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Die 20 schönsten und besten Surfspots Spaniens — die wichtigsten Surfplätze zwischen Atlantik…

Die besten Surfspots Spaniens

Maria Tapas · 2026-04-18 11:51 · 0 claps · 9.0 min read
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Die 20 schönsten und besten Surfspots Spaniens — die wichtigsten Surfplätze zwischen Atlantik, Kanaren und Mittelmeer

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Die besten Surfspots Spaniens

Meine wichtigsten Surfplätze zwischen Atlantik und Mittelmeer

Jedes Jahr, wenn ich nach Kantabrien komme, läuft es gleich ab: Tür auf, raus aus dem Auto — und dann dieser erste Blick auf die wilde Atlantikküste. Der Wind trägt Salz und Gischt, Möwen stehen in der Luft, und irgendwo bricht schon die nächste Serie. Namen ziehen vorbei wie ein innerer Atlas: Castro Urdiales, Laredo, Santoña, Noja, Santander, Liencres, Suances, Comillas, Oyambre, San Vicente de la Barquera. Das sind die besten Surf Hotspots Spaniens — zumindest fühlt es sich in diesem Moment für mich so an. Sie reihen sich wie Kapitel einer Landschaft, die sich nicht aufdrängt.

Sie sind vielleicht für Außenstehende keine ikonischen Namen, keine Orte, die sich mit Superlativen schmücken. Und doch entfaltet sich hier eine Qualität, die sich erst beim zweiten Blick zeigt: verlässliche Swells, wechselnde Sandbänke, Licht, das sich ständig verändert. Kantabrien zwingt dich zum Staunen. Es ist ein Küstenabschnitt, der beeindruckt.

Und doch — bevor ich die großen Namen aufrufe, bevor Mundaka und El Quemao ins Bild rücken, möchte ich kurz bei dem bleiben, was ich wirklich kenne. Nicht vom Hörensagen, nicht aus Surfreports. Sondern aus Jahren, in denen ich diese Küste zu Fuß, mit dem Auto und irgendwann auch auf dem Brett kennengelernt habe. Fünf Spots, die in keinem Ranking auftauchen — und die genau deshalb funktionieren.

Meine 5 persönlichen Geheimtipps in Kantabrien

Wenn mich jemand fragt, wo ich surfen würde, wenn ich nicht müsste — nicht für einen Artikel, nicht wegen Bedingungen, sondern einfach so –, dann nenne ich keine weltbekannten Namen. Dann nenne ich Suances. Oder Oyambre. Oder Liencres. Orte, die ich seit Kindheitssommern kenne, die sich nicht verändert haben auf eine Art, die man heute kaum noch findet.

Suances

Liegt an einer Flussmündung, die den Swell bricht und kanalisiert — je nach Tide bekommst du hier Wellen, die sich nirgendwo anders in Kantabrien so verhalten. Wenig Trubel, viel Wasser, klare Linien.

Oyambre

Ist Teil eines Naturparks. Schon deshalb bleibt er ruhiger als die meisten anderen Spots. Bei westlichem Swell baut sich hier eine Welle auf, die lang läuft und vergibt. Gut für alle, die nicht mit Ellbogen ins Wasser gehen wollen.

Liencres

Das sind eigentlich mehrere Strände hintereinander, abgetrennt durch Felsen. Je nachdem, wo du ins Wasser gehst, verändern sich Swellwinkel und Crowd komplett. Ich kenne Tage dort, an denen ich eine Stunde allein im Wasser war.

Noja

Wird im Sommer von Familien dominiert — zu Recht, denn der Strand ist breit, flach und sicher. Aber im Frühjahr oder Herbst liegt da eine Sandbankformation, die kurze, saubere Wellen produziert. Kaum jemand ist dann dort.

San Vicente de la Barquera

Ist der westlichste Punkt, den ich noch zu Kantabrien zähle. Ein Fischerort mit einer Burg, der gelegentlich funktioniert wie ein eigener kleiner Kosmos — wenn der Atlantikswell aus der richtigen Richtung kommt, entstehen hier Wellen, die sich niemand erklärt, der die Landkarte ansieht.

Das sind keine perfekten Surfspots im technischen Sinne. Aber es sind Orte, die ich kenne — und das ist im Wasser oft mehr wert als jede Prognose.

Der Strand von Oyambre am Atlantik

Surfspots Nordspanien — die klassische Atlantiklinie

Hier spielt sich das ernsthafte Wellenreiten in Spanien ab. Viel Kraft, viel Wasserbewegung, wenig Fehlerverzeihung.

Mundaka

Mundaka liegt an der Mündung des Oka-Flusses im Baskenland, und genau das ist der Grund für alles: Der Fluss trägt Sand ins Meer, der Sand bildet eine Bank, die Bank erzeugt eine der konstantesten Linkswellen Europas. Bei perfektem Nordwest-Swell entsteht ein langer, schneller Barrel, der sich über mehrere hundert Meter zieht — einer der wenigen Spots in Europa, wo das tatsächlich und nicht nur im Reisebericht passiert.

Die Realität im Wasser ist eine andere als auf dem Foto. Mundaka ist extrem tideabhängig: Bei Niedrigwasser bricht die Welle scharf und schnell, bei Hochwasser flacht sie ab oder verschwindet ganz. Dazu kommt ein Line-up, das bei gutem Swell international besetzt ist — lokale Priorität wird hier ernst genommen. Wer neu ist, wartet.

Was viele nicht wissen: Die Sandbank hat sich in den letzten Jahren mehrfach verschoben, nach Baggerarbeiten im Hafen war Mundaka zeitweise kaum surfbar. Die Welle hängt an einer geologischen Situation, die sich nicht kontrollieren lässt.

Beste Bedingungen: Herbst und Winter, Niedrigwasser, Nordwest-Swell ab 6 Fuß

Level: Fortgeschritten bis Profi

Anreise: Mundaka ist mit dem Baske-Train (Euskotren) von Bilbao erreichbar — kein Auto nötig

Zarautz

Zarautz liegt 20 Kilometer westlich von San Sebastián und hat den längsten Strand des Baskenlandes — knapp drei Kilometer, ohne Unterbrechung. Das klingt nach Badeurlaub, ist aber der Grund, warum dieser Spot funktioniert: Mehrere Peaks verteilen sich über die gesamte Breite, das Line-up splittet sich, die Crowd verteilt sich.

Was Zarautz von Mundaka unterscheidet, ist die Verlässlichkeit im Alltag. Keine extreme Tideabhängigkeit, keine fragile Sandbank, kein internationales Starterfeld. Wer surfen will, ohne vorher Wettermodelle zu studieren, ist hier richtig. Bei mittlerem Atlantikswell — und den gibt es im Norden Spaniens von September bis April fast durchgehend — liefert Zarautz konstant.

Die Stadt selbst hat eine funktionierende Surf-Infrastruktur: Schulen, Verleih, Unterkünfte, Restaurants direkt am Strand. Im Sommer und bei gutem Swell ist das Line-up voll. Früh raus ist keine Floskel, sondern Strategie.

Ein Detail, das ich schätze: Zarautz verzeiht. Nicht jede Welle, nicht jeden Fehler — aber es ist ein Spot, der auch dann noch etwas anbietet, wenn die Bedingungen nicht perfekt sind. Das ist in Nordspanien keine Selbstverständlichkeit.

Beste Bedingungen: Herbst bis Frühjahr, mittlerer bis großer Nordwest-Swell

Level: Anfänger bis Fortgeschrittene

Anreise: Direkt an der N-634, Zugverbindung von San Sebastián in 20 Minuten

Sopelana

Sopelana liegt keine 20 Kilometer von Bilbao entfernt, und das merkt man. Der Spot ist urban eingebettet, die Infrastruktur stimmt, der Parkplatz ist meistens voll. Was ihn trotzdem interessant macht: zwei klar getrennte Strände — Atxabiribil im Norden und La Salvaje im Süden — die sich bei identischem Swell unterschiedlich verhalten. Wer beide kennt, hat immer eine Option.

Die Wellen in Sopelana sind selten perfekt, aber selten schlecht. Beachbreak, mehrere Peaks, mittlere Länge. Bei westlichem bis nordwestlichem Swell zwischen 3 und 6 Fuß ist der Spot auf einem guten Niveau — größer wird es unruhig, kleiner lohnt sich kaum. Die Strömung ist bei auflandigem Wind im Auge zu behalten.

Wassertemperatur: Im Winter 12–14°C, im Sommer bis 20°C. Ganzjährig Neopren — im Winter 4/3mm, Handschuhe und Boots ab November empfohlen

Winde: Bester Surf bei Ostwind (offshore). Westwind macht die Oberfläche unruhig

Wellen: Beachbreak, 2–6 Fuß, Herbst bis Frühjahr am konstantesten

Level: Anfänger bis Fortgeschrittene

Anreise: Metro Bilbao bis Sopelana, dann 10 Minuten zu Fuß

Rodiles

Rodiles liegt in Asturien, an der Mündung der Ría de Villaviciosa — und funktioniert nach demselben Prinzip wie Mundaka: Flussmündung, Sandbank, Rechtswelle. Nur dass Rodiles weniger bekannt ist, weniger besetzt und weniger fotografiert. Was es nicht weniger gut macht.

Bei optimalem Swellwinkel — Nordnordwest, mittlere bis große Periode — entsteht hier eine schnelle, hohle Rechtswelle mit klarer Linie. Die Sandbank ist beweglich, reagiert auf Sturmswell und verändert sich von Saison zu Saison. Wer Rodiles kennt, überprüft die Bedingungen vor Ort, nicht nur in der App.

Das Umfeld ist ruhig — Naturschutzgebiet, kaum Bebauung, kein Trubel. Das ist ein Spot für Leute, die wissen, was sie suchen. Wer anreist und die Bank nicht stimmt, findet nichts als Stille und Kiefernwald.

Wassertemperatur: 11–13°C im Winter, 18–20°C im Sommer. 4/3mm Neopren Oktober bis Mai

Winde: Südwind offshore — in Asturien häufiger als im Baskenland. Nordwind macht es unruhig

Wellen: Sandbank-Rechtswelle, 3–8 Fuß, sehr swellabhängig. Beste Perioden ab 12 Sekunden

Level: Fortgeschrittene

Anreise: Auto zwingend. Nächste größere Stadt: Villaviciosa, 8 km

Pantín

Pantín liegt in Galicien, an der Costa da Morte — der Todesküste, wie sie auf Spanisch heißt, benannt nach den Schiffbrüchen, die diese Felsenküste über Jahrhunderte gefordert hat. Der Name ist Programm: Pantín ist kein sanfter Spot.

Der Strand ist Austragungsort des Pantín Classic, einem der ältesten Surfwettkämpfe Europas. Bei Contest-Bedingungen, also nordwestlichem Swell zwischen 6 und 10 Fuß mit langer Periode, funktioniert Pantín auf einem Level, das sich mit den besten Atlantikspots messen kann.

Was ihn von Mundaka oder Rodiles unterscheidet: mehr Platz. Der Strand ist breiter, die Peaks verteilen sich, das Line-up ist seltener überfüllt. Galicien empfängt den Atlantikswell ohne natürliche Barriere — das bedeutet Kraft, aber auch Konsequenz bei Fehlern.

Wassertemperatur: 12–14°C im Winter, 18–20°C im Sommer. 4/3mm von Oktober bis Mai, im Sommer 3/2mm ausreichend

Winde: Nordostwind offshore. Galicien hat häufig starken Nordwestwind — der bringt Swell, aber auch Chop

Wellen: Beachbreak mit Sandbankformationen, 3–10 Fuß. Beste Swellperiode September bis November

Level: Fortgeschrittene bis Profi bei großem Swell, bei kleinen Bedingungen auch für geübte Intermediates

Anreise: Auto notwendig. Nächste Stadt: Ferrol, 15 km. Flughafen A Coruña, ca. 80 km

Razo

Razo liegt in Galicien, an der Costa da Morte, zwischen Carballo und Malpica — ein Strand, der in keinem Surfmagazin Titelseite war und es wahrscheinlich nie sein wird. Genau das ist sein Wert. Razo ist kein kuratierter Spot, kein Contest-Venue, kein Instagram-Ziel. Es ist ein langer, offener Beachbreak, der den Atlantikswell direkt und ungefiltert empfängt und daraus macht, was er kann — manchmal viel, manchmal wenig, immer ehrlich.

Der Strand zieht sich über mehrere Kilometer, ohne natürliche Barrieren im Norden oder Süden. Razo funktioniert bei Bedingungen, die andere Spots überfordern — wenn der Swell zu groß für Pantín wird, kann Razo bei bestimmten Swellwinkeln noch strukturierte Wellen produzieren.

Was Razo von Pantín unterscheidet, ist nicht Qualität, sondern Charakter. Pantín ist dokumentiert, bewertet, bekannt. Razo ist keines davon. Wer hier surft, hat sich meistens selbst entschieden hinzufahren — nicht weil eine App es empfohlen hat, sondern weil er die Küste kennt und weiß, wann dieser Strand funktioniert.

Das Umfeld ist roh. Kein Surfshop direkt am Strand, keine Schulinfrastruktur, keine Cafés mit Meerblick. Ein Parkplatz, Sand, Wind, Atlantik. Wer Komfort braucht, fährt nach Corralejo oder Zarautz. Wer einen Strand will, der sich nicht verbiegt, fährt nach Razo.

Wassertemperatur: 11–13°C im Winter, 17–19°C im Sommer — der kälteste Abschnitt dieser Liste. 4/3mm Oktober bis Mai, Handschuhe und Boots ab November Pflicht

Winde: Nordwestwind bringt Swell und Chop gleichzeitig. Südwind ist offshore und macht aus mittelmäßigem Swell ordentliche Wellen. Morgens oft offshore, nachmittags onshore

Wellen: Beachbreak, mehrere Peaks, 2–8 Fuß. Sehr swellexponiert. Beste Periode September bis November

Level: Intermediates bis Fortgeschrittene

Anreise: Auto zwingend. 35 km westlich von A Coruña. Nächster Ort: Carballo, 10 km

Nordspanien, das grüne Spanien, ist eine der authentischten Urlaubsregionen in Spanien.

Kanarische Inseln — das ganze Jahr Surfen in Spanien

Die Kanaren sind das Rückgrat des europäischen Wintersurfens. Vulkanische Küsten, starke Strömungen, klare Linien.

El Quemao — Lanzarote

El Quemao liegt auf Lanzarote, in La Santa — einem kleinen Fischerort an der Westküste, der kaum mehr ist als eine Handvoll Häuser, ein Hafen und dieser eine Spot. El Quemao ist kein Strand. Es ist ein Riff aus vulkanischem Gestein, direkt vor der Küste, ohne Sand, ohne Fehlertoleranz.

Die Welle bricht links, kurz, hohl und mit einer Geschwindigkeit, die wenig Zeit zum Denken lässt. Bei großem Swell — und groß bedeutet hier ab 8 Fuß aufwärts — entsteht ein Barrel, der unter die gefährlichsten Wellen Europas eingestuft wird. Nicht wegen der Höhe allein, sondern wegen der Kombination: flaches Riff, starke Strömung, abrupter Closeout wenn die Welle nicht stimmt. Wer hier fällt, fällt auf Stein.

Was El Quemao von anderen gefährlichen Spots unterscheidet: Es gibt kein Aufwärmen. Entweder du bist bereit, oder du bist es nicht. Das Line-up reguliert sich selbst — wer dort sitzt, hat das Recht erarbeitet, dort zu sitzen. Localism ist an diesem Spot keine Attitüde, sondern eine Sicherheitsfrage.

Der beste Swell kommt aus Nordwest bis Nord, mit langer Periode ab 14 Sekunden. Dann baut sich die Welle weit draußen auf, läuft sauber über das Riff und bricht in einem einzigen, klaren Zug.

Wassertemperatur: 18–22°C ganzjährig. Im Winter 3/2mm, im Sommer Shorty oder Lycra

Winde: Nordostpassat offshore an der Westküste. Oktober bis März stabiler und stärker

Wellen: Linksbrechender Reefbreak über Lavagestein. 6–15 Fuß, beste Periode Oktober bis März

Level: Ausschließlich sehr erfahrene Surfer. Kein Spot für Experimente

Anreise: Auto notwendig. La Santa liegt 20 km nördlich von Arrecife. Kein öffentlicher Nahverkehr

Famara — Lanzarote

Famara ist das Gegenteil von El Quemao — und liegt trotzdem nur wenige Kilometer entfernt. Derselbe Swell, dieselbe Insel, aber eine vollkommen andere Realität im Wasser.

Der Strand von Famara ist lang, breit, von roten Klippen eingerahmt und gehört zu einem Naturschutzgebiet. Keine Hotelzone, kein Massentourismus, kein Strandbar-Lärm. Das Dorf Caleta de Famara dahinter ist klein, ruhig, mit ein paar Surfschulen und Restaurants, die früh schließen. Wer hier surft, kommt wegen des Surfens.

Der Beachbreak verteilt sich über mehrere Peaks. An einem guten Tag kannst du dir einen Peak fast alleine suchen. Die Strömung ist an den Flanken des Strandes relevant — wer sich nicht auskennt, hält die Mitte.

Eine Besonderheit: Der Nordostpassat trifft auf die Klippen und wird umgelenkt — an manchen Tagen entsteht ein lokales Windmuster, das die Oberfläche glättet, während es weiter südlich bereits choppy ist. Das macht Famara manchmal besser als die Windprognose vermuten lässt.

Wassertemperatur: 18–22°C. Im Winter 3/2mm empfohlen, im Sommer Lycra

Winde: Nordostpassat, durch die Klippen teilweise abgefangen. Beste Bedingungen bei leichtem bis mäßigem Nordost

Wellen: Beachbreak, mehrere Peaks, 2–8 Fuß. Beste Monate Oktober bis April

Level: Anfänger bis Fortgeschrittene — mit Einschränkungen bei großem Swell

Anreise: Von Arrecife 25 km, ca. 30 Minuten. Auto empfohlen

Der gesammte Artikel: https://www.spanien.pro/2026/04/die-20-schonsten-und-besten-surfspots.html


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