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Informatik statt Werkbank — Warum immer mehr Ausbildungsplätze in der IT unbesetzt bleiben

Hannover/Bremen, 1. August 2025 — Während Unternehmen in Niedersachsen händeringend nach Auszubildenden suchen, bleiben tausende…

TimeSpin GmbH · 2025-08-01 05:48 · 192 claps · 2.8 min read
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Informatik statt Werkbank — Warum immer mehr Ausbildungsplätze in der IT unbesetzt bleiben

Hannover/Bremen, 1. August 2025 — Während Unternehmen in Niedersachsen händeringend nach Auszubildenden suchen, bleiben tausende Lehrstellen auch in zukunftsrelevanten Bereichen wie der IT unbesetzt. Der jüngste Bericht des NDR [1] macht deutlich: Trotz der zunehmenden Digitalisierung fehlt es an Nachwuchs, der sich für eine Karriere in der Informatik entscheidet. Ein alarmierender Trend, den Unternehmen wie die Bremer Softwarefirmen **TimeSpin GmbH und [Genese.de GmbH](http://www.genese.de)** hautnah erleben.

Vom Schraubstock zum Code — ein Strukturwandel ohne Anschluss?

Früher war die Werkstatt oft der Ort, an dem Jugendliche ihre ersten beruflichen Erfahrungen machten — ob als Mechatroniker, Tischler oder Metallbauer. Heute ist es längst die digitale Welt, in der Arbeitsplätze entstehen und Zukunft geschrieben wird. Doch der Informatikunterricht an Schulen in Niedersachsen hinkt hinterher: Unterrichtsausfälle, fehlende Lehrkräfte und veraltete Curricula sorgen dafür, dass viele Schülerinnen und Schüler gar nicht erst mit Programmierung in Berührung kommen.

„In vielen Schulen fällt der Informatikunterricht regelmäßig aus oder wird durch fachfremde Lehrkräfte vertreten“, kritisiert Oliver Otto, Geschäftsführer der TimeSpin GmbH. „Das führt dazu, dass Jugendliche kaum Einblicke in die spannenden Möglichkeiten einer IT-Ausbildung bekommen.“

Kein Tüfteln, kein Coden — Freizeit ohne Technikbegeisterung

Ein weiteres Problem: In der Freizeit beschäftigen sich immer weniger Jugendliche mit digitalen Tüftelprojekten. Der frühere Forschergeist — etwa durch das Programmieren eigener Spiele mit Unity oder das Basteln von Webseiten — scheint verflogen. Statt selbst zu gestalten, wird oft nur konsumiert. YouTube, TikTok und Netflix dominieren den Alltag — kreative Eigeninitiative in Sachen Technik ist selten geworden.

„Wer nie erlebt hat, wie spannend es sein kann, ein eigenes Spiel zu programmieren oder eine App zu entwickeln, wird kaum den Wunsch verspüren, daraus einen Beruf zu machen“, sagt Otto. „Dabei bietet gerade unser Berufsfeld hervorragende Zukunftsperspektiven.“

Mädchen in der Informatik: Ein großes Potenzial bleibt ungenutzt

Besonders dramatisch ist der Blick auf die Geschlechterverteilung: Mädchen sind in der Informatik nach wie vor stark unterrepräsentiert. Weder im Schulunterricht noch in außerschulischen Projekten gelingt es in ausreichendem Maß, junge Frauen für technische Berufe zu begeistern. Ein gesellschaftliches Problem, das in Zeiten des Fachkräftemangels doppelt schwer wiegt.

„Gerade in der Anwendungsentwicklung könnten viele junge Frauen mit Kreativität und strukturellem Denken glänzen“, sagt eine Ausbilderin bei Genese.de. „Aber wir bekommen fast ausschließlich Bewerbungen von männlichen Schulabgängern.“

Genese und TimeSpin: Ausbildungsplätze 2025 noch offen

Die beiden Bremer IT-Unternehmen **Genese.de GmbH und [TimeSpin GmbH](http://www.timespin.net) bilden seit Jahren erfolgreich aus. Doch auch sie spüren den bundesweiten Rückgang an Bewerbungen. Für das Ausbildungsjahr 2025 sind noch immer Plätze frei — sowohl für Fachinformatiker:innen für Anwendungsentwicklung als auch für Fachinformatiker:innen für Daten- und Prozessanalyse**.

„Wir bieten moderne Arbeitsplätze, flexible Strukturen und die Möglichkeit, in echten Projekten Verantwortung zu übernehmen — vom ersten Tag an“, sagt Otto. „Doch wir brauchen junge Menschen, die sich überhaupt für Informatik interessieren und den Weg in die Bewerbung finden.“

Was muss passieren?

Die Ursachen sind vielfältig — und so müssen es auch die Lösungen sein. Drei zentrale Ansatzpunkte zeichnen sich ab:

  1. Mehr Informatik an Schulen: Informatik muss als Pflichtfach ab der Mittelstufe etabliert werden — mit qualifizierten Lehrkräften und praxisnahem Unterricht.
  2. Digitale Freizeitangebote fördern: Schulen, Jugendzentren und Kommunen sollten gezielt Programmier-AGs, Hackathons und Maker-Spaces unterstützen.
  3. Geschlechterklischees aufbrechen: Mädchen müssen frühzeitig und gezielt für technische Inhalte begeistert werden — durch Role Models, Projekte und sichtbare Erfolgsgeschichten.

Fazit

Während die Industrie 4.0 schon lange Realität ist, scheint das Bildungssystem in Niedersachsen noch in der analogen Welt verhaftet. Wenn es nicht gelingt, Schülerinnen und Schüler frühzeitig für digitale Berufe zu begeistern, wird sich der Fachkräftemangel weiter verschärfen — mit dramatischen Folgen für Wirtschaft und Gesellschaft.

Firmen wie TimeSpin und Genese zeigen: Ausbildungsplätze sind da. Jetzt braucht es nur noch die richtigen Köpfe — und ein Bildungssystem, das sie auf den Weg bringt.

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