zusammen. Er beschäftigt sich darüber hinaus mit Themen rund um die Präventive Konservierung und bietet eine Plattform für Vernetzung. Ausgabe #6 ist für April 2022 geplant.
Copyright © 2022 HTW Berlin, alle Rechte vorbehalten. Inhaltliche Verantwortung: Sabrina Schaffarczyk, Alexandra Jeberien, Nivin Alktash und Bernd Szyszka. Für externe Links und Inhalte wird keine Haftung übernommen.
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- 2026-08-18 18:38:50