Die Zugspitze und seine Geheimnisse
Wo ein Berg ist, das ist auch ein Gipfel. Und der kann Geheimnisse und interessante Geschichten erzählen.
Die Zugspitze und seine Geheimnisse
Wo ein Berg ist, das ist auch ein Gipfel. Und der kann Geheimnisse und interessante Geschichten erzählen.
Photo by Kilian Karger on Unsplash
Deutschlands mächtigster Berg. Diesem Titel wird die Zugspitze nicht nur höhentechnisch treu. Teil dieser Geschichte ist, dass die Ländergrenze zwischen Deutschland und Österreich des Gipfels verläuft. Es ist auch der Ort, der Touristen mit der höchstgelegene Poststelle Deutschlands locken kann.
Erstmals dokumentiert bestiegen wurde sie im Jahr 1820. Im selben Jahr beginnen wichtige Gespräche zu einer Zollunion, die später Grundstein für Volkszählungen werden soll. Die Verhandlungen drängten Bayern und Baden-Württemberg dazu sich entweder für den Nachbarn Österreich zu entscheiden, das angrenzend an die Alben ist. Oder für Preußen. Der Berg war nicht dran schuld. Österreich hatte bereits ein eigenes System. Somit wurde es Preußen.
Über den Herrn der die Zugspitze als erste bestiegen hat, ist auch reichlich bekannt. Josef Naus, aus Tirol, brachte es beim Bayerischen Militär bis zum Offizier. Als gelernter und studierter Vermessungstechniker, war er für den Berg prädestiniert. Er wusste er wie er den Aufstieg zu planen hatte. Naus hat sich die Besteigung nicht aus eigenem Antrieb ausgesucht. Er wurden beauftragt, eine Karte vom Gebiet Werdenfels zu erstellen. Topographischen Atlas von Bayern sollte vervollständigt werden. Es war nicht einfach zu planen.
Da gab es Aberglaube unter der örtlichen Bevölkerung die ihm Probleme machten. Naus, so denken Experten, war nicht der erste auf dem Berg. Karten, die heute für die Zeit vor 1820 auftauchten, lassen annehmen dass Jäger oder Schmuggler möglicherweise bereits den Berg bestiegen haben, da sich wanderrouten auf den Karten wiederfinden lassen und damit auch realistischen Einschätzungen, wie lang die Routen in der Besteigung benötigten. Zu dem Zeitpunkt von Naus Besteigung ist also anzunehmen, dass dieser davon wusste, und so das Risiko einschätzen konnte.
So wie die Amerikaner und Russen um die Mondlandung wetteiferten, so lieferte dich Bayernr und Österreich ein Kopf-an-Kopf-Rennen auf die Zugspitze. Zwar war Naus erste mit der dokumentierten Besteigung. Musste aber lange Zeit, bis etwa 1851, sich ohne ein richtiges Gipfelkreuz zufriedengeben. Österreicher bezwangen den Berg als erste mit der Seilbahn, und zwar von der Südseite des Berges her. Und zuletzt die Größe. Es ist nicht mal ein 3000er. Es fehlen knapp 38m. Da lachten die Tiroler immer wieder über die Deutschen. Noch lächerlicher war 1986 der Versuch eines Uhrmachers ein dreieckiges Gestell mit genau diese 38m zu packen. Der Plan ging nicht auf, wie der BR berichtete. Das Anfangsgestell sei bei dem ersten Windstoß in sich zusammengestürzt.
Seit 1930, so heißt es auf der Webseite der Bayerische Zugspitzbahn Bergbahn AG, können Besucher das Zugspitzplatt und das berühmte goldene Gipfelkreuz bequem erreichen. Mit der Zugspitzbahn. Das half den NS Funktionären aber auch auf den Berg, um unter anderem ihre Propaganda einzusetzten. Im April 1933 installierten bayerische SA-Leute eine Hakenkreuzflagge auf der Zugspitze.

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Aber auch den deutschen Truppen im 2. Weltkrieg, die sich auf dem höchstgelegenen Punkt verschanzen haben sollen. Dabei sprengte die Wehrmacht 1938 den kleinen mittleren Gipfel, aus strategischen Gründen. (eine weiter Quelle sagt die Alliirtern zerbombten einen Gipfel. wertvolle Höhenmeter soll es gekostet haben).
Zudem spielte die Zugspitze noch kurz vor dem Ende des Krieges eine Rolle. Am 20. April 45, also rund zweianhalb Wochen vor der finalen Kapitulation im Mai trafen sich noch ranghohe NSDAP Führer auf einen der höchsten Almen des Berges, auf der Schneefernerhaus. Ein ehemaliges Hotel, wird es seit 1999 als Umweltforschungsstation genutzt wird. Nach dem Krieg bis 52 wurde es aber von der US Armee konfisziert und das Hotel als Kurort genutzt, eine sogenanntes US recreation facility. Gut für die Amerikaner, dass die Alliierten in den finalen Wochen des Krieges mit ihren Bombardement ihr Ziel, das Hotel, verfehlten. Mindestens ein Flak-Stellung, zur Abwehr von Luftangriffen, sollen die Deutschen auf der Zugspitze installiert haben.
Dann gab es immer wieder Leute, die die Zuspitze barfuß bestiegen. Einer der ersten war der arbeitslose Kellner Fritz Siegel. Ein Maschinist, der an der Zuspitzbahn arbeitete, ein Herr namens Riesch Peter, soll den Berg hunderte Male bestiegen haben, und zwar laufend in unter zwei Stunden. Ob das stimmt, wurde von Bayern 2 nicht dokumentiert.
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